Namenstag
Agnes, Meinrad,
Kalenderblatt
21. Januar: - Am Tag der heiligen Agnes, einer Römerin, die um die Mitte des 3. Jh. den Märtyrertod starb, segnet der Papst die Agneslämmer. Agnes ist die Patronin der jungen Mädchen und der Verlobten.
2019 - Ein als »Blutmond« bezeichnetes Himmelsphänomen zeigt sich in weiten Teilen Deutschlands. Der Vollmond schimmert während einer totalen Mondfinsternis rötlich. Das nächste Himmelsspektakel einer totalen Mondfinsternis gibt es erst an Silvester 2028.
2012 - Laura Dekker (16) beendet in der Karibik als jüngste Weltumseglerin die 27.000-Seemeilen-Tour.
2008 - Rezessionsängste lösen tiefe Erschütterungen an den internationalen Aktienmärkten aus. An den Börsen in Europa und Asien verbreitet sich Panikstimmung. Der Dax stürzt um gut 7 Prozent auf 6790 Punkte.
1996 - Palästina ist im Nahen Osten eine geographische Region, die die ganzen Territorien von Israel, den Gazastreifen sowie das Westjordanland miteinbezieht. Unter der PLO kämpften die Palästinenser Jahrzehnte für ihre Unabhängigkeit. Sie erklärten diese am 15. November 1988. Der palästinensische Staat wurde von mehr als hundert Ländern anerkannt. Am 21.01.1996 fanden in Palästina die ersten Präsidentschaftswahlen statt. Jassir Arafat wurde erstmals für dieses Amt gewählt.
1990 - Der frühere DDR-Staats- und Parteichef Egon Krenz wird aus der SED-PDS ausgeschlossen.
1968 - Ein US-Bomber stürzt ab und verliert nahe Grönland vier Wasserstoffbomben. Radioaktivität wird freigesetzt.
1954 - Das erste Atom-U-Boot der Amerikaner lief in Connecticut vom Stapel.
1793 - Der König von Frankreich, Lous 16. ist hingerichtet worden. Dem einzigen zur Tode verurteilten König wurde Landesverrat zur Last gelegt.
1522 - Die größte Insel in der Ägäis Rhodos ist von den Osmanen erobert worden. Die Insel war 400 Jahre lang unter der Kontrolle des osmanischen Imperiums.
Nicole Bastian
Frank Specht
15.02.2025 - 19:18 Uhr
Foto: Javad Parsa/NTB/dpa
München. Der Beifall will nicht enden, als Wolodymyr Selenskyj am Samstag die Hauptbühne der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) betritt. Als "sehr mutigen Anführer seines Landes" hat ihn Konferenz-Chairman Christoph Heusgen zuvor eingeführt. Selenski genießt den Applaus.
Er weiß, dass die Sicherheitskonferenz für ihn ein Heimspiel ist. In den drei Jahren der großflächigen Invasion Russlands in seinem Land hat er hier immer wieder unter Beifall um mehr Waffen gekämpft, mit Teilerfolg. Doch in diesem Jahr nützt ihm die Sympathie vieler Teilnehmer wenig.
Ja, die meisten europäischen Minister applaudieren, aber für Selenskyj gilt es, die neue US-Regierung unter Donald Trump zu überzeugen. Ohne die massive militärische Unterstützung, die die USA unter Trumps Vorgänger Joe Biden geleistet haben, hätte die Ukraine den Krieg wahrscheinlich schon verloren.
Präsident Trump will, dass der Krieg möglichst rasch endet. In einem Telefonat mit Kremlchef Wladimir Putin hat er eine zentrale Verhandlungsmasse vom Tisch genommen, unter welchen Bedingungen Friedensgespräche überhaupt beginnen. Wenn es nach Trump geht, soll die Ukraine auf eine Nato-Mitgliedschaft verzichten, auch wenn die Allianz dem Land eine Beitrittsperspektive eröffnet hat. Auch sollen die Europäer allein einen möglichen Frieden absichern.
Russland scheine derzeit das mächtigste Nato-Mitglied zu sein, wenn es bestimmen könne, wer künftig Mitglied werde, ätzt Selenskyj auf der Bühne - und man hört seine Enttäuschung heraus. Er sei noch nicht bereit, die ukrainische Forderung einer Nato-Mitgliedschaft zu diesem Zeitpunkt voll vom Tisch zu nehmen. Doch was hilft das, wenn die Amerikaner es schon einmal getan haben?
Bei diesem fast verzweifelten Ausführungen wirkt Selenskyj wie ein sehr einsamer Anführer seines Landes.
Denn dass die USA und Russland den Krieg zu ihren Bedingungen und über die Köpfe der Ukrainerinnen und Ukrainer hinweg beenden könnten, ist eine reale Gefahr. Auch wenn europäische Staats- und Regierungschefs wie Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in München ebenso wie Selenskyj stets betonen, dass nichts über die Ukraine ohne die Ukraine entschieden werden dürfe.
Er sei "nicht glücklich" darüber gewesen, dass Trump zunächst mit Putin telefoniert habe und erst danach mit ihm, sagt Selenskyj. Aber auch nach der Begegnung mit US-Vizepräsident J.D. Vance am Freitag in München sei seine Arbeit noch nicht beendet, sagt der ukrainische Präsident. Er werde weiter versuchen, die Administration in Washington davon zu überzeugen, dass ein dauerhafter Frieden in der Ukraine auch für die USA zentral sei.
Zugleich plädiert er mit großer Leidenschaft in der Stimme für eine gemeinsame europäische Armee. Die Zeit sei jetzt gekommen.
Auch Selenskyj will den Krieg in diesem Jahr beenden, aber nur, wenn auch die Kiewer Regierung mit am Verhandlungstisch sitzt. Dazu ist er bereit, den USA entgegenzukommen - etwa beim Zugang zu Seltenen Erden. Die Verhandlungen über einen solchen Deal liefen.
Doch Selenski steht enorm unter Druck - bei den Friedensverhandlungen und bei seiner politischen Zukunft. Die USA würden den Krieg in der Ukraine nicht auf ewig finanzieren, warnt Trumps Sonderbeauftragter für die Ukraine und Russland, Keith Kellogg. Es müssten jetzt umfassende Pläne erarbeitet werden, wie man den "hässlichen" Krieg schnell zu einem Ende bringen könne. Und seine Aussage, Putin müsse bei einem Abkommen wohl "einige territoriale Zugeständnisse" machen, hießt auch, die Ukraine wohl auch.
Kellogg, der in den kommenden Tagen nach Kiew reisen wird, gehört zu denen, die den Druck auf Selenskyj erhöhen, sich in diesem Jahr Wahlen zu stellen. Fast sechs Jahre ist der 47 Jahre alte ehemalige Schauspieler jetzt bereits Präsident der Ukraine. Neuwahlen sind durch das Kriegsrecht derzeit ausgesetzt - sehr zum Missfallen der Regierung von US-Präsident Trump. Wahlen seien das "Zeichen einer gesunden Demokratie" - selbst in Kriegszeiten, drängt Kellogg.
Selenskyj selbst weist die Rufe nach Neuwahlen in seinem Land zurück. Sie würden die Ukraine spalten und nicht einen, und Einigkeit sei jetzt zentral für das Land. Im Oktober vergangenen Jahres überwog bei einer Umfrage die Unterstützung des Präsidenten mit 69 Prozent, aber sie sinkt. Und die Kritik wird auch im Inland lauter.
Quelle: Handelsblatt
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