Willkommen in Sachsen, am 06.11.2026
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06. November
Namenstag
Christine, Leonhard, Modesta, Protasius, Rudolf,

Kalenderblatt

6.November: - Der heilige Leonhard gilt als "Kettenheiliger" der Gefangenen und Beschützer des Viehs. In den Alpen werden bei der Leonhardifahrt Pferde gesegnet.


2023 - Im Gazastreifen sind seit Kriegsbeginn nach Angaben des Hamas-kontrollierten Gesundheitsministeriums mehr als 10.000 Palästinenser getötet worden, darunter auch Tausende Frauen und Kinder. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen.


2015 - Der Bundestag entscheidet ohne Fraktionszwang: Geschäftsmäßige Sterbehilfe ist in Deutschland verboten.


2014 - Aktionäre und Geldgeber deutscher Banken werden von 2015 an bei der Rettung ihres Instituts als Erste zur Kasse gebeten. Der Bundestag billigt ein entsprechendes Gesetzespaket.


1991 - Der sowjetische Geheimdienst KGB wird aufgelöst. Die Aufgaben übernehmen FSB und SWR.


1961 - Heinz Felfe, Leiter des Referats »Gegenspionage Sowjetunion« im Bundesnachrichtendienst, wird als Agent enttarnt. Er hatte seit 1951 Moskau über alle Geheimnisse des BND informiert. Felfe wird zu 14 Jahren Zuchthaus verurteilt und 1969 bei einem Agentenaustausch in die DDR entlassen.


1944 - Koblenz wird durch die britische Luftwaffe zerstört. Das Stadtzentrum brennt nieder.


1943 - Der Roten Armee gelingt die Rückeroberung Kiews.


1932 - Bei der Wahl zum Siebten Reichstag erreicht keine der Parteien eine eindeutige Mehrheit. Der Vorschlag Adolf Hitlers zur Kabinettsbildung wird von Reichspräsident Paul von Hindenburg abgelehnt. Am 30. Januar 1933 beruft von Hindenburg Hitler als Führer der stärksten Fraktion in das Amt des Reichskanzlers.


1880 - Der Franzose Laveran entdeckt den Malaria-Erreger.


1806 - Napoleons Truppen plündern das zuvor besiegte neutrale Lübeck.


Handwerker aus Sachsen-Anhalt verlangen Ende der Russland-Sanktionen
In einem Brief an Olaf Scholz fordert ein ostdeutscher Handwerksverband das Ende aller Russland-Sanktionen. "Die breite Mehrheit ist nicht gewillt, für die Ukraine ihren schwer erarbeiteten Lebensstandard zu opfern." Quelle: Spiegel vom 19.08.2022)

Wegen Preisexplosion: Vogtländer schicken Wut-Brief an Habeck:
Im Brief heißt es dazu: "Konkret haben wir den Eindruck, dass aus der emotionalen Empörung über den Angriffskrieg der Russischen Föderation auf die Ukraine politische Entscheidungen resultieren, deren Auswirkungen gravierende Folgen für die Bevölkerung in unserem Land haben werden (...)" Quelle: Tag24 vom 01.08.2022)

Bürgermeister sprechen sich für Nutzung von Nord Stream 2 aus. Quelle: Brief an die Bundesregierung (welt.de vom 28.07.2022)

Eine starke Wirtschaftsleistung ist die Grundlage für Deutschland, überhaupt reagieren zu können, egal in welcher Dimension. (...) Wir helfen der Ukraine nicht, wenn wir uns selbst schwächen. Genau das würde aber passieren bei einem sofortigen Energie-Stopp. Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius

"Ich möchte dazu ermutigen, auch zukünftig die Welt immer auch mit den Augen des Anderen zu sehen, also auch die manchmal unbequemen und gegensätzlichen Perspektiven des Gegenüber wahrzunehmen, sich für den Ausgleich der Interessen einzusetzen". Angela Merkel. Großer Zapfenstreich 02.12.2021

Alarmstufe Gas gilt

Erst im Mai 2022 billigte der Bundestag eine Änderung des Energiesicherheitsgesetzes (EnSiG), das den Energielieferanten erlaubt, im Fall einer ausgerufenen Alarmstufe die Preise direkt an die Verbraucher weiterzugeben.

Dabei ist es völlig egal, ob Kundinnen und Kunden eine Preisgarantie unterschrieben haben. Die Unternehmen können die Preise anheben - und Betroffene können nichts dagegen tun.

Zu den Artikeln aus Focus und Tagesspiegel

Anderer Blick der Woche


Ausgaben in zehn Jahren verzwanzigfacht: "Schatz"! Rumänien-Bürgermeister schwärmt von deutscher Sozialhilfe

Jan Schumann

29.10.2026 - 19:19 Uhr

Magdeburg - Diese Zahlen dürften die Debatte über Armutsmigration neu anheizen! In Magdeburg haben sich die Sozialausgaben für rumänische Staatsbürger laut Bundesagentur für Arbeit seit 2013 von gut 140.000 Euro auf mehr als drei Millionen Euro verzwanzigfacht. Und während deutsche Kommunen über die enorme finanzielle Belastung klagen, schwärmen Bürgermeister in Rumänien in einer MDR-Doku von den deutschen Hilfen.Fass mir den Artikel zusammen

Der rumänische Bürgermeister Zobar-Marian Cutitaru aus Barbulesti spricht im MDR offen darüber, wie seine Region von deutschen Sozialleistungen profitiert Foto: MDR

Die Reportage "EU-Armutsmigration: Sozialstaat in der Sackgasse?" deckt die Folgen der sogenannten Arbeitnehmer-Freizügigkeit der EU auf. Diese bedeutet, dass jeder rumänische oder bulgarische Staatsbürger das Recht hat, ohne Arbeitserlaubnis oder Visum in Deutschland zu leben und jede gewünschte Arbeit anzunehmen. Und wer auch nur eine geringfügige Beschäftigung - etwa durch einen Minijob oder womöglich eine Scheinselbstständigkeit - nachweist, erlangt den begehrten EU-Arbeitnehmerstatus und Anspruch auf Grundsicherung sowie Kindergeld.

Reporterin Jana Gareis (38, l.) mit der Magdeburger Oberbürgermeisterin Simone Borris (63) vor Ort in der Neuen Neustadt Foto: MDR/Iuliia Sotnikova

Reporterin Jana Gareis kommt in Magdeburg, Halle und Hagen ins Gespräch. Sie reist auch nach Rumänien. Gareis staunt, als sie ankommt: Waren die Orte bei ihrem letzten Besuch 2018 noch ärmlich und von ihren Einwohnern (zumeist Roma) verlassen, sei das Bild nun ein anderes: "Die Straßenzüge der Roma-Viertel sind voller Menschen mit zum Teil luxuriösen Autos. Viele Autokennzeichen sind deutsch. Magdeburg, Halle und Hagen in Nordrhein-Westfalen. Die Häuser sind moderner und deutlich größer geworden", heißt es in dem Beitrag.

In Rumänien hört die Reporterin Sätze wie: "Das Auto gehört meinen Kindern. Sie arbeiten in Deutschland schwarz auf der Baustelle und bekommen dort pro Tag 100 Euro." Ein anderer gibt Halle an der Saale als Wohnort an, seine Familie lebe dort vom Schrottsammeln.

Auch in Halle setzt Zuzug aus Rumänien die Kommune finanziell unter Druck Foto: MDR/Iuliia Sotnikova

Besonders brisant: Der Bürgermeister Zobar-Marian Cutitaru aus Barbulesti spricht offen über deutsche Sozialleistungen. In seiner Gemeinde gebe es Familien mit zehn oder sogar 15 Kindern. Monatlich stelle er etwa 20 bis 30 Bescheinigungen für Kindergeld aus. Der Bürgermeister: "Sie bekommen in Deutschland Sozialhilfe und Wohngeld (…). Das sammelt sich schnell an. Das ist für unser Land und unsere Kinder aus Rumänien wie ein Schatz." Insbesondere Roma-Familien würden deshalb seit Jahren nach Deutschland gehen. In seiner Stadt habe sich die Zahl der Sozialleistungsbezieher hingegen deutlich reduziert.

Auch der Bürgermeister Marcel Bamboi aus der rumänischen Gemeinde Fantanele sagt über seine weggezogenen Bewohner: "Wenn Deutschland diese Leistungen nicht anbieten würde, wären sie wahrscheinlich auch nicht dort."

Ein Vater von acht Kindern, der ebenfalls in Deutschland auf Baustellen arbeitet, antwortet der Reporterin in Rumänien auf die Frage nach der finanziellen Unterstützung vom deutschen Staat: "Ja, Kindergeld vom Jobcenter, habe ich alles." Seine monatlichen Einnahmen beziffert er auf "ungefähr 3.000 Euro".

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Auch ein anderer rumänischer Bauarbeiter und Vater von sieben Kindern, der kaum Deutsch spricht, macht ganz klar, was ihn lockt: "In Rumänien ist Kindergeld 50 Euro, in Deutschland ist es 255 Euro." Die Reportage rechnet an einer Beispielfamilie mit sieben Kindern vor: Verdienen die Eltern mit geringfügigen Jobs knapp 700 Euro, könnten staatliche Leistungen von bis zu 3800 Euro hinzukommen. Der Familie könnten demnach insgesamt rund 4500 Euro netto im Monat zur Verfügung stehen.

70 Prozent der Rumänen in Hagen kriegen Stütze

Auch in Hagen (NRW) sind die Zahlen auffällig: Von rund 4500 Einwohnern mit rumänischem Pass beziehen 3100 Grundsicherung, also etwa 70 Prozent. 2013 waren es noch 52 Leistungsbezieher. Marc Elxnat (40) vom Deutschen Städte- und Gemeindebund sieht ein grundsätzliches Problem auf EU-Ebene. Bereits wenige Arbeitsstunden, etwa auf Minijob-Basis, könnten ausreichen, um als Arbeitnehmer zu gelten und in Kombination mit deutschem Sozialrecht weitere Ansprüche zu begründen.


Quelle:


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