Willkommen in Sachsen, am 01.08.2026
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01. August
Namenstag
Alfons, Julien Maria, Pierre,

Kalenderblatt

1. August: - Petri Kettenfeier erinnert an die Befreiung des Apostels Petrus aus dem Gefängnis. Der Erste des Monats gehört dem Aberglauben nach zu den großen Unglücks­tagen, weil der Teufel an diesem Tag von Gott in die Hölle gestürzt wurde. Früher hüteten sich Menschen, am 1. Aug. zu heiraten, eine Reise anzutreten oder neue Kleider zu tragen.


2013 - Whistleblower Edward Snowden erhält in Russland vorläufiges Asyl.


2012 - Lastwagen ab zwölf Tonnen Gesamtgewicht müssen auch auf einer Reihe gut ausgebauter Bundesstraßen Maut zahlen. Bis dahin galt die Mautpflicht für LKW nur auf Autobahnen.


2006 - Die reformierte Rechtschreibreform tritt in allen deutschsprachigen Ländern in Kraft.


1989 - Microsoft bringt Büropaket Office auf den Markt.


1975 - In Helsinki unterzeichnen 35 Staats- und Regierungschefs die »KSZE-Schlussakte« über Friedenssicherung und Zusammenarbeit. Neben den USA, Kanada und der Sowjetunion nahmen bis auf Albanien alle 33 europäischen Staaten teil. 1995 wurde die Konferenz in die »Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa« (OSZE) umbenannt. Erich Honecker unterzeichnet die Schlussakte im Namen der DDR.


1944 - Beginn des »Warschauer Aufstandes« der polnischen Heimatarmee gegen die deutschen Besatzer. Der Aufstand scheitert, bis Oktober 1944 sterben 200.000 Menschen.


1936 - Die XI. Olympischen Sommerspiele werden im Berliner Olympiastadion eröffnet. Die Spiele, die das NS-Regime zu Propagandazwecken nutzt, enden am 16. August.


1914 - Das Deutsche Reich, durch den »Dreibund« mit Österreich-Ungarn und Italien verbunden, erklärt Russland den Krieg. Am 2. August 1914 beginnt Frankreich mit der Mobil­machung. Frankreich ist durch die »Entente cordiale« mit Großbritannien und Russland verbunden. Am 3. August 1914 erklärt das Deutsche Reich Frankreich den Krieg.


1291 - Die Talgemeinden Uri, Schwyz und Unterwalden bilden einen Bund zur Abwehr der habsburgischen Territorialinteressen. Sie verpflichten sich zur Erhaltung des Landesfriedens, setzen Schiedsgerichte für Streitigkeiten ein und lehnen fremde Gerichte ab. Der Bund gilt später als Gründungsakt der »Schweizerischen Eidgenossenschaft«.


Handwerker aus Sachsen-Anhalt verlangen Ende der Russland-Sanktionen
In einem Brief an Olaf Scholz fordert ein ostdeutscher Handwerksverband das Ende aller Russland-Sanktionen. "Die breite Mehrheit ist nicht gewillt, für die Ukraine ihren schwer erarbeiteten Lebensstandard zu opfern." Quelle: Spiegel vom 19.08.2022)

Wegen Preisexplosion: Vogtländer schicken Wut-Brief an Habeck:
Im Brief heißt es dazu: "Konkret haben wir den Eindruck, dass aus der emotionalen Empörung über den Angriffskrieg der Russischen Föderation auf die Ukraine politische Entscheidungen resultieren, deren Auswirkungen gravierende Folgen für die Bevölkerung in unserem Land haben werden (...)" Quelle: Tag24 vom 01.08.2022)

Bürgermeister sprechen sich für Nutzung von Nord Stream 2 aus. Quelle: Brief an die Bundesregierung (welt.de vom 28.07.2022)

Eine starke Wirtschaftsleistung ist die Grundlage für Deutschland, überhaupt reagieren zu können, egal in welcher Dimension. (...) Wir helfen der Ukraine nicht, wenn wir uns selbst schwächen. Genau das würde aber passieren bei einem sofortigen Energie-Stopp. Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius

"Ich möchte dazu ermutigen, auch zukünftig die Welt immer auch mit den Augen des Anderen zu sehen, also auch die manchmal unbequemen und gegensätzlichen Perspektiven des Gegenüber wahrzunehmen, sich für den Ausgleich der Interessen einzusetzen". Angela Merkel. Großer Zapfenstreich 02.12.2021

Alarmstufe Gas gilt

Erst im Mai 2022 billigte der Bundestag eine Änderung des Energiesicherheitsgesetzes (EnSiG), das den Energielieferanten erlaubt, im Fall einer ausgerufenen Alarmstufe die Preise direkt an die Verbraucher weiterzugeben.

Dabei ist es völlig egal, ob Kundinnen und Kunden eine Preisgarantie unterschrieben haben. Die Unternehmen können die Preise anheben - und Betroffene können nichts dagegen tun.

Zu den Artikeln aus Focus und Tagesspiegel

Anderer Blick der Woche


Thema des Tages: Deutschland muss in grosser Zahl ausschaffen. Nur so bekommt es die migrantische Gewalt in den Griff

von Oliver Maksan
Stellvertretender Chefredaktor NZZ Deutschland

23.07.2026, 17.30 Uhr 3 Leseminuten

Deutschland in den vergangenen Tagen und Wochen:
  • Im bayrischen Höchberg verletzt ein 20-jähriger Syrer einen 65-Jährigen schwer. Warum? Der Mann trug einen Israel-Anstecker. Das reichte schon, um auf ihn einzutreten und ihm einen Wirbel zu brechen.
  • Im rheinland-pfälzischen Trier ersticht ein 22-jähriger Afghane einen ihm unbekannten Studenten. Warum? Das weiss man nicht. Der Afghane wurde in einer Psychiatrie untergebracht.
  • Im bayrischen Ruhpolding bedroht ein 28-jähriger Afghane den Schaffner und Kinder in einem Regionalzug mit dem Messer. Er wurde in eine forensische Klinik eingewiesen.
  • Auch Ausländer werden zu Opfern. In Witten in Nordrhein-Westfalen sticht ein 19-jähriger Syrer in einer Asylunterkunft auf einen Iraker ein; er wird lebensgefährlich verletzt.
  • In Bad Langensalza in Thüringen eskaliert ein Streit zwischen einem Algerier und zwei Syrern. Die beiden Syrer erstechen den Mann.

Selbst Messerattacken lösen nur noch Achselzucken aus. Illustration Ida Götz / NZZ

Und das sind nur die Taten im Juni und Juli. Man könnte die Liste beliebig verlängern. Manchmal erregen diese Taten Aufsehen, manchmal nicht. Wen wundert das? An solche Berichte hat man sich gewöhnt. Wer will da schon den Überblick behalten.

Deutschland läuft in die Fatalismusfalle

Die Deutschen gewöhnen sich an die importierte Brutalität im Land. Selbst Messerattacken lösen nur noch Achselzucken aus. Deutschland läuft so Gefahr, in eine doppelte Fatalismusfalle zu laufen.

Da sind zunächst die Bürger, die den Eindruck haben, dass weder Wahlen noch politische Massnahmen etwas bewirken. Gleichzeitig feiert sich die Bundesregierung für ihre Migrationswende, obwohl nach wie vor jedes Jahr eine Grossstadt in Deutschland über den Asylweg einwandert und Afghanen und Syrer viel häufiger schwere Gewalttaten verüben als Deutsche.

Dann sind da die Politiker, die versucht sein könnten, weniger politisches Kapital in das Asylthema zu investieren. Denn bis anhin profitiert die Bundesregierung in den Umfragen nicht davon, dass die Zahl der irregulären Migranten sinkt. Im Bund ist die von Anfang an migrationskritische AfD den Regierungsparteien CDU, CSU und SPD schon vor Monaten enteilt. Mittlerweile sehen Umfragen die AfD sogar im linken Berlin an erster Stelle.

Dabei ist die Bundesregierung keineswegs untätig. Man darf Kanzler Friedrich Merz und seinem Innenminister Alexander Dobrindt abnehmen, dass sie wirklich eine Asylwende wollen. Beide waren Kritiker der unverantwortlichen Asylpolitik Angela Merkels. Beide haben die SPD in den Koalitionsverhandlungen nach der vergangenen Bundestagswahl dazu gebracht, Dinge mitzutragen, die in der Ampelregierung undenkbar gewesen wären, etwa Asylsuchende an den Grenzen zurückzuweisen.

Innenminister Dobrindt hat es jetzt möglich gemacht, dass nicht mehr nur Straftäter und Gefährder nach Afghanistan ausgeschafft werden können, sondern alle ausreisepflichtigen Afghanen. Das ist notwendig. Der Preis, dafür mit den Taliban und den Islamisten in Syrien zusammenarbeiten zu müssen, ist vertretbar.

Es führt kein Weg daran vorbei, die Zahl von Migranten aus in der Kriminalstatistik überrepräsentierten Ländern wie Syrien und Afghanistan so weit wie nur möglich zu verkleinern. Das von Kanzler Merz ausgegebene Ziel, 80 Prozent der seit 2014/15 eingereisten Syrer rückzuführen beziehungsweise zur Heimreise zu bewegen, mag nur schwer umzusetzen sein. Als politische Zielmarke bleibt es richtig, zumal der Bürgerkrieg vorbei ist.

Symptome bekämpfen genügt nicht

Die bittere Wahrheit ist: Mit Massnahmen wie Messerverbotszonen, Einlasskontrollen auf Volksfesten oder Alkoholverboten an Bahnhöfen bekämpft man nur Symptome, die mit der irregulären Migration verbunden sind. An die Ursachen geht man damit nicht. Wenn sich weiterhin so viele Syrer und Afghanen im Land aufhalten, dann werden auch viele Gewalttaten verübt - selbst wenn nur ein kleiner Teil der Afghanen und Syrer straffällig wird.

Fachleute weisen darauf hin, dass kulturell geprägte Gewaltbereitschaft sich nicht einfach auswächst. Der Blick nach Schweden zeigt, dass sie sich in der zweiten und dritten Generation verfestigt, wenn nicht sogar verschärft.

Deutschland hat zudem nicht die Kapazitäten, traumatisierte und entwurzelte Menschen therapeutisch in dem Umfang aufzufangen, wie das nötig wäre.

Kanzlerin Merkel hätte schon deshalb alles tun müssen, um die Grenzen frühzeitig zu schliessen und Asylbewerber abzuweisen. Der entsprechende Einsatzbefehl an die Bundespolizei lag vor.

Mehr als zehn Jahre später kämpft Deutschland mit den Folgen und wird es noch lange tun müssen. Erst wenn die Fehler von 2015 nicht nur nicht wiederholt, sondern rückgängig gemacht wurden, wird sich spürbar etwas ändern.


Quelle:


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© infos-sachsen / letzte Änderung: - 09.08.2025 - 18:17