Namenstag
Gordian, Juan
Kalenderblatt
Muttertag: - Der Muttertag wird am zweiten Sonntag im Mai gefeiert. Das Fest wurde 1907 von Anna Jarvis aus Philadelphia begründet. In Amerika geben Kirchen, Clubs und andere Organisationen Bankette für die Mütter, in Mitteleuropa sollen ihnen einmal alle Wünsche erfüllt werden.
2002 - Der ehemalige FBI-Agent Robert Hanssen wird in Alexandria (US-Bundesstaat Virginia) wegen langjähriger Spionage für Moskau zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Es ist einer der schwersten Spionagefälle in der Geschichte der USA.
1991 - Bei einem Besuch in Halle/Saale wird Bundeskanzler Helmut Kohl mit Tomaten, Eiern und Farbbeuteln beworfen.
1990 - Die Kultusminister der Länder einigen sich darauf, die Abschlusszeugnisse, die in der DDR zum Hochschulstudium berechtigten, in der Bundesrepublik anzuerkennen.
1984 - Die DDR beteiligt sich am Boykott der Olympischen Spiele in L.A.
1953 - Die Stadt Chemnitz in Sachsen wird auf Beschluss der DDR-Regierung in Karl-Marx-Stadt umbenannt.
1949 - Der Parlamentarische Rat einigt sich auf Bonn als vorläufige Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Von 62 gültigen Stimmen entfallen 33 auf Bonn und 29 auf Frankfurt am Main.
1941 - Rudolf Hess fliegt für Verhandlungen nach Großbritannien. Absprung über Schottland und Internierung.
1940 - Beginn des Westfeldzugs gegen Frankreich, Belgien und Luxemburg.
1933 - Die Nationalsozialisten lassen in Berlin und rund 20 weiteren deutschen Universitätsstädten öffentlich etwa 20.000 Bücher vor allem linksgerichteter und jüdischer Autoren verbrennen.
1871 - Im "Frankfurter Frieden" muss Frankreich Elsaß und Lothringen an Deutschland abgeben.
1774 - Ludwig XVI. wird nach dem Tod seines Großvaters Ludwig XV. König von Frankreich. Im Zuge der Französischen Revolution wird er 1792 abgesetzt und im Jahr darauf hingerichtet.
Der Muttertag geht übrigens vom 01.01. bis 31.12.
Ich finde, Sie sollten das wissen.
von Silvia Glas
Nach 21 Jahren Ehe hat sich meine Frau von mir gewünscht, dass ich nicht sie, sondern mal eine andere Frau zu einem Abendessen und ins Kino ausführe.
Sie sagte: "Ich weiß mit Gewissheit, dass diese Dame wahnsinnig gerne Zeit mit dir verbringen würde!"
Die besagte Dame war meine Mutter, die seit 19 Jahren verwitwet war und welche ich aufgrund meines Jobs und meiner drei Kinder leider nur noch selten besuchte.
Als ich sie anrief und fragte, ob sie mit mir Essen gehend und dann ins Kino wolle, fragte Sie zuerst: "Geht es dir gut?"
"Alles bestens", antwortete ich. "Ich wollte lediglich mal wieder etwas Zeit mit dir verbringen." Sie dachte kurz darüber nach und entgegnete dann: "Das fände ich sehr schön!"
Also holte ich Sie am Freitag nach der Arbeit ab. Sie hatte sich in Schale geworfen und trug ihr bestes Kleid, das sie zuletzt an ihrem Hochzeitstag trug. Außerdem hatte sie sich die Haare machen lassen. Wir gingen in ein nettes kleines und bescheidenes Restaurant und setzten uns.
Dann las ich ihr die Speisekarte vor, da sie inzwischen nur noch große Buchstaben erkennen konnte.
Sie musste lächeln: "Früher habe ich dir aus der Karte vorgelesen!"
"Dann ist es ja wohl jetzt für mich an der Zeit, dir den Gefallen zu erwidern!" sagte ich, ebenfalls mit einem Lächeln auf den Lippen.
Wir sprachen während des Essens über vieles und genossen unser Gespräch so sehr, dass wir die Zeit vergaßen und den Film verpassten. Aber das störte uns nicht besonders, da der Abend auch so schon ein voller Erfolg war.
"Und wie hat dir der Abend gefallen?" fragte ich sie. "Großartig! Das sollten wir demnächst unbedingt wiederholen! Aber dann lade ich dich ein, einverstanden?" "Sehr gerne! Ich freue mich schon darauf!"
Das waren die letzten Worte, die ich mit meiner Mutter wechseln konnte.
Denn nur wenige Tage später erlag sie einem Herzinfarkt.
Es geschah so plötzlich, dass ich nicht einmal mehr die Gelegenheit hatte, mich von ihr zu verabschieden.
Später an diesem Tag erhielt ich einen Umschlag mit einem Brief von ihr, sowie eine Rechnung des Restaurants, in welchem wir gegessen hatten: "Ich habe diese Rechnung bereits im Voraus bezahlt, da ich nicht sicher bin, ob ich unser nächstes Essen noch erleben werde. Bezahlt wurde jedoch für zwei Personen. Sollte ich also nicht kommen können, dann nimm bitte deine Frau mit.
Du wirst nie nachvollziehen können, wie viel mir dieser Abend bedeutet hat. Ich liebe dich, mein Sohn!"
Erst in dem Moment verstand ich, wie wichtig es ist, seinen Liebsten so oft wie möglich zu zeigen und zu sagen, dass man sie liebt. Denn nichts, und damit meine ich wirklich nichts, auf dieser Welt ist wichtiger als die Familie.
Die Amerikanerin Anna Jarvis wollte nach dem Tod ihrer Mutter, am 8. Mai 1905, erreichen, dass alle Mütter noch zu Lebzeiten geehrt werden. Und dafür setzte sie sich mit allen Mitteln ein. Die Bitte an ihren Pfarrer, eine Predigt über die Rolle der Mutter in der Gesellschaft zu halten, war nur der Anfang.
Es folgten Briefe an Geistliche, Politiker und andere einflussreiche Männer. Sie kaufte eine Werbeagentur und brachte ihre Botschaft unter die Menschen: "Schafft den Ehrentag der Mutter - setzt diesen Frauen ein unvergängliches Denkmal". Und tatsächlich wurde bereits 1907 der zweite Mai-Sonntag, der Todestag von Anna Jarvis' Mutter, offiziell zum Muttertag erklärt.
Angefangen hat alles schon viel früher. 250 Jahre vor Christus waren es römische und griechische Göttinnen, für die eine Art Muttertagsfest abgehalten wurde. In England, zu der Zeit Heinrich des Dritten (1216-1239) stand Mutter Kirche im Mittelpunkt der Feierlichkeiten des damaligen Mothering Day.
Etwa 200 Jahre später, im mittlealterlichen England wurde um 1644 der Mothering Day verfestigt: "Every Mid-Lent Sunday is a great day at Worcester, when all the children an grantchildren meet at the head and chief of the Family and have a feast" ("Jeder Mitfasten Sonntag ist ein Ehrentag in Worcester, wenn alle Kinder und Enkelkinder sich biem Familienoberhaupt versammeln und ein Fest feiern"). An diesem Sonntag (Lätare) besuchten alle Kinder ihre Mütter (go a-mothering), brachten kleine Geschenke mit und den selbst gebackenen mothering cake (oder simnel cake).
Nach der erfolgreichen Pioniersarbeit von Anna Jarvis setzte sich der Muttertag nach dem ersten Weltkrieg auch auf dem europäischen Festland durch. Seit 1917 gibt es den Muttertag in der Schweiz, danach wurde er eingeführt in Österreich und Skandinavien. Bei uns in Deutschland wurde er erstmals 1922 gefeiert. Zur Zeit des Nationalsozialismus bekam der Muttertag einen bitteren Beigeschmack: der Ideologie entsprechend wurden die Mütter als Garantin des Fortbestandes der arischen Rasse gefeiert.
Foto: privat
Eine rote Nelke für die noch lebende Mutter, eine weiße für die bereits Verstorbene: auch das hat Anna Jarvis eingeführt. "Lasst Blumen sprechen" hat sie aber wohl anders interpretiert, als die Geschäftemacher. Die Wirtschaft entdeckte den Wert des Muttertages. Teure Geschenke wie Parfüm, Dessous, Haushaltshelfer, Schmuck oder Kleidung haben kommerzialisiert, was einst so idealistisch durchgesetzt wurde.
Die Frau, die sich für die Mütter dieser Welt einsetzte, und selbst nie Mutter wurde, starb 1948 in einem Altenheim in Philadelphia. Kaum zu glauben, aber wahr: die Kosten für Pflege und Unterkunft in diesem Heim übernahmen diejenigen, die mit am meisten vom Muttertag profitieren: die Blumenhändler.
- Ann Marie Reeves Jarvis, Mutter von Anna Jarvis: sie gründete 1858 die "Mothers Days Works Clubs", um gegen die Kindersterblichkeit aufgrund der schlechten sanitären Anlagen anzukämpfen. 1865 installierte sie eine Bewegung der Mütter und Familien für den Frieden unter dem Namen "Mothers Friendship Day".
- Julia Ward Howe war Schöpferin des meist gesungenen Liedes des Bürgerkrieges: "Battle Hymne of the repulic". Sie startete 1870 eine "Mütter-Friedenstag-Initiative": es sollten nicht länger Männer und Söhne im Krieg getötet werden.
- Die Österreicherin Marianne Hainisch ( Mutter des damaligen Bundespräsidenten). Als Frauenrechtlerin hat sich es nach längerer Vorarbeit geschafft, 1927 via Rundfunkansprache den Muttertag zu proklamieren.
- 1644 Mothering Day in England
- 1907 wurde der Muttertag von Ann Jarvis erfunden
- 1908 zum ersten Mal in Amerika offiziell gefeiert: "General Memorial Day Of All Mothers"
- 1914 erklärte Präsident Woodrow Wilson den Muttertag zum öffentlichen Feiertag
- 1917 erster Muttertag in der Schweiz
- 1918 erster Muttertag in Norwegen
- 1919 erster Muttertag in Schweden
- 1922 erster Muttertag in Deutschland
- 1933 wurde der Muttertag in Deutschland zum offiziellen Feiertag erklärt
Quelle: eltern.de
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