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2013 - Die Bundeswehr verlässt nach fast zehn Jahren den Stützpunkt in Kundus (Afghanistan). Das Hauptquartier in Masar-i-Scharif bleibt.
2004 - Der Irak besaß entgegen der Behauptung amerikanischer Geheimdienste keine Massenvernichtungswaffen. Er hatte weder Lager mit chemischen und biologischen Kampfstoffen noch ein ernstzunehmendes Atomwaffenprogramm, heißt es in dem von dem US-Waffeninspekteur Charles Duelfer in Washington vorgelegten Bericht.
1999 - In Tschetschenien tritt nach dem Einmarsch russischer Truppen das Kriegsrecht in Kraft. Es wird zum «Heiligen Krieg» aufgerufen. Am Vorabend hatte Präsident Aslan Maschadow das Kriegsrecht verhängt.
1989 - Großer FDJ-Fackelumzug in Berlin am Vorabend des 40.Jahrestages der DDR.
1981 - Am Flughafen Frankfurt am Main räumt die Polizei das Hüttenlager der Gegner der Startbahn West.
1976 - Die sogenannte Viererbande, eine Gruppe aus dem linken Flügel der Kommunistischen Partei Chinas um die Mao-Witwe Jiang Qing, wird kurz nach dem Tod Mao Tsetungs verhaftet. Die Vier galten als Symbole der von Mao zehn Jahre zuvor begonnenen Kulturrevolution und ihren Ausschreitungen.
1973 - Mit einem Überfall ägyptischer und syrischer Truppenverbände auf israelisch besetzte Gebiete am jüdischen Feiertag Jom Kippur beginnt der sogenannte Jom-Kippur-Krieg.
1972 - Die DDR verkündet eine Amnestie für über 25.000 »politische und kriminelle Straftäter« und die Entlassung zahlreicher Häftlinge in die Bundesrepublik Deutschland. Das geschieht im Vorfeld des deutsch-deutschen Grundlagenvertrages.
1889 - Der deutsche Geograf Hans Meyer und Alpinist Ludwig Purtscheller aus Österreich besteigen als Erste den Gipfel des Kilimandscharo.
1187 - Jerusalem fällt wieder in die Hand der Araber. Es war am 15. Juli 1099 während des ersten Kreuzzuges von den Christen eingenommen worden war.
von Jana Rogozkina
Stand: 17. April 2021, 09:09 Uhr
Viele Dresdner erinnern sich gut an das Schnellrestaurant "Picknick" ("Dreckscher Löffel"). Jetzt soll hier ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Wir konnten noch einen Blick auf ein Stück DDR-Alltagskultur werfen.
Das Picknick war etwas Besonderes in Dresden. Was war neu?
Es war ein sogenanntes Durchlauf-System. Man hat sich am Eingang einen Bon geholt. Dann ist man durchgelaufen, hat sich genommen, was man wollte. Und hinten hat man bezahlt. Das hat eigentlich ganz gut funktioniert.
Wie wichtig war ihnen und ihren Mitstreitern der Bau?
Wir waren junge Leute, frisch von der Hochschule. Wir waren begeistert, dass wir als Anfänger so eine Aufgabe bekommen hatten. Das ist ein Stück Herzblut von uns gewesen. Es war ja Nachkriegszeit. Es wurde noch gehungert. Wir haben Dresden Stück für Stück wieder aufgebaut. Und dann nach der Wende kamen die Bagger und haben alles wieder abgerissen. Ich könnte meinen Enkeln nichts mehr zeigen von dem, was ich gemacht habe.
Im Volksmund hieß das Lokal "Dreckscher Löffel". Hat die Hygiene nicht gestimmt?
Ich denke nicht. Das war hygienisch einwandfrei hier. Das Geld zum Beispiel hat man erst ganz zum Schluss angefasst. Das war weit weg von den Speisen. Und es gab auch genug Räume für das Personal. Das war großzügig gestaltet, sogar mit Duschen. Das ist in modernen Gaststätten gar nicht mehr üblich.
Wie hat das Gebäude die Jahrzehnte überstanden? Ist es abrissreif?
Noch lange nicht. Sie sehen ja die Beton-Wende. Von der Machart würde das Haus noch Jahrzehnte halten. Aber es wird wirtschaftlich nicht mehr genutzt.
Warum, weiß ich auch nicht. Hier ist ja ein Platz mit viel Verkehr. Man hätte das schon weiter als Schnellrestaurant nutzen können.
Sie haben auch das HO-Restaurant Am Zwinger mitgeplant und das International. Warum solche Komplexe?
Wir mussten das damals so machen. Die Wirtschaft in der DDR war nicht in der Lage, das anders zu organisieren. Die HO hat die Waren dort zentral angeliefert. Und diese Gaststätten waren total gefragt. Da war immer Hochbetrieb. Aber nach der Wende hatte die Bevölkerung andere Wünsche. Da wurden diese Komplexe nicht mehr gebraucht.
Der "Drecksche Löffel", wie die Dresdner es nannten, war zu DDR-Zeiten einmal das modernste Schnellrestaurant der Stadt.
Das Picknick, wie es offiziell hieß, wurde 2021 abgerissen.
Bildrechte: Günther Gruner/MDR
Bildrechte: Günther Gruner/MDR
Das "Durchlaufsystem" war ganz neu.
Bildrechte: SLUB/Deutsche Fotothek
Bildrechte: SLUB/Deutsche Fotothek
Sie sind inzwischen verschwunden. Wären sie erhaltenswert gewesen?
Ich finde ja. Jede dieser Gaststätten war ein Juwel. Sicher hätte man sie noch verwenden können. Aber die neuen Besitzer hatten andere Gedanken. Und da wurde nicht gefragt, ob man das erhalten kann. Sondern es kam der Bagger und brachte das ganze Zeug weg. Und heute stehen hier Häuser, über deren Wert man sich sicher streiten kann.
Sind Sie traurig, dass Ihre Bauten so schnell wieder verschwunden sind?
Ein Bäcker, der Brötchen backt, weiß jeden Abend, dass die am nächsten Tag weg sind. Das ist sein Beruf, das stört ihn nicht. Aber ein Planer plant eigentlich für die Zukunft. Und wenn das zu Lebzeiten schon wieder verschwindet, da fragt man sich schon: Warum hab ich mir die Mühe gemacht? Aber immerhin habe ich meine Freude gehabt an der Arbeit. Und ich habe Bilder von vielen Gebäuden. Sie halten die Erinnerung wach.
Quelle: MDR UMSCHAU | Infos zur Sendung
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