Willkommen in Sachsen, am 29.05.2026
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29. Mai
Namenstag
Bona, Irmtrud Maximin,

Kalenderblatt

2015 - Die USA streichen das sozialistische Kuba nach 33 Jahren von ihrer Terrorliste.


2014 - Russland und die Ex-Sowjet­republiken Weißrussland und Kasach­stan gründen in Astana in Konkurrenz zur EU eine Eurasische Wirtschaftsunion mit 170 Millionen Einwohnern.


2009 - Der Bundestag beschließt mit den Stimmen der großen Koalition die sogenannte Schuldenbremse. Bund und Länder dürfen ein Minus in der Kasse demnach nicht mehr über neue Kredite ausgleichen. Die Verfassungs­Ã¤nderung tritt nach Zustimmung des Bundesrats am 1. August 2009 in Kraft.


2007 - Russland testet mitten im Streit mit der Nato um den Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE) und die geplante US-Raketenabwehr erstmals eine neue Interkontinentalrakete vom Typ RS-24.


2006 - In Brandenburg wird das weltweit erste Braunkohlekraftwerk gebaut, das kein klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre abgibt. Die 50 Millionen Euro teure Anlage des Energiekonzerns Vattenfall Europe geht am 9. September 2008 in Betrieb.


2005 - In Frankreich wird die europäische Verfassung in einer Volksabstimmung abgelehnt. Das Verfassungsprojekt ist damit gescheitert, da alle 25 EU-Staaten zustimmen müssen.


2001 - In Afghanistan müssen alle nicht-islamischen Menschen ein gelbes Zeichen tragen.


1992 - Die Schweiz wird als letztes Industrie­land Mitglied des Internationalen Währungs­fonds (IWF) in Washington. Dem Beitritt zu IWF und Weltbank hatten die Schweizer in einer Volksabstimmung zugestimmt.


1958 - In der DDR endet die Lebensmittel­rationierung.


1953 - Der Neuseeländer Edmund Hillary und der Nepalese Tensing Norgay besteigen als erste Menschen den Mount Everest.


1949 - Der Volkskongress beschließt den von Grotewohl vorgestellten Entwurf für die DDR-Verfassung.


1921 - Bei einer Volksabstimmung in Salzburg entfallen 99,5 % der Stimmen auf den Anschluss an das Deutsche Reich. Die Abstimmung hat jedoch keine Folgen.


1809 - In der zweiten Schlacht am Bergisel besiegt Andreas Hofer die mit den Franzosen verbündeten Bayern.


1453 - Nach zweimonatiger Belagerung erobern die osmanischen Truppen von Sultan Mehmed II. mit einem Sturmangriff das christliche Konstantinopel (heute Istanbul).


Handwerker aus Sachsen-Anhalt verlangen Ende der Russland-Sanktionen
In einem Brief an Olaf Scholz fordert ein ostdeutscher Handwerksverband das Ende aller Russland-Sanktionen. "Die breite Mehrheit ist nicht gewillt, für die Ukraine ihren schwer erarbeiteten Lebensstandard zu opfern." Quelle: Spiegel vom 19.08.2022)

Wegen Preisexplosion: Vogtländer schicken Wut-Brief an Habeck:
Im Brief heißt es dazu: "Konkret haben wir den Eindruck, dass aus der emotionalen Empörung über den Angriffskrieg der Russischen Föderation auf die Ukraine politische Entscheidungen resultieren, deren Auswirkungen gravierende Folgen für die Bevölkerung in unserem Land haben werden (...)" Quelle: Tag24 vom 01.08.2022)

Bürgermeister sprechen sich für Nutzung von Nord Stream 2 aus. Quelle: Brief an die Bundesregierung (welt.de vom 28.07.2022)

Eine starke Wirtschaftsleistung ist die Grundlage für Deutschland, überhaupt reagieren zu können, egal in welcher Dimension. (...) Wir helfen der Ukraine nicht, wenn wir uns selbst schwächen. Genau das würde aber passieren bei einem sofortigen Energie-Stopp. Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius

"Ich möchte dazu ermutigen, auch zukünftig die Welt immer auch mit den Augen des Anderen zu sehen, also auch die manchmal unbequemen und gegensätzlichen Perspektiven des Gegenüber wahrzunehmen, sich für den Ausgleich der Interessen einzusetzen". Angela Merkel. Großer Zapfenstreich 02.12.2021

Alarmstufe Gas gilt

Erst im Mai 2022 billigte der Bundestag eine Änderung des Energiesicherheitsgesetzes (EnSiG), das den Energielieferanten erlaubt, im Fall einer ausgerufenen Alarmstufe die Preise direkt an die Verbraucher weiterzugeben.

Dabei ist es völlig egal, ob Kundinnen und Kunden eine Preisgarantie unterschrieben haben. Die Unternehmen können die Preise anheben - und Betroffene können nichts dagegen tun.

Zu den Artikeln aus Focus und Tagesspiegel

Anderer Blick der Woche


Gastbeitrag Geschichtsrevisionismus: Übergriffige Grüne wollen sowjetische Ehrenmäler neu interpretieren

Zur Person
Alexander King, geboren 1969 in München, ist Politiker des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) und Spitzenkandidat seiner Partei für die Berliner Abgeordnetenhauswahl im September.
Zuvor war King viele Jahre Mitglied der Linkspartei, 2023 trat er aus jener Partei aus und schloss sich dem BSW an. Seitdem sitzt er als fraktionsloser Abgeordneter im Berliner Abgeordnetenhaus.

21.05.2026, 11:50 Uhr 3 Min

Die Grünen haben den Faschismus nicht besiegt, wollen aber per QR-Code darüber bestimmen, wer das Gedenken daran verdient. Ein Kommentar.

Das Sowjetische Ehrenmal im Tiergarten. Die Grünen werben für ein neu definiertes Gedenken.
© IMAGO/Zoonar.com/Sergey Kohl

An diesem Donnerstag bringen die Grünen einen Antrag ins Abgeordnetenhaus ein, ganz heimlich, still und leise, der es in sich hat. Ohne Debatte wird er in den Kulturausschuss überwiesen. Dabei ist der Antrag so ambitioniert wie übergriffig.

Er soll die Geschichtsschreibung ändern: unseren Blick auf das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa, auf das Ende des Faschismus, auf das Ende des beispiellosen Mordens, auf die deutschen Täter und ihre Verbündeten, auf die Opfer, aber vor allem: unseren Blick auf die Befreier. Die Grünen wollen den Russen das Gedenken entreißen und selbst darüber bestimmen, wer wie mit wem wessen gedenken darf.

Die Grünen wollen, etwa mit an den Ehrenmälern anzubringenden QR-Codes, einordnen, erklären, das Gedenken ihrer Sicht auf die Welt unterordnen, letztlich wollen sie relativieren. Die Befreiung Berlins durch die Rote Armee soll so in den Kontext von Stalinismus, Putin-Nationalismus, Ukraine-Krieg gestellt werden. Dieser Grüne Geschichtsrevisionismus sind nicht nur völlig daneben, sondern gefährlich.

Verträge gelten - auch für Grüne

Zur Erinnerung: Nicht die Deutschen, auch nicht die deutschen Grünen haben den Zweiten Weltkrieg gewonnen, sondern die Rote Armee unter gewaltigen Opfern. Zur Bewirtschaftung der sowjetischen Ehrenmäler in Berlin gibt es deshalb Verträge Deutschlands mit Russland als Rechtsnachfolger der Sowjetunion. Wie kann man also auf die Idee kommen, ohne Absprache mit der russischen Botschaft an den Ehrenmälern Veränderungen vornehmen zu wollen? Das ist wirklich schamlos und geschichtsvergessen.

Der Grüne Antrag ist purer Revanchismus. Er haut in dieselbe Kerbe wie das Vorhaben der Grünen, das Russische Haus in der Friedrichstraße zu schließen, sollten sie hier in Berlin wieder mitregieren. Das Haus sei, so sagte die Grüne Fraktionsvorsitzende Jarrasch neulich auf einer Veranstaltung ihrer Partei vor gut einer Woche, ein "Pain in the ass".
So vulgär geht es manchmal bei den achtsamen Grünen zu.

Der aussortierte Ehrenbürger

Übrigens: Das Ehrenmal in Treptow zeigt den Rotarmisten Nikolai Massalow, der am Ende des Zweiten Weltkriegs, am 30. April 1945, am Potsdamer Platz ein deutsches Mädchen rettete - unter Einsatz seines Lebens. In der DDR war er deshalb Berliner Ehrenbürger. Bis 1990, als er im Zuge der Wiedervereinigung aussortiert wurde.

Ich finde: Spätestens zum nächsten Jahrestag muss er seine Ehrenbürgerwürde, dann leider posthum, wiederbekommen. Und man kann nur hoffen, dass seine Heldentat bis dahin nicht von einem möglichen rotrotgrünen Senat "eingeordnet", neu interpretiert und relativiert wird.


Quelle:


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© infos-sachsen / letzte Änderung: - 09.08.2025 - 18:17