Namenstag
Benedikt, Eulalia, Gregor, Ludan,
Kalenderblatt
2016 - Papst Franziskus trifft in Kubas Hauptstadt Havanna den russisch-orthodoxen Patriarchen Kirill. Es ist die erste Begegnung der Kirchenoberhäupter seit der Kirchenspaltung im 11. Jahrhundert.
2015 - Die Präsidenten der Ukraine, Frankreichs und Russlands sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel vereinbaren in der weißrussischen Hauptstadt Minsk einen Fahrplan zur Befriedung des Konflikts in der Ostukraine (»Minsk II«).
1947 - Die erste Ausgabe der Zeitung der Freien Deutschen Jugend (FDJ), "Junge Welt", erscheint.
1946 - Mit der Versenkung des U-Bootes U 3514 endet die seit dem 27. November laufende Operation Deadlight zur Zerstörung aller funktionsfähigen deutschen U-Boote durch die britische Royal Navy und die polnische Marine.
1941 - Der erste Patient wird mit dem von Alexander Fleming entdeckten Antibiotikum "Penicillin" behandelt.
1914 - Der amerikanische Automobilhersteller Henry Ford führt in seinen Werken den Achtstundentag für männliche Fabrikarbeiter ein und setzt einen Tageslohn von fünf Dollar fest. Ab Oktober 1916 gilt diese Regelung auch für Arbeiterinnen.
1899 - Deutschland kauft die pazifischen Marianen-, Karolinen- und Palau-Inseln von Spanien.
1825 - Einige Häuptlinge der Muskogee-Indianer unterschreiben einen Vertrag, in dem sie den größten Teil der Stammesgebiete in Georgia aufgeben. Der Vertrag wird zwar ein Jahr später von US-Präsident John Quincy Adams annulliert, doch der Gouverneur von Georgia ignoriert die Annullierung und beginnt mit der Vertreibung der Indianer.
1818 - Chile wird von Spanien unabhängig
1339 - In der Republik Venedig verbietet der Rat der Zehn das Tragen von Masken, auch in der Karnevalszeit.
Zum Altweiberfasching und Bräuchen.
Dieser Tag gehört den Damen. Denn der Karneval beginnt mit der Weiberfastnacht, Weiberfasching, Altweiber oder Schmotziger Dunschtig – der Tag hat viele Namen. Im Rheinland, wo der Karneval besonders gerne gefeiert wird, markiert die Weiberfastnacht den Wechsel vom Sitzungskarneval zum Straßenkarneval. Der Tag läutet also die großen Feierlichkeiten ein.
Im Rheinland gilt die Weiberfastnacht als Tag, an dem vom Sitzungskarneval auf den Straßenkarneval gewechselt wird. Es gibt an diesem Tag keine Umzüge, aber es ist durchaus üblich, dass man sich kostümiert und auf der Straße oder in Kneipen und Bars feiert.
Traditionell gilt die Weiberfastnacht als Tag, an dem die Frauen die Macht bekommen. Das hieß früher, dass die Frauen den Haushalt und die Kinder ihren Männer überließen und feiern gingen. Heutzutage entspricht das nicht mehr der Lebensrealität vieler Menschen – doch gibt es einen Brauch, der die alte Tradition widerspiegelt. Am Altweiber ist es nämlich üblich, dass Frauen den Männern die Krawatte abschneiden. Dabei ist es durchaus normal, dass Frauen ihren Kollegen oder Vorgesetzten die Krawatte durchtrennen. Aber Vorsicht, nicht alle Männer finden das Abschneiden der Krawatte lustig. Juristisch betrachtet ist es eine Sachbeschädigung. Eigentlich müssten die Frauen nachfragen, ob sie die Krawatte abschneiden dürfen.
Im schwäbisch-alemannischen Fasching wird die Weiberfastnacht Schmotziger Dunschtig oder Schmotziger Donnerstag genannt. Häufig wird der Tag auch einfach nur „Schmotziger“ genannt. Der Name erinnert daran, dass dies traditionell der letzte Tag vor der Fastenzeit war, an dem man seine Tiere schlachten konnte. Außerdem ist es der Tag, an dem gebacken wurde, um vor dem Fasten noch einmal Fettiges und Süßes zu sich zu nehmen. Traditionell wird daher in Süddeutschland an diesem Tag Süßes gegessen: Berliner, Fasnachtsküchle oder Nonnenfürzle werden beispielsweise gegessen.
Im Gegensatz zur Weiberfastnacht gibt es am Schmotzigen Donnerstag durchaus Umzüge. In vielen Gemeinden gibt es auch den Rathaussturm, bei dem die Bürgermeister „gezwungen“ werden, den Schlüssel zum Rathaus an die Narren zu übergeben. In einigen Gemeinden, wie Konstanz, werden die Bewohner der Stadt am Schmotzigen Dunschtig mit Trommeln von den Narren geweckt, um die Fasnet einzuläuten.
Quelle: swp.de
Vor allem im Rheinland gilt Weiberfastnacht als inoffizieller Feiertag, an dem besondere Bräuche stattfinden und die Menschen kostümiert in Straßen und Kneipen feiern. In Ortschaften, wo die schwäbisch-alemannische Fastnacht gefeiert wird, ist der Donnerstag vor Aschermittwoch meist als „Schmotziger Donnerstag” bekannt.
Die Ursprünge der Weiberfastnacht sind eng mit der Geschichte des Karnevals verbunden, welcher wiederum auf die christliche Fastenzeit vor Ostern zurückgeht. Im Mittelalter wurden die Tage vor Aschermittwoch genutzt, um noch einmal nach Herzenslust all die Dinge zu tun, die während der vierzigtägigen Enthaltsamkeit verboten waren.
Viele Regeln und Sitten wurden in dieser Zeit außer Kraft gesetzt und es wurde noch einmal ausgelassen gefeiert, gegessen und getrunken. Auch der Status der Frau wurde für einen bestimmten Zeitraum „auf den Kopf gestellt” – vielerorts wurden sie deshalb symbolisch an die Macht gelassen. Häufig wird das Jahr 1824 als Beginn der modernen Weiberfastnacht angesehen. Im Bonner Stadtteil Beuel schlossen sich die örtlichen Wäscherinnen zum „Alten Damenkomitee von 1824” zusammen, um am damals noch den Männern vorbehaltenen Karneval teilzunehmen. Die Tradition des „Rathaussturms” ist bis heute das bekannteste Erbe des Damenkomitees.
So wie bei allen Tagen der Karnevals-, Faschings- oder Fastnachtswoche handelt es sich auch bei der Weiberfastnacht nicht um einen gesetzlichen Feiertag. Trotzdem ist es üblich, dass Arbeitgeber ihren Angestellten an diesem Tag freigeben oder nur halbtags gearbeitet wird. Außerdem haben viele Geschäfte ab Mittag.
Wie bei vielen Begriffen rund um Karneval, Fastnacht und Fasching haben sich auch um den Donnerstag vor Aschermittwoch zahlreiche regionale und mundartliche Abwandlungen entwickelt. Hier ein Überblick über die geläufigsten Begriffe und wo sie vorzugsweise benutzt werden:
- Weiberfastnacht: Vor allem im Rheinland sowie in der Mitte Deutschlands bis zum Main sowie in Teilen Frankens geläufig.
- Altweiberfastnacht: Wird vor allem in der Pfalz benutzt. Im nördlichen Rheinland und im Münsterland hört man auch nur „Altweiber”.
- Altweiberfasching: Überall dort, wo statt Fastnacht Fasching gesagt wird: also in weiten Teilen Bayerns, Sachsens und Österreichs.
- Schmotziger Donnerstag: Vor allem in Baden-Württemberg, im Westen Österreichs sowie in Liechtenstein und der Schweiz.
- Fetter Donnerstag: Meist im Saarland, in der Eifel, rund um Trier und in Ostbelgien zu hören.
- Fettdonnerstag: vor allem in Aachen geläufig.
- Unsinniger Donnerstag: Vor allem in Bayern, Tirol und Südtirol. In Bayern auch “Lumpiger Donnerstag”.
Weitere regionale Varianten im alemannischen Sprachraum sind: „Schmutziger Donnerstag”, „Dicker Donnerstag”, „Gompiger Donnerstag” oder „Schwerdonnerstag”. Darüber hinaus gibt es für nahezu jeden Begriff mehrere mundartliche Abwandlungen.
Zu den bekanntesten Bräuchen der rheinischen Weiberfastnacht gehört, dass Frauen einen Tag lang das Sagen haben. Häufig wird Männern deshalb symbolisch die Krawatte abgeschnitten, in vielen Städten und Gemeinden „stürmen” Gruppen von Frauen das Rathaus und besetzen dieses für die Dauer der Karnevalszeit. In der Regel übergibt der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin den Frauen hierfür den Stadtschlüssel für einen oder mehrere Tage der Karnevalswoche.
In der schwäbisch-alemannischen Fastnacht haben sich ähnliche Bräuche entwickelt, allerdings liegt der Fokus hier weniger auf der symbolischen Befähigung der Frauen. Stattdessen steht die bevorstehende Fastenzeit traditionell im Vordergrund. Bezeichnungen wie Fetter oder Schmotziger Donnerstag gehen darauf zurück, dass an diesem Tag traditionell viel Fleisch und in Fett gebackene Speisen wie Quarkbällchen oder Krapfen, zubereitet und gegessen wurden. „Schmotzig” beziehungsweise „schmutzig” sind alemannische Dialekte für „fettig” oder „feiߔ.
Quelle: RND
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