Namenstag
Alfred, Bodo, Dietrich, Hadelog
Kalenderblatt
2018 - Die USA stellen ihre neue Nukleardoktrin vor. Sie wollen ihre Atomwaffen modernisieren und kleinere Bomben entwickeln. Die Strategie soll vor allem Russland abschrecken.
2012 - Potenziell lebensfreundliche "Super-Erde" in 22 Lichtjahren Entfernung entdeckt.
2007 - Der UN-Klimarat warnt vor einer beispiellosen Klimaerwärmung. Bis zum Jahr 2100 könnte es auf der Erde um bis zu 4°C wärmer werden.
1998 - Die kanadische Bombardier-Gruppe übernimmt den ostdeutschen Bahnhersteller Deutsche Waggonbau AG.
1987 - Der CIA-Direktor William Casey tritt aus Gesundheitsgründen zurück. Casey spielte eine Schlüsselrolle im Zusammenhang mit illegalen Waffengeschäften in der Iran-Contra-Affäre. Er stirbt im Mai 1987.
1970 - verstarb der britische Mathematiker, Historiker und Gesellschaftskritiker Kritiker und Nobelpreisträger Bertrand Russell. Russell, der sich zeitlebens gegen Kriege ausgesprochen hatte, unterstützte den Freihandel und den Antiimperialismus. Er wurde wegen seines Friedensaktivismus während des Ersten Weltkriegs inhaftiert. Bertrand Russell, der im Zweiten Weltkrieg Kampagnen gegen Adolf Hitler organisierte, machte die amerikanische Regierung für seine Haltung im Vietnamkrieg verantwortlich. Russell, der auch gegen die atomare Aufrüstung hatte in einer veröffentlichten Erklärung, die Haltung Israels gegenüber den Ländern des Nahen Ostens kritisiert. Bertrand Russell erhielt 1950 den Nobelpreis für Literatur für seine Schriften, in denen er die Menschenrechte und die Gedankenfreiheit verteidigte.
1945 - In Oranienburg findet der offizielle Erstflug der Horten H IX statt. Das Flugzeug ist als Nurflügel-Konstruktion seiner Zeit technisch-konzeptionell weit voraus, kommt aber in der letzten Kriegsphase nicht mehr zum Einsatz.
1943 - Die Einheiten der deutschen 6. Armee im Nordkessel kapitulieren in der Schlacht von Stalingrad. Insgesamt rund 108.000 Soldaten gehen in sowjetische Gefangenschaft.
1920 - Die Unabhängigkeit Estlands wird von Russland nach dem fast zwei Jahre dauernden estnischen Freiheitskrieg im Frieden von Dorpat anerkannt.
1918 - Der von Lenin geleitete Rat der Volkskommissare erlässt in Sowjetrussland ein Dekret Über die Trennung der Kirche vom Staat und der Schule von der Kirche.
1878 - Dresden: Gottfried Sempers "Neues Hoftheater" wird eingeweiht.
1732 - Preußens König Friedrich Wilhelm I. erlässt ein an die aus Salzburg vertriebenen Protestanten, die sogenannten Salzburger Exulanten, gerichtetes Einladungspatent.
1709 - Von der ansonsten unbewohnten Insel Más a Tierra im Juan-Fernández-Archipel wird der schottische Seemann Alexander Selkirk geborgen. Sein Schicksal liefert Stoff für Daniel Defoes Roman Robinson Crusoe.
1348 - Der Deutsche Orden setzt sich in der Schlacht an der Streva im Rahmen der Litauerkriege gegenüber einem doppelt so großen Heer des Großfürstentums Litauen durch.
1074 - Der Friede von Gerstungen sieht die Schleifung von Burgen am Harzrand vor. König Heinrich IV. gewinnt damit angesichts eines wesentlich größeren Sachsenheeres eine Verschnaufpause im Sachsenkrieg. Doch schon im Folgejahr greift er wieder zu den Waffen.
962 - Otto I., "der Große", wird in Rom zum ersten deutschen Kaiser gekrönt.
Das Fest der Darstellung des Herrn am 2. Februar
Am 2. Februar feiert die Kirche das Fest "Darstellung des Herrn", das vielerorts auch "Maria Lichtmess" genannt wird. Worauf geht das Fest zurück und was hat es mit den Lichtern und Weihnachten zu tun?
Jedes Jahr feiert die katholische Kirche am 2. Februar, also genau 40 Tage nach Weihnachten, das Fest der »Darstellung des Herrn«, welches volkstümlich auch »Maria Lichtmess« (auch Mariä Lichtmeß, früher Mariä Reinigung, Purificatio Mariae) genannt wird. Traditionell beschloss dieses Fest den weihnachtlichen Festkreis. Es war üblich, erst an diesem Tag die Krippe und den Weihnachtsbaum aus der Stube zu entfernen. Seit der Liturgiereform in der katholischen Kirche endet die Weihnachtszeit nun mit dem Fest »Taufe des Herrn« am ersten Sonntag nach dem 6. Januar.
Die Darstellung des Herrn: "Hanna und Simeon im Tempel" heißt das Rembrandt-Gemälde, in der die Prophetin (oben) und der alte Mann (rechts) in dem Jesuskind den Erlöser erkennen
Bild: © picture alliance/akg-images
Zu Maria Lichtmess wird an das jüdische Reinigungsritual gedacht, dem sich Maria einst unterziehen musste: So galt eine Frau im Alten Testament laut jüdischen Gesetzen vierzig Tage nach der Geburt eines Sohnes als unrein, 80 Tage nach der Geburt eines Mädchens, und musste aus diesem Grund im Tempel ein Reinigungsritual mit Opfergaben (wahlweise eine oder zwei Tauben oder in besonders schweren Fällen sogar ein Schaf) über sich ergehen lassen.
Deshalb ist Maria Lichtmess auch unter Mariä Reinigung bekannt. Zudem waren alle erstgeborenen Söhne (also auch Jesus) Gott als sein Eigentum vorbehalten, die erst mit einem Opfer ausgelöst werden mussten. So brachte man Jesus zum Priester in den Tempel und er wurde dort vor Gott »dargestellt«.
Seinen historischen Ursprung hatte Maria Lichtmess vermutlich in einer heidnischen Sühneprozession (Lupercalia), die alle fünf Jahre in Rom durchgeführt wurde und als christliche Reaktion auf diese heidnische Tradition eingeführt wurde. Außerdem lag auf jenem Tag auch das heidnische Imbolg-Fest, an dem man glaubte, dass die Sonne einen Sprung machen und die Tage von da an wieder länger würden. Aus diesem Grund stand die Kerzenweihe sowie die Lichterprozession im Mittelpunkt von Maria Lichtmess und das Fest erhielt auf diese Weise seinen Namen (von Lichtmesse).
Ende des 4. Jahrhunderts ist das Fest in Jerusalem erstmals bezeugt und ab dem 7. Jahrhundert gehörte in Rom eine Lichterprozession bereits zur Tradition an diesem Tag. Allerdings wurde Maria Lichtmess anfangs am 14. Februar, entsprechend 40 Tage nach dem früheren Termin des Weihnachtsfestes (6. Januar), gefeiert, wie es heute noch in der orthodoxen Kirche Brauch ist.
Jesus kommt also in seinen Tempel, sein Eigentum. Dort sollte er laut Gesetz Gott übergeben, also "dargestellt" werden, und durch ein Geldopfer wieder ausgelöst werden. Interessanterweise steht bei Lukas nicht explizit, dass Maria und Josef ihn auslösten. In der Ostkirche verstand man das Ereignis schon immer als Fest der Begegnung des Herrn, an dem der Messias in seinen Tempel kommt und symbolisch in Simeon und Hanna dem Gottesvolk des Alten Bundes begegnet.
Der alte Simeon wartet im Tempel auf die Erfüllung einer Offenbarung. Ihm wurde geweissagt, dass er nicht eher sterben werde, bis er den Messias, den Retter aller Menschen, gesehen hat. Als Maria ihm schließlich das Jesuskind in die Arme legt, stimmt Simeon ein Loblied an: "Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel." Aus diesem Bekenntnis wurde später das Nachtgebet "Nunc dimittis".
Bild: picture alliance / dpa | Matthias Schrader
An diesem Tag fanden nach seinen Angaben früher auch Lichterumzüge der Kinder statt. Festgebäck waren die Crepes, Pfannkuchen, die im Rheinland lautmalerisch an die französische Bezeichnung erinnern: Kreppchen hießen sie hier. Seit 1997 ist der 2. Februar in der katholischen Kirche auch der "Tag des geweihten Lebens". Papst Johannes Paul II. richtete ihn als Tag des Dankes und der Bitte für Menschen ein, die sich ganz Gott zur Verfügung stellen.
Die Handwerker hörten an dem Tag auf, bei Kunstlicht zu arbeiten und zur Feier des Tages gaben die Meister ihren Gesellen und Lehrlingen den Nachmittag frei.
An Lichtmess erhielten die Dienstboten den Jahreslohn in Geld und Naturalien; sie konnten sich bei ihrem Dienstherrn neu verpflichten oder den Arbeitgeber wechseln. Die Zeit bis Agatha (5. Februar) war eine Art von vertraglich gesichertem Nichtstun, das man die "Schlenklweil" nannte.
Zugleich begann um Lichtmess die Vorbereitung auf die neue Feldarbeit. Die Wetterregeln handeln von der Vorfreude auf das Frühjahr: "Wenn es an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit." Hoffnung auf den Frühling macht auch, dass die Tage nun deutlich länger hell bleiben. Eine anschauliche Regel beschreibt, wie die Tage nach der Wintersonnwende am 22. Dezember länger werden: "Weihnachten um ein' Mückenschritt, Silvester um ein' Hahnentritt, Dreikönig um ein' Hirschensprung und Lichtmess um ein' ganze Stund." Der Volksmund schlägt mitunter gar einen Bogen vom Martinstag am 11. November zu "Lichtmess": "Martin zünd' Licht an; Maria bläst's wieder aus."
An der "Darstellung des Herrn" wird noch einmal an Weihnachten erinnert. Das "Licht, das die Heiden erleuchtet", wie Simeon rief, ist durch den Gottessohn in die Welt gekommen. Zwar schließt bereits die "Taufe des Herrn" am Sonntag nach dem 6. Januar den Weihnachtsfestkreis, aber dieses Fest, wie auch die "Verkündigung des Herrn" am 25. März, klingen weihnachtlich an. Manche Pfarreien, Orden und Gläubige räumen ihre Krippen und Christbäume erst an diesem 2. Februar weg.
- Wenn zu Lichtmess die Sonne glost, gibt's im Februar viel Schnee und Frost.
- Wenn's an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit; ist es aber klar und hell, kommt der Lenz wohl nicht so schnell.
- Gibt's an Lichtmess Sonnenschein, wird's ein spätes Frühjahr sein.
- Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee.
- Scheint Lichtmesstag die Sonne klar, gibt's Spätfrost und ein furchtbar' Jahr.
- Lichtmess trüb ist dem Bauern lieb; ist's zu Lichtmess licht, geht der Winter nicht.
Quellen: katholisch.de / vivat.de / domradio
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