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Kalenderblatt
22. Januar: - Am Tag des heiligen Vinzenz bitten die Winzer um Segen für das Wachstum der Reben.
2025 - In einem Aschaffenburger Park ersticht ein abgelehnter Asylbewerber aus Afghanistan unvermittelt einen kleinen Jungen und einen Mann. Im laufenden Bundestagswahlkampf entsteht eine heftige Debatte über die Asylpolitik. Der Täter wird nach einem Prozess im Oktober schuldunfähig in die Psychiatrie eingewiesen.
2021 - Das UN-Atomwaffenverbot vom Juli 2017 tritt in Kraft. Der Vertrag verbietet Produktion, Besitz und Stationierung solcher Waffen. Die Atommächte, die Nato und somit auch Deutschland lehnen ihn ab. Die Bundesregierung setzt auf den Atomwaffensperrvertrag von 1970.
2015 - Die EZB beschließt den umstrittenen Kauf von Staatsanleihen im Wert von monatlich 60 Mrd. Euro.
2003 - US-Verteidigungsminister Rumsfeld spricht in Terrordebatte von "Das alte Europa" - später "Wort des Jahres" in Deutschland.
2002 - Das deutsche Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erlässt die Telekommunikations-Überwachungsverordnung, mit der die Abhörung von Telekommunikationsanlagen in Deutschland geregelt wird. Sie löst die Fernmeldeverkehr-Überwachungs-Verordnung von 1994 ab.
1991 - Irakische Bomber beginnen im Golfkrieg damit, 727 kuwaitische Ölquellen in Brand zu setzen und zu zerstören. Erst im November wird der letzte Brand gelöscht.
1962 - Auf Druck der USA schließt die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) Kuba von der Teilnahme an ihren weiteren Aktivitäten aus.
1905 - Nachdem die Soldaten des Zarenreichs auf die Arbeiter, die im Winterpalast einen Antrag abgeben wollten, das Feuer eröffneten und dabei 500 Personen töteten, begann der Aufstand. Dieses Ereignis ging in die Geschichte als der "Blutige Sonntag" ein. Es wird auch als der erste Anstoß für die Sowjetrevolution bezeichnet. Im Nachhinein wurde dieser Vorfall als die "Revolution von 1905" genannt.
1863 - In Polen bricht ein Aufstand gegen die russische Herrschaft aus.
1506 - Der Einzug von 150 Schweizern unter ihrem Hauptmann Kaspar von Silenen in Rom gilt als Geburtsstunde der Päpstlichen Schweizergarde.
1349 - Die etwa 400 Mitglieder umfassende jüdische Gemeinde in Speyer wird durch ein Pogrom bei den Judenverfolgungen zur Zeit des Schwarzen Todes vernichtet.
Nicole Bastian
Frank Specht
15.02.2025 - 19:18 Uhr
Foto: Javad Parsa/NTB/dpa
München. Der Beifall will nicht enden, als Wolodymyr Selenskyj am Samstag die Hauptbühne der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) betritt. Als "sehr mutigen Anführer seines Landes" hat ihn Konferenz-Chairman Christoph Heusgen zuvor eingeführt. Selenski genießt den Applaus.
Er weiß, dass die Sicherheitskonferenz für ihn ein Heimspiel ist. In den drei Jahren der großflächigen Invasion Russlands in seinem Land hat er hier immer wieder unter Beifall um mehr Waffen gekämpft, mit Teilerfolg. Doch in diesem Jahr nützt ihm die Sympathie vieler Teilnehmer wenig.
Ja, die meisten europäischen Minister applaudieren, aber für Selenskyj gilt es, die neue US-Regierung unter Donald Trump zu überzeugen. Ohne die massive militärische Unterstützung, die die USA unter Trumps Vorgänger Joe Biden geleistet haben, hätte die Ukraine den Krieg wahrscheinlich schon verloren.
Präsident Trump will, dass der Krieg möglichst rasch endet. In einem Telefonat mit Kremlchef Wladimir Putin hat er eine zentrale Verhandlungsmasse vom Tisch genommen, unter welchen Bedingungen Friedensgespräche überhaupt beginnen. Wenn es nach Trump geht, soll die Ukraine auf eine Nato-Mitgliedschaft verzichten, auch wenn die Allianz dem Land eine Beitrittsperspektive eröffnet hat. Auch sollen die Europäer allein einen möglichen Frieden absichern.
Russland scheine derzeit das mächtigste Nato-Mitglied zu sein, wenn es bestimmen könne, wer künftig Mitglied werde, ätzt Selenskyj auf der Bühne - und man hört seine Enttäuschung heraus. Er sei noch nicht bereit, die ukrainische Forderung einer Nato-Mitgliedschaft zu diesem Zeitpunkt voll vom Tisch zu nehmen. Doch was hilft das, wenn die Amerikaner es schon einmal getan haben?
Bei diesem fast verzweifelten Ausführungen wirkt Selenskyj wie ein sehr einsamer Anführer seines Landes.
Denn dass die USA und Russland den Krieg zu ihren Bedingungen und über die Köpfe der Ukrainerinnen und Ukrainer hinweg beenden könnten, ist eine reale Gefahr. Auch wenn europäische Staats- und Regierungschefs wie Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in München ebenso wie Selenskyj stets betonen, dass nichts über die Ukraine ohne die Ukraine entschieden werden dürfe.
Er sei "nicht glücklich" darüber gewesen, dass Trump zunächst mit Putin telefoniert habe und erst danach mit ihm, sagt Selenskyj. Aber auch nach der Begegnung mit US-Vizepräsident J.D. Vance am Freitag in München sei seine Arbeit noch nicht beendet, sagt der ukrainische Präsident. Er werde weiter versuchen, die Administration in Washington davon zu überzeugen, dass ein dauerhafter Frieden in der Ukraine auch für die USA zentral sei.
Zugleich plädiert er mit großer Leidenschaft in der Stimme für eine gemeinsame europäische Armee. Die Zeit sei jetzt gekommen.
Auch Selenskyj will den Krieg in diesem Jahr beenden, aber nur, wenn auch die Kiewer Regierung mit am Verhandlungstisch sitzt. Dazu ist er bereit, den USA entgegenzukommen - etwa beim Zugang zu Seltenen Erden. Die Verhandlungen über einen solchen Deal liefen.
Doch Selenski steht enorm unter Druck - bei den Friedensverhandlungen und bei seiner politischen Zukunft. Die USA würden den Krieg in der Ukraine nicht auf ewig finanzieren, warnt Trumps Sonderbeauftragter für die Ukraine und Russland, Keith Kellogg. Es müssten jetzt umfassende Pläne erarbeitet werden, wie man den "hässlichen" Krieg schnell zu einem Ende bringen könne. Und seine Aussage, Putin müsse bei einem Abkommen wohl "einige territoriale Zugeständnisse" machen, hießt auch, die Ukraine wohl auch.
Kellogg, der in den kommenden Tagen nach Kiew reisen wird, gehört zu denen, die den Druck auf Selenskyj erhöhen, sich in diesem Jahr Wahlen zu stellen. Fast sechs Jahre ist der 47 Jahre alte ehemalige Schauspieler jetzt bereits Präsident der Ukraine. Neuwahlen sind durch das Kriegsrecht derzeit ausgesetzt - sehr zum Missfallen der Regierung von US-Präsident Trump. Wahlen seien das "Zeichen einer gesunden Demokratie" - selbst in Kriegszeiten, drängt Kellogg.
Selenskyj selbst weist die Rufe nach Neuwahlen in seinem Land zurück. Sie würden die Ukraine spalten und nicht einen, und Einigkeit sei jetzt zentral für das Land. Im Oktober vergangenen Jahres überwog bei einer Umfrage die Unterstützung des Präsidenten mit 69 Prozent, aber sie sinkt. Und die Kritik wird auch im Inland lauter.
Quelle: Handelsblatt
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© infos-sachsen / letzte Änderung: - 09.08.2025 - 18:17
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