Parks & Gärten - Landkreis Görlitz
Herrnhuter Gärten


Unter dem Begriff „Herrnhuter Gärten“ vereinen sich drei unterschiedliche Anlagen: Der Herrnhuter Gottesacker (1730) ist als Begräbnisstelle der Herrnhuter Brüdergemeinde mit seinen geschnittenen Lindenalleen, liegenden Grabsteinen und weit sichtbaren Altan auf dem Hutberg. Der Herrschaftsgarten im barocken Stil erinnert an den Gründer des Ortes Herrnhut –Nikolaus Ludwig Reichsgraf von Zinzendorf. Der Garten des Heimatmuseums zeigt eine Interpretation barocker Hausgärten mit einem historischen Gartenhaus, als besonderes Kennzeichen der lokalen Gartenkultur.
Die Gründung der Stadt Herrnhut geht bis in das Jahr 1722 zurück. Zu diesem Zeitpunkt stellte der Reichsgraf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf mährischen Flüchtlingen sein Land zur Ansiedelung zur Verfügung und gründete gemeinsam mit ihnen den Ort. Fünf Jahre darauf wurde die Herrnhuter Brüdergemeine ins Leben gerufen. Bald ging von Herrnhut eine ausgedehnte Missionstätigkeit aus. Die Herrnhuter Brüdergemeine besitzt heute weltweit kirchliche und kulturgeschichtliche Bedeutung. Sie ist inzwischen in vier Kontinenten beheimatet.
Bis zum heutigen Tag werden die Mitglieder der Brüdergemeine nach dem Geschlecht getrennt bestattet. Man unterscheidet in Brüder- und Schwesternseite. Es fehlen jegliche Ehe- und Familiengräber. Ursprünglich erfolgte eine noch strengere Unterteilung in die einzelnen Chöre, die der zugewiesenen Sitzverteilung in der Kirche entsprach.

