Willkommen in Sachsen, am 15.08.2026
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15. August
Namenstag
Mechthild Rupert,

Kalenderblatt

15. August: - Mariä Himmelfahrt erinnert an die leibliche Aufnahme der Gottesmutter Maria in den Himmel. In vielen Gegenden Bayerns und in Osterreich werden an diesem Tag Kräuter und Blumen geweiht.


2021 - Die islamistischen Taliban rücken widerstandslos in die afghanische Hauptstadt Kabul ein und besetzen den Präsidentenpalast. Präsident Ashraf Ghani war kurz zuvor aus dem Land geflohen. Die westlichen Länder sind vom frühen Fall Kabuls überrascht und evakuieren ihre Botschaften.


2018 - Bundeskabinett ermöglicht dritte Geschlechtsoption im Geburtenregister: Eintrag als "divers".


1996 - Der finnische Mobilfunkkonzern Nokia bringt den »Nokia 9000 Communicator« als »Büro im Westentaschenformat« in den Handel. Es gilt als das erste Smartphone.


1995 - Microsoft bringt in den USA das 32-Bit-Betriebssystem »Windows 95« auf den Markt. Eine Kombination aus dem 16-Bit-Betriebssystem MS-DOS und der grafischen Benutzeroberfläche Windows.


1971 - US-Präsiden Richard Nixon löst unter dem Druck eines rapiden Dollarverfalls die US-Währung vom Gold, an das sie seit 1934 mit einem festen Kurs von 35 Dollar je Feinunze gebunden gewesen war.


1969 - Das »Woodstock-Festival« in White Lake markiert den Höhepunkt der Hippie-Bewegung. 400.000 - 500.000 Fans feiern in einem Rausch aus Liebe, Musik und Drogen. Zu den auftretenden Künstlern gehören Jimi Hendrix, Joan Baez, Joe Cocker, The Who, Jefferson Airplane und Grateful Dead. Die Organisation der Veranstaltung verläuft chaotisch, da man ursprünglich nur 60.000 Besucher erwartet hatte.


1954 - Der Weltkirchenrat ächtet bei Konferenz in den USA die Atomwaffen.


1947 - Indien erhält die Unabhängigkeit von Großbritannien. Wegen der traditonellen Spannungen zwischen Hindus und Moslems bilden sich zwei Staaten: die hinduistische Indische Union und das moslemische West- und Ostpakistan. Durch die Teilung kommt es zu Vertreibungen und Massakern.


1945 - Der japanische Kaiser Hirohito verkündet im Radio die Einstellung aller Kampfhandlungen im Zweiten Weltkrieg. Im September folgt die formelle Kapitulation Japans.


1929 - Friedrichshafen: Das Luftschiff "Graf Zeppelin" startet zu seinem Flug um die Welt.


1914 - Der Panama-Kanal wird von US-Präsident Wilson offiziell eröffnet.


1235 - Auf dem Reichstag zu Mainz erlässt Kaiser Friedrich II. den Mainzer Reichslandfrieden. Das erste Reichsgesetz in deutscher Sprache bleibt bis zum Ende des Reiches 1806 gültig.


Handwerker aus Sachsen-Anhalt verlangen Ende der Russland-Sanktionen
In einem Brief an Olaf Scholz fordert ein ostdeutscher Handwerksverband das Ende aller Russland-Sanktionen. "Die breite Mehrheit ist nicht gewillt, für die Ukraine ihren schwer erarbeiteten Lebensstandard zu opfern." Quelle: Spiegel vom 19.08.2022)

Wegen Preisexplosion: Vogtländer schicken Wut-Brief an Habeck:
Im Brief heißt es dazu: "Konkret haben wir den Eindruck, dass aus der emotionalen Empörung über den Angriffskrieg der Russischen Föderation auf die Ukraine politische Entscheidungen resultieren, deren Auswirkungen gravierende Folgen für die Bevölkerung in unserem Land haben werden (...)" Quelle: Tag24 vom 01.08.2022)

Bürgermeister sprechen sich für Nutzung von Nord Stream 2 aus. Quelle: Brief an die Bundesregierung (welt.de vom 28.07.2022)

Eine starke Wirtschaftsleistung ist die Grundlage für Deutschland, überhaupt reagieren zu können, egal in welcher Dimension. (...) Wir helfen der Ukraine nicht, wenn wir uns selbst schwächen. Genau das würde aber passieren bei einem sofortigen Energie-Stopp. Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius

"Ich möchte dazu ermutigen, auch zukünftig die Welt immer auch mit den Augen des Anderen zu sehen, also auch die manchmal unbequemen und gegensätzlichen Perspektiven des Gegenüber wahrzunehmen, sich für den Ausgleich der Interessen einzusetzen". Angela Merkel. Großer Zapfenstreich 02.12.2021

Alarmstufe Gas gilt

Erst im Mai 2022 billigte der Bundestag eine Änderung des Energiesicherheitsgesetzes (EnSiG), das den Energielieferanten erlaubt, im Fall einer ausgerufenen Alarmstufe die Preise direkt an die Verbraucher weiterzugeben.

Dabei ist es völlig egal, ob Kundinnen und Kunden eine Preisgarantie unterschrieben haben. Die Unternehmen können die Preise anheben - und Betroffene können nichts dagegen tun.

Zu den Artikeln aus Focus und Tagesspiegel

Anderer Blick der Woche


Europa brennt: Wegen EU-Sanktionen gegen Russland bleiben Löschhubschrauber am Boden

Eric Bonse

28.07.2026, 06:17 Uhr 4 Min

Die verheerenden Waldbrände in Frankreich und Spanien sorgen auch in Brüssel für Streit. Russland-Sanktionen erschweren den Einsatz bewährter Helikopter.

Die Waldbrände in Südeuropa legen ein Problem offen: Wegen der Russland-Sanktionen fehlen Ersatzteile für Löschhubschrauber.
© Pongmanat Tasiri/imago

Europa brennt, die EU pennt? Die gewaltigen Waldbrände, die Frankreich und Spanien seit Tagen heimsuchen, bringen die Europäische Kommission in Erklärungsnot. Der Katastrophenschutz sei eine nationale Kompetenz, betonte eine Sprecherin der EU-Behörde am Montag in Brüssel. Die EU kümmere sich vor allem darum, die Hilfe zu koordinieren.

Mit einigem Erfolg: Die Europäer haben den betroffenen Ländern bereits 13 Canadair-Löschflugzeuge, vier Hubschrauber sowie 41 Fahrzeuge und rund 130 Einsatzkräfte zur Verfügung gestellt. Auch die für den Zivilschutz zuständige EU-Kommissarin Hadja Lahbib sei im Dauereinsatz, unterstrich die Sprecherin.

Hilfe mit Grenzen

Vor Ort in Bordeaux oder Madrid wurde die Belgierin allerdings noch nicht gesehen. Andernfalls hätte sich Lahbib wohl scharfe Kritik anhören müssen. Denn die Hilfsangebote, die Brüssel über den Katastrophenschutz-Mechanismus mit den 27 EU-Staaten und zehn Drittstaaten wie der Türkei organisiert, reichen bei weitem nicht aus.

Die EU-Kommission plant daher den Aufbau einer eigenen, permanenten Brandbekämpfungsflotte. 600 Millionen Euro wurden schon 2024 für den Erwerb von zwölf neuen Canadair-Löschflugzeugen freigegeben - doch die Maschinen lassen auf sich warten. Sie werden erst 2027 an die sogenannte RescEU-Bereitschaft ausgeliefert - wenn alles gut geht.

Es gibt aber noch ein anderes, "brennendes" Problem: Mit umweltpolitischen Auflagen und Russland-Sanktionen behindere die EU die laufenden Rettungseinsätze, klagen Helfer in Spanien und Frankreich. Zwei Stichworte fallen immer wieder: KA-32 und AdBlue. Es geht dabei um einen russischen Helikopter zur Brandbekämpfung und eine Harnstofflösung für den Tank von Löschfahrzeugen.

Ist der AdBlue-Tank leer, verhindert die elektronische Motorsteuerung einen Neustart. Diese Regel hatte die EU mit den Euro-Normen 4 bis 6 ab 2005 zunächst für schwere Nutzfahrzeuge und Lkw, dann auch für Pkw eingeführt. Französische Feuerwehrleute klagen nun, dass sie die AdBlue-Vorschrift bei Löscharbeiten behindere.

Der französische Fernsehsender TF1 ist der Sache nachgegangen. Demnach führt die Umweltnorm zu "perversen Effekten", da Löschfahrzeuge ständig mit AdBlue nachgetankt werden müssen. Die französische Regierung hat sich zwar noch nicht bei der EU beschwert; dennoch denkt man in Paris über eine Ausnahmeregel für den Brandfall nach.

In Spanien mussten mehrere Ortschaften evakuiert werden.
© Gabri Solera/imago

Hinter den Kulissen grummelt es auch in Madrid. Der Stein des Anstoßes sind dort die EU-Sanktionen, die im Februar 2024 gegen den russischen Hersteller SC National Helikopter Center Mil & Kamov verhängt worden - weil die Firma in den Krieg gegen die Ukraine verwickelt ist. Dies hatte unangenehme Auswirkungen auf Spanien.

Bis 2024 wurde der KA-32-Helikopter von Kamov erfolgreich bei der Bekämpfung von Waldbränden eingesetzt - doch nun fehlt er. Die Sanktionen behindern den Kauf von Ersatzteilen, aber auch die Wartung. Deshalb wurden die russischen Helis, die sehr schnell Löschwasser aufnehmen und in entlegenes Gelände transportieren können, stillgelegt.

Spanien hat zwar versucht, die EU-Sanktionen zu lockern, um die Lieferung von Ersatzteilen zu ermöglichen, ist damit jedoch gescheitert. Die spanische Regierung habe genug Zeit gehabt, um sich um Ersatz aus der EU zu kümmern - etwa bei Airbus -, heißt es in Brüssel. Doch dafür fehlte nach spanischen Medienberichten das Geld.

Ganz Südeuropa von Bränden betroffen

Schnelle Abhilfe ist nicht in Sicht. Die Kassen sind in allen Südländern leer, zudem braucht die Produktion von anderen bewährten Löschflugzeugen wie dem legendären Canadair viel Zeit. Letztlich fällt das Problem auf die EU zurück, die sich zwar intensiv mit dem Klimaschutz beschäftigt, jedoch kaum mit den Folgen.

Auch die negativen Auswirkungen der EU-Sanktionen gegen Russland werden in Brüssel bisher zu wenig beleuchtet. Dabei ist der KA-32 nur die Spitze des Eisbergs. Der russische Helikopter fehlt nicht nur in Spanien, sondern auch in Portugal, Griechenland, Bulgarien und Zypern, wo er ebenfalls zur Brandbekämpfung eingesetzt wurde.

Portugal hat aus der Not eine Tugend gemacht und seine sechs KA-32-Helis kurzerhand der Ukraine überstellt. In Kiew dürfte es keine Probleme mit der Wartung geben. Die Ukrainer wissen, wie man mit russischem Gerät umgeht und an Ersatzteile herankommt. In Portugal hingegen ist man nun blank, genau wie in Spanien und anderen EU-Ländern.


Quelle:


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© infos-sachsen / letzte Änderung: - 09.08.2025 - 18:17