Willkommen in Sachsen, am 01.04.2026
IP
01. April
Namenstag
Ambrosius Hugo, Irene,

Kalenderblatt

1. April: - Überall auf der Welt wird der erste Tag dieses Monats mit Streichen begangen. Am 1. April wurde Jesus »von Pontius zu Pilatus» geschickt, die Römer feierten ein Narrenfest. Franzosen behaupteten, an diesem Tag sei Judas, der Verräter Christi, geboren. Deshalb habe der Teufel Gewalt über die Welt, dem man mit Streichen zuvorkommen müsse. Früher war der 1. April ein Spaß für Erwachsene und Überlegene; Väter hielten ihre Kinder, Meister ihre Lehrlinge und Herren ihre Diener zum Narren.


2014 - Die Nato stoppt die militärische Zu­sam­menarbeit mit Russland wegen der Krim-Krise.


2009 - Kroatien und Albanien treten der Nato bei. In Washington werden die Ratifikations­urkunden hinterlegt. Damit hat die Nato 28 Mitglieder.


1998 - Infolge des Schengener Abkommens entfallen zum 1. April 1998 die Grenzkontrollen zwischen Deutschland, Österreich und Italien.


1994 - In Deutschland tritt das neue Namensrecht in Kraft. Eheleute sind nicht mehr zu einem gemeinsamen Familiennamen verpflichtet.


1991 - Der Chef der Treuhandanstalt, Detlev Karsten Rohwedder, wird in seinem Haus bei Düsseldorf erschossen. Angeblich, aber unwahrscheinlich von der Roten Armee Fraktion (RAF).


1963 - Das ZDF in Mainz nimmt mit der Show «Berlin Melodie» den bundesweiten Sendebetrieb auf.


1956 - Die Organisation Gehlen wird mit ihrem Leiter Reinhard Gehlen unter dem Namen Bundesnachrichtendienst in den Dienst der Bundesrepublik Deutschland übernommen.


1937 - Mit dem Inkrafttreten des »Groß-Hamburg-Gesetzes« wird die ehemals selbstständige preußische Stadt Altona ein Teil Hamburgs. Auch Wandsbek, Harburg-Wilhelmsburg sowie 27 Gemeinden der preußischen Landkreise Stormarn, Pinneberg, Harburg und Stade werden eingemeindet.


1927 - Erste Großanlage der Welt zur Hydrierung von Kohle in Leuna in Betrieb genommen.


1924 - Adolf Hitler wird im Hitler-Prozess gemeinsam mit einigen Mitangeklagten zu einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren anlässlich seines Putschversuchs vom 9. November 1923 verurteilt. Erich Ludendorff wird freigesprochen.


1920 - Das Gesetz über die Gründung der Deutschen Reichsbahn tritt in Kraft. Damit werden in Umsetzung der Weimarer Verfassung die vormaligen Länderbahnen der Hoheit des Deutschen Reichs unterstellt.


1893 - Im Deutschen Reich tritt ein Gesetz in Kraft, das die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) als Einheitszeit für ganz Deutschland festlegt.


1811 - Durch das Berliner Polizeireglement wird in Berlin die erste Kriminalpolizei in Deutschland geschaffen.


April April Heute ist der 1. April. Wir verraten was es mit dem Brauch auf sich hat. "April, April!" Wer diesen Ausruf am 1. April zu hören bekommt, kann sich sicher sein, dass er (oder sie) zum Narren gehalten wurde. Am 1. April gilt es als Volkssport, sich gegenseitig in den April zu schicken. Manche Aprilscherze sind inzwischen längst Klassiker, aber jedes Jahr sorgen auch einige besonders kreative neue Scherze für Schlagzeilen. Doch woher kommt dieser Brauch eigentlich? Diese und andere Fragen zum 1. April beantworten wir im Folgenden.
Wir verraten die besten Aprilscherze und erklären, was es mit dem Brauch auf sich hat.
© picture alliance / dpa
Warum ist es am 1. April Brauch, die Leute "in den April zu schicken"?

Es gibt mehrere Theorien, wie der Brauch, seine Mitmenschen am 1. April "in den April zu schicken", entstanden ist:

Theorie 1: Der Brauch kommt aus dem mittelalterlichen Frankreich. Bis ins 16. Jahrhundert war es bei unseren Nachbarn üblich, den Beginn des neuen Jahres an Ostern zu feiern. Weil das christliche Auferstehungsfest aber jedes Jahr auf ein anderes Datum fällt, hatte man Neujahr schließlich auf den 1. April festgelegt. Die Menschen nutzten das Datum damals, um zur Feier des Tages schöne Geschenke auszutauschen. 1563 legte der französische König Neujahr schließlich vom 1. April auf den 1. Januar. Andere Länder hatten diese Änderung bereits früher veranlasst. Da es aber noch kein Telefon oder Internet gab, haben viele Menschen damals die Verlegung nicht mitbekommen. Sie feierten weiterhin am 1. April Neujahr und wurden von jenen, die es bereits besser wussten, unter anderem mit falschen Geschenken verspottet und zum Narren gehalten.

Theorie 2: Der Monat April gilt als Übergang zwischen Winter und Sommer. Die Kraft des Winters lässt nach, die des Sommers nimmt zu. Früher sagte man: "Der starke Sommer hält den schwachen Winter zum Narren." Der Narr, der sich am 1. April von seinen Mitmenschen überall hinschicken lässt, steht also für den immer machtloseren Winter, der sich vom herannahenden Sommer herumkommandieren lässt.

Theorie 3: Der 1. April galt früher als Unglückstag - ähnlich wie bei uns heute Freitag, der 13.. So soll es ein 1. April gewesen sein, an dem Satan des Himmels verwiesen wurde. Und auch Judas Iskariot, der Jesus Christus verraten haben soll, wurde angeblich am 1. April geboren und soll sich an einem 1. April erhängt haben. Wie aus einem Artikel auf der Internetseite brauchtum.de hervorgeht, war der 1. April unter Kaiser Augustus sogar der schlimmste unter den anerkannten Unglückstagen im Jahresverlauf. Und ein Unglückstag war zur damaligen Zeit ein Tag, an dem der Teufel alle Macht hatte. In der stark religiös geprägten Gesellschaft hielt sich die Meinung, dass Satan an diesem Tag versucht, all jene zu umgarnen, die noch nicht ihm gehören. Als dem Teufel verfallen galten all jene, die Gott leugneten und laut Bibel (Psalm 53) dadurch als Narren gekennzeichnet sind. Wer sich am 1. April nun selbst als Narr ausgab, der war vor dem Teufel sicher, da dieser ihn bereits für einen der Seinen hielt.

Theorie 4: Möglicherweise begann der Brauch aber auch schon in antiker Zeit mit dem römischen Fest zu Ehren des Gottes Quirinus. Die sogenannte Quirinalia galt als Fest der Dummen und Narren. Im römischen Kalender fiel es zwar auf den 17. Februar, Kalenderreformen bewirkten aber möglicherweise seine Verschiebung auf den 1. April.

Theorie 5: Der Brauch rund um den 1. April könnte aber auch auf einen besonderen Münztag aus dem Jahr 1530 zurückzuführen sein. Diese Theorie zählt zumindest mit zu den gängigsten. Damals fand in Augsburg der Reichstag statt. Dort soll ein bestimmter Tag festgelegt worden sein, um das Münzwesen zu ordnen. Als Datum für diesen Tag x wurde der 1. April gehandelt. Als der Münztag dann aber nicht an diesem Tag stattfand, wurden die Spekulanten verspottet und der 1. April zum Feiertag der Narren.

Neben diesen vier Theorien gibt es noch ein paar weitere. Alle haben eine Sache gemeinsam: Wo der Brauch jemanden "in den April zu schicken" wirklich herkommt, lässt sich durch keine dieser Erklärungen unwiderlegbar herleiten.

Wann wurde "in den April schicken" erstmals erwähnt?

In Bayern wurde der Brauch, jemanden am 1. April "in den April zu schicken", bereits 1618 erstmals erwähnt. Für das restliche Deutschland ist er erst für 1631 belegt. Das Wort "Aprilnarr" tauchte dann in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts auf und ist somit relativ alt - zumindest im Vergleich zum "Aprilscherz", von dem erst ab dem 19. Jahrhundert die Rede ist.

Werden am 1. April überall auf der Welt die Menschen "in den April geschickt"?

Nein. Der Brauch, jemanden "in den April zu schicken", ist vor allem (aber nicht nur) in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA verankert. In Spanien und Lateinamerika hingegen hält man sich am 28. Dezember gegenseitig zum Narren. Dieser Tag heißt dort Día de los Santos Inocentes (Tag der Unschuldigen Kinder).

Welche Arten von Aprilscherzen gibt es?
  • Im Mittelalter galten offenbar vor allem Lehrlinge und Auszubildende als naiv und einfältig. Sie wurden deshalb bevorzugt "in den April geschickt" - und zwar mit einer Methode, die auch heuer am 1. April noch funktioniert: Man beauftragt die Person, die man zum Narren halten will, mit einem Botengang oder einem Auftrag, der so keinen Sinn macht oder unmöglich zu erfüllen ist. So sollen etwa Mückenfett, schwarze Kreide, Ipitum (= Ich bin dumm) oder Ohwiedumm besorgt werden. Oder es soll ein seltenes "Tier", wie in Bayern zum Beispiel der Wolpertinger, eingefangen werden. Der Mensch, der den Auftrag erhält und zu erfüllen versucht und dabei vielleicht noch den ein oder anderen auf seinem Weg um Hilfe bittet, macht sich natürlich zum Narren.
  • Das Opfer des Aprilscherzes wird mit etwas Ekligem überrascht. Das können Salz in der Zuckerdose, Senf in der Zahnpastatube oder eine Plastikspinne im Essen oder im Bett sein.
  • Man verleitet das Aprilscherz-Opfer zu einer sinnlosen Handlung, in dem man vorgibt, es habe an der Tür geklingelt, der Schnürsenkel oder der Hosenstall sei offen, das Fahrrad habe einen Platten oder am Empfang stehe jemand, der ihn/sie persönlich sprechen wolle.
  • Dem auserkorenen Opfer wird am 1. April ein Zettel mit peinlicher Aufschrift beziehungsweise Nachricht unauffällig auf den Rücken geklebt. Er/sie läuft dann einige Zeit mit der lächerlichen Botschaft "Zwick mich, ich bin ein Narr" herum.
  • Radio, TV-Sender, Zeitungen und Online-Portale sowie manchmal auch Marken (z.B. Ritter Sport) inszenieren beziehungsweise verbreiten eine Falschmeldung, die sich spätestens am Ende des Tages als Aprilscherz entpuppt.

Bekannt sind auch Aprilscherze in Technikzeitschriften. z.B. hier

Quelle: tz.de


Finden Sie weitere Artikel zu Politik

Artikel und Beiträge, die seit 20. März aktualisiert oder neu eingestellt wurden:19 wissenswerte Artikel aus Politik zu den Kategorien:
mehr zu Corona lesen Sie hier

© infos-sachsen / letzte Änderung: - 09.08.2025 - 18:17