Willkommen in Sachsen, am 03.07.2026
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03. Juli
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Kalenderblatt

2021 - In der EU tritt für mehr Umweltschutz ein Verbot von Wegwerfartikeln aus Plastik in Kraft. Dazu zählen etwa Trinkhalme, Einweggeschirr, Einmalbestecke und Getränkebecher aus Styropor. Die Vorschrift dazu stammt aus dem Jahr 2019.


2020 - Bundestag und Bundesrat stimmen dem schrittweisen Ausstieg aus der Kohle bis 2038 zu.


2019 - Urteil des Bundesgerichtshofs: Ärzte sind nicht verpflichtet, Patienten nach einem Suizidversuch zu retten.


2014 - Der Bundestag verabschiedet mit großer Mehrheit den Mindestlohn (zunächst 8,50 Euro).


2013 - Wegen verweigerter Überflugrechte bleibt das Flugzeug des bolivianischen Präsidenten Evo Morales in Österreich rund 13 Stunden am Boden. Es wird vermutet, der von den USA gesuchte Ex-CIA-Mitarbeiter Edward Snowden befinde sich an Bord.


2009 - Der Bundestag billigt die Gesetzespläne zur Errichtung sogenannter Bad Banks. Damit können die deutschen Banken ihre Bilanzen nun im großen Stil von Risikopapieren befreien.


2002 - Steve Fossett gelingt die Ein-Mann-Weltumrundung in einem Ballon.


1988 - Der amerikanische Kreuzer «Vincennes» schießt im Persischen Golf einen iranischen Airbus ab. Alle 290 Flugzeuginsassen kommen ums Leben.


1973 - Die 1. Konferenz über Sicherheit und Zusammen­arbeit in Europa (KSZE) beginnt in Helsinki.


1940 - Unter dem Decknamen Operation Catapult überfallen die Briten einen Teil der französischen Flotte in Mers-el-Kébir, um zu verhindern, dass die Schiffe in deutsche Hände geraten. 1147 Franzosen werden getötet.


1935 - Ferdinand Porsche stellt den ersten Prototypen des VW Käfers vor. Der Auftrag für den Bau eines »Volkswagens« kam vom Reichsverband der Deutschen Automobilindustrie.


1921 - Der Zeppelin LZ 120 Bodensee wird, wie von den Alliierten gefordert, als Reparation an Italien überführt.


1919 - Die Weimarer Nationalversammlung bestimmt die Farben der 1848er - Revolution, Schwarz-Rot-Gold, zu den Reichsfarben.


1905 - Die französische Abgeordnetenkammer verabschiedet das Gesetz über die Trennung von Staat und Kirche.


1897 - Im Wiener Prater nimmt das Riesen­rad seinen Betrieb auf.


1866 - Schlacht bei Königgrätz: Preußische Truppen schlagen Österreich und Sachsen. Durch den Sieg wird Preußen Führungsmacht in Deutschland.


Handwerker aus Sachsen-Anhalt verlangen Ende der Russland-Sanktionen
In einem Brief an Olaf Scholz fordert ein ostdeutscher Handwerksverband das Ende aller Russland-Sanktionen. "Die breite Mehrheit ist nicht gewillt, für die Ukraine ihren schwer erarbeiteten Lebensstandard zu opfern." Quelle: Spiegel vom 19.08.2022)

Wegen Preisexplosion: Vogtländer schicken Wut-Brief an Habeck:
Im Brief heißt es dazu: "Konkret haben wir den Eindruck, dass aus der emotionalen Empörung über den Angriffskrieg der Russischen Föderation auf die Ukraine politische Entscheidungen resultieren, deren Auswirkungen gravierende Folgen für die Bevölkerung in unserem Land haben werden (...)" Quelle: Tag24 vom 01.08.2022)

Bürgermeister sprechen sich für Nutzung von Nord Stream 2 aus. Quelle: Brief an die Bundesregierung (welt.de vom 28.07.2022)

Eine starke Wirtschaftsleistung ist die Grundlage für Deutschland, überhaupt reagieren zu können, egal in welcher Dimension. (...) Wir helfen der Ukraine nicht, wenn wir uns selbst schwächen. Genau das würde aber passieren bei einem sofortigen Energie-Stopp. Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius

"Ich möchte dazu ermutigen, auch zukünftig die Welt immer auch mit den Augen des Anderen zu sehen, also auch die manchmal unbequemen und gegensätzlichen Perspektiven des Gegenüber wahrzunehmen, sich für den Ausgleich der Interessen einzusetzen". Angela Merkel. Großer Zapfenstreich 02.12.2021

Alarmstufe Gas gilt

Erst im Mai 2022 billigte der Bundestag eine Änderung des Energiesicherheitsgesetzes (EnSiG), das den Energielieferanten erlaubt, im Fall einer ausgerufenen Alarmstufe die Preise direkt an die Verbraucher weiterzugeben.

Dabei ist es völlig egal, ob Kundinnen und Kunden eine Preisgarantie unterschrieben haben. Die Unternehmen können die Preise anheben - und Betroffene können nichts dagegen tun.

Zu den Artikeln aus Focus und Tagesspiegel

Anderer Blick der Woche


Tabelle zeigt Riesen-Unterschied zu Rentnern: Pensionär müsste man sein

Dirk Hoeren

20.01.2026 - 04:36 Uhr

Zwei-Klassen-Gesellschaft: Die Unterschiede zwischen der Höhe der Rente und der Höhe der Pensionen werden immer größer

Foto: picture-alliance / Andreas Gebert

Berlin - Die Pensionslawine über unsere Staatskasse kommt immer schneller in Fahrt: Die Zahl der Beamten-Pensionäre legt weiter zu und ihre Bezüge steigen deutlich. Im vergangenen Jahr zahlten Bund, Länder und Kommunen fast 66 Milliarden Euro nur für die Altersversorgung der Staatsdiener und ihrer Hinterbliebenen. Inzwischen leben 1,42 Millionen Pensionäre (+0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und 382.100 ihrer Hinterbliebenen (+0,5 Prozent) von der staatlichen Altersversorgung.

Laut Statistischem Bundesamt bezogen die Pensionäre vergangenes Jahr im Schnitt 3604 Euro im Monat und frühere Beamtinnen 3051 Euro. Das sind 5,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Altersrente lag 2024 bei 1405 Euro (Frauen 1271 Euro). Sie betrug also nur etwa 39 Prozent (Frauen: 41,7 Prozent) der Beamtenpension.

Warum sind die Pensionen im Vergleich zu den Renten so hoch?

Die Staatsdiener profitieren vor allem davon, dass sich ihr Ruhegeld vom letzten Gehalt ableitet. Im Gegensatz dazu wird die Rente auf Basis des im gesamten Arbeitsleben bezogenen Lohns berechnet. So wirken sich bei Rentnern Zeiten der Ausbildung, Arbeitslosigkeit oder Niedriglohn-Phasen direkt auf die Rente aus. Beamte bekommen für jedes Jahr Arbeit knapp 1,8 Prozent des letzten Gehaltes als Pension. Nach 40 Jahren gibt es die Höchstpension von 71,75 Prozent.

Tabelle zeigt Unterschiede zu Rentnern

Für ein Jahr Arbeit bei dem Gehalt gibt es im Alter:
Besoldungs-
gruppe
Amtsbezeichnung Gehalt* Pensionsanspruch.** Rentenanspruch
eines Arbeitnehmers
A4 Betriebsmeister3157,7656,08 29,76
A5 Oberamtsmeister3259,4657,89 30,71
A6 Sekretär3416,1160,67 32,19
A7 Polizeimeister 3684,1065,43 34,72
A8 Oberbrandmeister3982,3270,73 37,53
A9 Kriminalkommisar4283,3076,0740,36
A10Oberinspektor4774,5384,8044,99
A11Amtmann5299,7294,1249,94
A12Polizeihauptkommissar5814,97103,2754,80
A13Oberamtsrat6427,89114,16 60,57
A14Konsul Erster Klasse6972,92123,8465,71
A15Museumsdirektor7846,32139,35 73,94
A16Botschafter8716,97154,81 79,63
B1 Direktor7846,32139,3573,94
B2Abteilungsdirektor 9080,76161,27 79,63
B3 Oberst 9603,10170,55 79,63
B4 Direktor10.149,51 180,25 79,63
B5 Bundesbankdirektor 10.776,64 191,39 79,63
B6 Generalkonsul11.372,63201,98 79,63
B7 Generalmajor11.947,35 212,18 79,63
B8 Präsident Statistisches Bundesamt12.548,95222,8779,63
B9 Ministerialdirektor13.294,99236,12 79,63
B10Admiral15.612,33277,2779,63
B11Staatssekretär 16.084,36285,6679,63
*Bundesbeamte, Grundgehalt letzte Erfahrungsstufe ohne Zulagen. ** Nur auf das Grundgehalt

So erhält z. B. ein Polizeimeister des Bundes in der höchsten Erfahrungsstufe nur auf sein Grundgehalt für ein Jahr Arbeit einen Pensionsanspruch von 65,43 Euro im Monat (siehe Tabelle). Nach 40 Jahren Arbeit wären es also 2617 Euro. Ein Arbeitnehmer mit gleichem Gehalt käme dagegen nur auf 34,72 Euro Monatsrente für ein Jahr Arbeit und nach 45 Arbeitsjahren auf 1562 Euro.

Zudem gibt es für Beamte keine Grenzen nach oben: Für ein Jahr Arbeit erhält ein Staatssekretär mit einem Grundgehalt von derzeit 16.084 Euro rechnerisch 285,66 Euro Monatspension. Wenn er 40 Jahre im Beamtenjob absolviert hat, gibt es also 11.426 Euro. Ein Rentner mit gleichem Gehalt käme aber nur auf eine Höchstrente von knapp 3600 Euro. Dafür hätte er aber 45 Jahre immer über der Beitragsbemessungsgrenze verdienen müssen.


Quelle:


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