Willkommen in Sachsen, am 18.04.2026
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18. April
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Kalenderblatt

2023 - Bei einer Messerattacke in einem Fitnessstudio in Duisburg verletzt ein Syrer vier Menschen schwer. Der mutmaßliche Islamist soll bereits am 9. April in der Duisburger Altstadt einen Mann erstochen haben.


2014 - Beim bis dahin schwersten Unglück in der Geschichte des Alpinismus am Mount Everest sterben 16 nepalesische Bergsteiger. Eine Lawine erfasst die Sherpas oberhalb des Basislagers auf 5800 Metern Höhe.


2004 - In der EU tritt eine neue Regelung zur Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel in Kraft. Gekennzeichnet werden müssen alle Produkte, die gentechnisch veränderte Organismen enthalten oder aus ihnen hergestellt sind.


1996 - Libanon: Israels Armee beschießt bei einem Angriff gegen die Hisbollah einen UN-Posten / Über 100 Zivilisten werden getötet.


1980 - Robert Mugabe führt die britische Kolonie Südrhodesien in die Unabhängigkeit. Neuer Name: Simbabwe.


1955 - Auf Initiative von Gamal Abdel Nasser aus Ägypten, Jawaharlal Nehru aus Indien und Josip Broz Tito aus Jugoslawien treffen sich Abgesandte aus 23 asiatischen und 6 afri­kanischen Staaten, die zusammen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung stellen, im indo­nesischen Bandung zu einer Konferenz. Auf der Bandung-Konferenz wird von Politikern erst­mals der Begriff Dritte Welt in Abgrenzung zu den Politischen Blöcken der Ersten und Zweiten Welt gebraucht, und sie gilt daher als Initialzündung für die sechs Jahre später ge­gründete Bewegung der Blockfreien Staaten.


1947 - Britische Truppen zünden auf der Nordseeinsel Helgoland 6700 Tonnen Munition. Die Operation «Big Bang» gilt als die bis dahin größte Sprengung mit konventionellen Mitteln. Ziel war, wichtige Militäranlagen zu zerstören. Die Insel war zu dem Zeitpunkt unbewohnt.


1945 - Die Stadt Leipzig wird im Zweiten Weltkrieg von Einheiten der US-Armee ohne großen Widerstand besetzt. Sie schlagen ihr Hauptquartier im Hotel Fürstenhof auf.


1936 - Der 1934 als Sondergericht geschaf­fene NS-Volksgerichtshof wird durch ein Gesetz in ein ordentliches Gericht umge­wandelt. Das NS-Regime nutzt das Gericht zur Ausschaltung seiner politischen Gegner.


1912 - 705 Überlebende des Titanic-Unglücks erreichen mit der RMS Carpathia New York.


1906 - Ein Erdstoß der Stärke 8,3 erschüttert San Francisco, das Beben und die folgenden Brände verwüsten die Stadt. Nach verschie­denen Schätzungen werden zwischen 700 und 3000 Menschen getötet. Auf der San-Andreas-Verwerfung entsteht eine deutliche Bruchlinie.


1864 - Mit der Erstürmung der Düppeler Schanzen bei Sonderburg (heute Dänemark) in Schleswig erringen Truppen des Deutschen Bundes unter preußischem Kom­mando nach fast fünfwöchiger Belagerung den ent­schei­denden Sieg im Deutsch-Dänischen Krieg.


1521 - Der Reformator Martin Luther verteidigt auf dem Reichstag zu Worms seine Lehre. Er verweigert erneut den Widerruf seiner 95 Thesen.


Handwerker aus Sachsen-Anhalt verlangen Ende der Russland-Sanktionen
In einem Brief an Olaf Scholz fordert ein ostdeutscher Handwerksverband das Ende aller Russland-Sanktionen. "Die breite Mehrheit ist nicht gewillt, für die Ukraine ihren schwer erarbeiteten Lebensstandard zu opfern." Quelle: Spiegel vom 19.08.2022)

Wegen Preisexplosion: Vogtländer schicken Wut-Brief an Habeck:
Im Brief heißt es dazu: "Konkret haben wir den Eindruck, dass aus der emotionalen Empörung über den Angriffskrieg der Russischen Föderation auf die Ukraine politische Entscheidungen resultieren, deren Auswirkungen gravierende Folgen für die Bevölkerung in unserem Land haben werden (...)" Quelle: Tag24 vom 01.08.2022)

Bürgermeister sprechen sich für Nutzung von Nord Stream 2 aus. Quelle: Brief an die Bundesregierung (welt.de vom 28.07.2022)

Eine starke Wirtschaftsleistung ist die Grundlage für Deutschland, überhaupt reagieren zu können, egal in welcher Dimension. (...) Wir helfen der Ukraine nicht, wenn wir uns selbst schwächen. Genau das würde aber passieren bei einem sofortigen Energie-Stopp. Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius

"Ich möchte dazu ermutigen, auch zukünftig die Welt immer auch mit den Augen des Anderen zu sehen, also auch die manchmal unbequemen und gegensätzlichen Perspektiven des Gegenüber wahrzunehmen, sich für den Ausgleich der Interessen einzusetzen". Angela Merkel. Großer Zapfenstreich 02.12.2021

Alarmstufe Gas gilt

Erst im Mai 2022 billigte der Bundestag eine Änderung des Energiesicherheitsgesetzes (EnSiG), das den Energielieferanten erlaubt, im Fall einer ausgerufenen Alarmstufe die Preise direkt an die Verbraucher weiterzugeben.

Dabei ist es völlig egal, ob Kundinnen und Kunden eine Preisgarantie unterschrieben haben. Die Unternehmen können die Preise anheben - und Betroffene können nichts dagegen tun.

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Anderer Blick der Woche


Kriminalität Etwa jeder zweite Verdächtige ausländisch - die umkämpfte Wahrheit über Gewalt in Deutschland

Von

Philipp Woldin,

Ricarda Breyton

Stand: 12.04.2026 14:26 Uhr
Lesedauer: 4 Minuten

Syrer und Afghanen fallen besonders auf: Nicht-deutsche Verdächtige sind bei Gewaltdelikten deutlich überrepräsentiert. Das zeigen exklusive Zahlen, die WELT AM SONNTAG vorliegen. Was daraus folgen soll, ist politisch hochumstritten.

Polizisten sichern in Stuttgart einen Mordprozess ab
Quelle: picture alliance/dpa/Marijan Murat

Gewalt in Deutschland ist ein umkämpftes Debattenfeld. Die einen sehen ein Land, das aus dem Gleichgewicht gerät: Sie verweisen auf brutale Mordfälle im öffentlichen Raum, auf Schießereien - und warnen vor wachsender Unsicherheit im Alltag. Für sie gehört auch die gestiegene Zuwanderung der vergangenen Jahre zu dieser Entwicklung.

Die anderen halten dagegen: Sie sprechen von Dramatisierung und weisen solche Warnungen als rechtes Narrativ zurück. Das Land sei sicher, früher sei es gefährlicher gewesen - und selbst wenn, spiele Migration allenfalls eine Nebenrolle. Gewalt sei vor allem ein Männerproblem, unabhängig von der Nationalität.

Die Gewaltkriminalität ist laut Daten, die WELT AM SONNTAG bei den Bundesländern abgefragt hat, zwar im Vergleich zum Rekordjahr 2024 um rund zwei Prozent gesunken. Doch bei den Tatverdächtigen zeigt sich weiterhin eine deutliche Schieflage: Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit sind gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil von bundesweit rund 15 Prozent stark überrepräsentiert. In Bundesländern wie Bayern, Berlin oder Baden-Württemberg hat laut Umfrage von WELT AM SONNTAG etwa jeder zweite Tatverdächtige bei Gewaltdelikten keinen deutschen Pass.

Bevor sich diese Zahlen bewerten lassen, lohnt ein Blick auf ihre Grundlage: die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS). Sie ist der Arbeitsnachweis der Polizei - und hat bekannte Grenzen. Erfasst werden polizeiliche Ermittlungen, nicht rechtskräftige Urteile; ein Tatverdächtiger ist noch kein verurteilter Täter. Zudem fließen nur Fälle ein, die der Polizei bekannt werden. Große Bereiche wie Wirtschafts- und Finanzkriminalität bleiben weitgehend im Dunkeln. Dennoch bleibt die jährliche PKS - ergänzt um Dunkelfeldstudien - die wichtigste Annäherung an die Kriminalitätslage in Deutschland.

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Am Beispiel Bayern zeigen sich die Trends besonders deutlich: Die Gewaltkriminalität sinkt im Freistaat um 4,5 Prozent im Vergleich zu 2024 - gleichzeitig steigt der Anteil nicht-deutscher Tatverdächtiger weiter. Vor allem tatverdächtige Zuwanderer fallen dabei ins Gewicht - nach Definition des Bundeskriminalamts Asylbewerber, Schutzberechtigte, Geduldete oder Personen ohne Aufenthaltsrecht.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sprach bei der Vorstellung dieser Zahlen von einem "klaren Zusammenhang mit der hohen Zuwanderung der vergangenen Jahre". Es müsse gelten: "Wer kein Bleiberecht hat, wer Straftaten begeht oder unsere Werte ablehnt, muss unser Land verlassen."

Syrische Verdächtige laut BKA-Kennzahl 16-mal so stark "belastet"

Kriminologen verweisen zugleich auf strukturelle Faktoren: Zuwanderer sind im Schnitt jünger, häufiger männlich, stammen öfter aus einkommensschwächeren Verhältnissen und leben häufiger in prekären Wohnsituationen - alles Risikofaktoren für Kriminalität. Hinzu kommen bei vielen Erfahrungen von Gewalt in der Sozialisation sowie traumatische Erlebnisse auf der Flucht. Diese Faktoren erklären Unterschiede - sie entschuldigen sie nicht.

Eine Kennzahl des Bundeskriminalamts macht die Unterschiede greifbarer: die Tatverdächtigenbelastungszahl. Sie setzt die Zahl der Tatverdächtigen ab acht Jahren ins Verhältnis zur jeweiligen Bevölkerungsgruppe je 100.000 Einwohner - und erlaubt so einen differenzierteren Blick auf die Belastung einzelner Nationalitäten. Im Ergebnis zeigt sich ein deutlicher Abstand: Nicht-deutsche Tatverdächtige weisen in Bayern bei Gewaltdelikten eine rund vierfach höhere Belastung auf als deutsche.

Bei einzelnen Nationalitäten fällt die Differenz noch größer aus: Bei Syrern liegt sie etwa 16-mal höher, bei Afghanen 14-mal, bei Tatverdächtigen mit türkischer Staatsangehörigkeit rund viermal. Ähnliche Muster zeigen sich auch in den Statistiken etwa von Baden-Württemberg sowie den Stadtstaaten Hamburg und Berlin.

Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (CDU), sagte: "Die Migrationswende von Bundesinnenminister Dobrindt verzeichnet bereits klare Erfolge. Aber der nach wie vor überdurchschnittlich hohe Anteil nicht-deutscher Tatverdächtiger zeigt weiteren Handlungsbedarf." Die Abschiebung schwerer oder wiederholt straffälliger ausländischer Täter habe Priorität.

AfD-Innenpolitiker Sascha Lensing betont: "Der Anteil nicht-deutscher Tatverdächtiger ist kein Randphänomen, sondern ein zentraler Faktor - insbesondere bei Gewalt im öffentlichen Raum."

Die Linke-Innenexpertin Clara Bünger widerspricht: Es sei nicht "sinnvoll", darauf zu schauen, "ob die Tatverdächtigen einen sogenannten Migrationshintergrund haben". Der Eindruck, Gewalt und Kriminalität hätten etwas mit der Herkunft zu tun, sei "irreführend". Relevant seien dagegen Faktoren wie das Alter, das Geschlecht und prekäre Lebensverhältnisse. Irene Mihalic, parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, fordert, alle Ursachen von Gewalt "konsequent zu bekämpfen".

Die Ursachen für gewalttätiges Verhalten sind vielfältig - und greifen ineinander. Zwei Punkte bleiben entscheidend. Erstens: Niemand wird gewalttätig, nur weil er einen ausländischen Pass besitzt. Zweitens: Nicht-deutsche Tatverdächtige tragen maßgeblich zur konstant hohen Gewaltkriminalität bei - und zwar nicht nur Männer.

Das zeigt auch ein Blick auf die Tatverdächtigenbelastungszahl in Berlin: Weibliche Tatverdächtige aus Syrien (539) und Afghanistan (569) erreichen höhere Werte als deutsche männliche Tatverdächtige (387). Der pauschale Verweis auf ein reines "Männerproblem" greift damit zu kurz.


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