Wenn der Deutsche hinfällt, dann steht er nicht auf, sondern schaut, wer schadenersatzpflichtig ist. Kurt Tucholsky
Der Staatsdienst muß zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist. Marcus Tullius Cicero
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Eveline Schulze,
Jahrgang 1950, 1980 - 1987 Sekretärin im VPKA Görlitz, Mit dem Schreiben begann sie auf Anregung ihres zweiten Mannes.Frage: ...Warum reflektieren Sie so viel vom DDR-Alltag?
"Weil ich in der DDR gelebt habe. Wenn ich Texte von Westdeutschen oder nach der Wende Geborenen lese, die ihre Geschichten aus den umlaufenden Klischees reproduzieren, oder Fernsehfilme sehe, die die DDR direkt oder indirekt zum Gegenstand haben, finde ich, dass dies selten bis nie etwas mit der DDR-Realität zu tun hat. Im Kern kreist alles um Mauer, Stasi, Schießbefehl. Das gab es alles, gewiss. aber es gab wesentlich mehr. Wenn eines Tages die Bundesrepublick nicht mehr existieren sollte, wäre es auch falsch und einseitig, sie im Nachgang auf Hartz IV, Fremdenfeindlichkeit, Drogen und demografischen Wandel zu reduzieren."
(Quelle: Freie Presse, 18. Juli 2015, Kultur & Service, Seite A1)
"Dieselben Fehler wie früher" Grass mahnte: "Steuern auf großen Krieg zu"
14.04.2015, 11:55 Uhr
Nur wenige Tage vor seinem Tod gewährt Günter Grass der spanischen Zeitung "El País" ein Interview. In dem Gespräch, das jetzt veröffentlicht wird, äußert der Nobelpreisträger seine Befürchtungen, dass es zu einem neuen Weltkrieg kommen könne.
Günter Grass hat sich bis kurz vor seinem Tod große Sorgen um die Zukunft der Menschheit gemacht. "Wir steuern auf den dritten großen Krieg zu", sagte der Literaturnobelpreisträger in einem Interview der spanischen Zeitung "El País", das nach Angaben des Blattes am 21. März in Lübeck geführt wurde.
"Es gibt überall Krieg. Wir laufen Gefahr, dieselben Fehler wie früher zu machen. Ohne es zu merken, als wären wir Schlafwandler, können wir in einen neuen Weltkrieg gehen", warnte er.
Grass analysierte in dem Gespräch die aktuelle Situation kritisch: "Heute haben wir auf der einen Seite die Ukraine, deren Situation einfach nicht besser wird. In Israel und Palästina wird es immer schlimmer. Im Irak haben uns die Amerikaner ein Desaster hinterlassen. Es gibt die Gräueltaten des Islamischen Staates und das Problem in Syrien, das fast aus den Nachrichten verschwunden ist, obwohl sich die Menschen dort weiter gegenseitig umbringen."
Oskar Matzerath "wäre heute ein Hacker"
Neben den vielen politischen Konflikten beklagte Grass im Gespräch auch "das soziale Elend überall auf der Welt" sowie die Probleme der Überbevölkerung, des Klimawandels und des Atommülls, "deren Folgen gar nicht beachtet werden". "Es gibt ein Treffen nach dem anderen, aber die Problematik bleibt bestehen: Es wird nichts getan", meinte er.
Der Kapitalismus zerstöre sich unterdessen selbst. "All diese irrationalen Mengen Geld, die weltweit fließen, haben wir mit der Realwirtschaft nichts mehr zu tun." Im 20. Jahrhundert sei "die Unvernunft weniger ausgeprägt" gewesen. Seine "Blechtrommel"-Figur Oskar Matzerath wäre nach Überzeugung von Grass dieser Tage "ein anderer Mensch", der gegen "andere Widerstände" würde kämpfen müssen. "Heute wäre er ein Computer-Freak, ein Hacker oder so etwas Ähnliches."
Quelle: n-tv.de , jog/dpa
Diese Nachkommen sind nach dem Zufallsprinzip
-- Aufschrei --
Der Inhalt der Website hält sich möglichst von schnell hochkochenden Themen fern, diese sind dann genauso schnell wieder verschwunden. Manchmal, wenn auch selten, gibt es so ein krasses Thema, dass man überall darüber stolpert. Das Neuste heißt "#aufschrei". Dazu habe ich einen Beitrag gefunden, den ich allen Interessierten nicht vorenthalten möchte und ausdrücklich empfehle. Ein Satz sagt mehr als 1000 Worte. Hiermit kann ich mich indentifizieren. Ebenso ist angebracht, dazu die Meinung einer Frau zu lesen.© infos-sachsen / letzte Änderung: - 27.11.2025 - 16:18
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