Namenstag
Adalbert, Benigna, Margarete
Kalenderblatt
20. Juni: - Dieser Tag wird seit 2001 als Weltflüchtlingstag begangen. Die Idee für einen solchen Tag geht auf Papst Benedikt XV. zurück, der erstmals 1914 der Flüchtlinge und Migranten in aller Welt gedenken ließ. Ende 2000 bestimmte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 20. Juni zum Weltflüchtlingstag.
2020 - In der Arktis wird mit 38 Grad ein Temperaturrekord gemessen. Die Weltwetterorganisation (WMO) erkennt die Messung in der sibirischen Beobachtungsstation in Werchojansk als Rekord für die Region nördlich des Polarkreises an.
1999 - Nach dem Abzug aller jugoslawischen Einheiten aus dem Kosovo gibt NATO-Generalsekretär Javier Solana das offizielle Ende der Luftangriffe, des Kriegseinsatzes, gegen Jugoslawien bekannt.
1995 - Der Shell-Konzern verzichtet auf die Entsorgung der Ölplattform "Brent Spar" in der Nordsee.
1991 - Der Bundestag beschließt die Verlagerung des Regierungssitzes von Bonn nach Berlin.
1988 - In Düsseldorf kommt es zum ersten offiziellen Leichtathletik- Länderkampf zwischen der Bundesrepublik und der DDR, den die Gäste deutlich gewinnen.
1977 - Der Schauspieler Manfred Krug siedelt aus der DDR in die Bundesrepublik über. Er hatte nach seiner Beteiligung an den Protesten gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann 1976 keine Rollen mehr angeboten bekommen.
1974 - In Ost-Berlin und Bonn nehmen die Ständigen Vertretungen der Bundesrepublik und der DDR ihre Arbeit auf. Dies hatte sich durch die Affäre um den DDR-Spion Günter Guillaume verzögert.
1963 - Die USA und die Sowjetunion vereinbaren die Einrichtung eines «Heißen Drahtes» (rotes Telefon), einer direkten Nachrichtenverbindung zwischen dem Kreml und dem Weißen Haus.
1948 - Mit der Währungsreform in den Westzonen wird die Deutsche Mark (DM) zur neuen Währung und löst die Reichsmark ab.
1919 - Der sozialdemokratische Reichskanzler Philipp Scheidemann tritt aus Protest gegen den Versailler Vertrag zurück.
Von Konstantin Bikos
©iStockphoto.com/damedeeso
Auf der Nordhalbkugel der Erde – also unter anderem in Deutschland und im restlichen Europa – ist der kalendarische Sommeranfang am 21. Juni mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ).
Dies ist der Zeitpunkt der Sommersonnenwende. Die Sonne steht dann über dem nördlichen Wendekreis. Zu keinem anderen Zeitpunkt befindet sich der subsolare Punkt – also der Ort, über dem die Sonne im Zenit (genau senkrecht) steht – so weit im Norden. Der Wendekreis liegt bei 23° 26' nördlicher Breite, also auf Höhe der Sahara (siehe Sonnenstand bei der Sonnenwende im Juni).
Warum wandert die Sonne im Jahresverlauf nach Norden oder Süden?
Die Juni-Sonnenwende fällt jedes Jahr auf ein anderes Datum. In Mitteleuropa – das Datum hängt von der Zeitzone ab – fällt die Sommersonnenwende in den meisten Jahren auf den 21., in manchen Jahren jedoch auch auf den 20. Juni (zum Beispiel im Jahr 2020).
In der Meteorologie verwendet man eine andere Definition des Sommeranfangs. Hier beginnen die Jahreszeiten immer am ersten Tag des Monats, in den die Sonnenwende oder Tagundnachtgleiche fällt. Nach meteorologischer Definition beginnt der Sommer auf der Nordhalbkugel also bereits am 1. Juni.
Meteorologen verwenden diese Definition, um vier Jahreszeiten von konstanter Länge zu erzeugen und so die statistische Vergleichbarkeit von Wetteraufzeichnungen und Klimadaten über längere Zeiträume zu gewährleisten.
Die Sommermonate der Nordhalbkugel: Juni | Juli | August | September
Zur Sonnenwende im Juni erreicht die Sonne ihren nördlichsten Stand. An keinem anderen Tag im Jahr erhellt die Sonne einen größeren Teil der Nordhalbkugel. Hier markiert dieser Moment also den längsten Tag des Jahres.
Während die Tageslängen im Jahresverlauf in Äquatornähe kaum schwanken, gibt es in Mitteleuropa einen beachtlichen Unterschied zwischen dem kürzesten und dem längsten Tag. Beispiel Berlin: Hier dauert der längste Tag von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang etwa 16 Stunden und 50 Minuten. Der kürzeste Tag hat dagegen nur 7 Stunden und 39 Minuten – ein Unterschied von ganzen 9 Stunden und 11 Minuten!
In den Polargebieten ist dieser Unterschied freilich noch viel größer. Hier geht die Sonne im Sommer überhaupt nicht unter, im Winter geht sie nicht auf.
Südlich des Äquators markiert die Sonnenwende im Juni den Winteranfang. Der Sommer beginnt dagegen zur Sonnenwende im Dezember, die in der mitteleuropäischen Zeitzone jedes Jahr auf den 21. oder 22. Dezember fällt.
Schon gewusst? Entgegen landläufiger Auffassung werden die Tage im Sommer kürzer, nicht länger (siehe Tageslicht-Grafik). Wie oben beschrieben, beginnt der Sommer ja zur Sommersonnenwende – also am längsten Tag des Jahres. Im Lauf des Sommers wandert der Sonnenstand wieder Richtung Süden, und die Tage werden entsprechend wieder kürzer.
8 weitere Fakten zur Sommersonnenwende >
Trotzdem ist der Sommer die wärmste Jahreszeit, denn um die Sonnenwende herum erreicht uns mehr Sonnenenergie, als wieder ins All abgestrahlt wird. Deswegen wärmt sich die Atmosphäre im Laufe des Sommers immer weiter auf.
Im Sommer herrscht bei uns die größte Vielfalt an blühenden Pflanzen. Im Naturgarten und auf naturnahen Wiesen blühen Pflanzen in allen Farben und Formen. Auch der Tisch ist reich gedeckt: Die allermeisten Obst- und Gemüsesorten können wir zwischen Juni und September ernten.
Viele Sommerpflanzen kommen mit Hitze gut zurecht. Trockenheit dagegen ist für sie ein Problem. Aber sie haben ein paar Tricks auf Lager, um auch trockene Tage gut zu überstehen: Sie schließen zum Beispiel die Spaltöffnungen auf der Unterseite der Blätter, damit kein Wasser mehr verdunsten kann. Außerdem kannst du beobachten, dass die Pflanzen bei Trockenheit ihre Blätter einrollen oder sogar abwerfen. So sparen sie Wasser und können länger überleben. Wenn ein Baum in jungen Jahren viel Trockenheit erlebt, wachsen seine Wurzeln tiefer in den Boden, um an das Wasser in tieferen Schichten zu gelangen. Das macht ihn auch später widerstandsfähiger gegen Trockenheit.
Wenn die Pflanzen um die Wette blühen, haben auch Insekten eine gute Zeit - kein Wunder, dass es im Sommer überall summt und brummt. Pollen und Nektar stehen in großen Mengen zur Verfügung. Das kannst du besonders gut an den staatenbildenden Insekten beobachten, wie zum Beispiel Wespen, Hummeln und Honigbienen. Ihre Völker wachsen im Sommer stark an. Wespenvölker, die sich jedes Jahr neu bilden, können im August aus bis zu 8000 Tieren bestehen.
An Teichen und Tümpeln kannst du jetzt die Libellen schlüpfen sehen. Libellen verbringen den größten Teil ihres Lebens als Larve im Wasser. Dabei häuten sie sich mehrmals. Die letzte Häutung endet spekatkulär: An einem warmen Tag im Sommer klettert die Libellenlarve an einem Schilfhalm empor bis über die Wasseroberfläche. Dort platzt der Rücken der Larvenhülle auf und heraus schlüpft die fertige Libelle. Sobald ihre Flügel getrocknet sind, startet sie in ein völlig neues Leben.
Ein Glimmen in der Nacht verrät dir, ob in eurem Garten Glühwürmchen unterwegs sind. Wenn die Nächte warm und windstill sind, dann suchen die Käfer mit ihrem leuchtenden Hinterteil nach einem passenden Paarungs-Partner. Übrigens verbrennen sie sich dabei nicht den Po: Das Glühwürmchen-Licht ist kalt und entsteht durch die Verbindung verschiedener chemischer Elemente im Hinterteil der Tiere.
Der Naturschutzverband "NABU" ruft jedes Jahr im Sommer dazu auf, Insekten zu zählen - dieses Jahr vom 31. Juli bis zum 9. August. Mach doch mal mit - alle Infos findest du hier!
"Es regnet Frösche" sagen die Leute, wenn im Sommer jede Menge Mini-Fröschchen und Mini-Kröten durch die Gegend hüpfen. Bisher lebten die Tiere als Kaulquappen im Wasser, doch im Juli und August ist ihre Entwicklung zum fertigen Lurch abgeschlossen. Alle kleinen Kröten und Frösche, die nicht ständig im Wasser leben, machen sich jetzt auf den Weg in ihre Sommerlebensräume. Das kann ein Wald sein, eine feuchte Wiese, ein Garten oder auch ein anderes Gewässer.
Im Sommer kommen die Piepmätze ein wenig zur Ruhe. Die meisten Vogeleltern haben ihre Brut abgeschlossen und die Vogeljungen sind flügge. Die Reviere sind abgesteckt und müssen nicht mehr verteidigt werden. Deshalb haben es die Vögel auch nicht mehr nötig, so viel zu singen wie im Frühjahr. Für uns entsteht häufig der Eindruck, dass es im Sommer weniger Vögel gibt. Das stimmt aber nicht - sie machen nur nicht mehr so viel Krach.
Quellen: Bundesamt für Naturschutz | timedate
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