Namenstag
Debora, Jonas, Matthäus,
Kalenderblatt
21. September: - Der Evangelist Matthäus war unter dem Namen Levi römischer Zolleinnehmer in Palästina, ein bei den Juden verhasster Beruf. Später wurde er einer der Apostel Jesu, schrieb das erste Evangelium und verbreitete den Glauben in Palästina und Äthiopien. Die Germanen feierten an diesem Tag ein Herbstfest. Mit Matthäus hielt der Winter Einzug, schönes Wetter bedeutete eine gute Weinlese.
2012 - Deutschlands einziger Tiefwasserhafen, der JadeWeserPort in Wilhelmshaven, wird eröffnet. Das Containerumschlagsunternehmen Eurogate will als Betreiber Frachter mit einem Tiefgang bis zu 16,5 Metern unabhängig von den Gezeiten abfertigen.
2007 - Russland eröffnet zur Sicherung seiner Ansprüche auf die in der Arktis vermuteten Öl- und Gasvorräte eine neue Polarstation, die »Nordpol 35«.
1991 - Drei ostdeutsche Bürgerbewegungen konstituieren sich in Potsdam unter dem Namen "Bündnis 90" als Partei.
1991 - Armenien wird von der Sowjetunion unabhängig.
1956 - Der Magistrat von Ost-Berlin beschließt den Wiederaufbau des im Krieg schwer beschädigten Brandenburger Tores.
1944 - Durch eine gezielte Indiskretion wird der Morgenthau-Plan (Umwandlung Deutschlands in einen Agrarstaat - Germany is our problem) des US-Finanzministeriums zum Nachkriegsdeutschland publik. US-Präsident Franklin D. Roosevelt distanziert sich nach stark ablehnenden Reaktionen bald von diesem Papier.
1933 - Vor dem IV. Strafsenat des Reichsgerichts in Leipzig beginnt der Prozess zum Reichstagsbrand. Der Tat angeklagt sind Marinus van der Lubbe und die Kommunisten Ernst Torgler, Georgi Dimitrow, Blagoi Popow und Wassil Tanew.
1869 - In Dresden wird die Semper-Oper durch ein Feuer zerstört. Der Architekt Gottfried Semper hatte das Königliche Hoftheater von 1838 bis 1841 erbaut.
1864 - Gießen: Philipp Reis präsentiert das von ihm konstruierte "Telephon".
1847 - Mauritius: Zwei Briefmarken-Serien werden auf der Insel ausgegeben: eine rote und eine blaue.
1793 - In Heiligendamm/Ostsee wird das erste Badehaus eröffnet.
1529 - Süleyman II. beginnt mit der Belagerung der Stadt Wien.
Der Weltfriedenstag wurde im Jahr 1981 von den Vereinten Nationen (UN) ins Leben gerufen, um die Idee des Friedens innerhalb der Länder und Völker, sowie zwischen ihnen zu beobachten und zu bewahren. Bis 1999 fand der Weltfriedenstag jährlich am Dritten Dienstag im September, den trditionellen beginn der UN-Generalversammlung, statt. Danach wurde der Gedenktag kurzzeitig auf den zweiten Dienstag verlegt, bis die UN-Generalversammlung im Jahr 2001 entschieden hat, das der Weltfriedenstag fortan am 21. September gefeiert wird. Seit 2004 ruft auch der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) alle Kirchen dazu auf, den Weltfriedenstag zu einem Internationalen Tag des Gebets für den Frieden zu machen.
In Deutschland wird der Weltfriedenstag zumeist am 1. September begangen, weil an diesem Tag auch der Antikriegstag zum Gedenken an den Beginn des Zweiten Weltkrieges begangen wird. International aber ist es der 21. September, der dem Weltfrieden gewidmet ist.
Kleine weiße Friedenstaube, fliege übers Land; allen Menschen, groß und kleinen, bist du wohlbekannt.
Du sollst fliegen, Friedenstaube, allen sag es hier, dass nie wieder Krieg wir wollen, Frieden wollen wir.
Fliege übers große Wasser, über Berg und Tal; bringe allen Menschen Frieden, grüß sie tausendmal.
Und wir wünschen für die Reise Freude und viel Glück; kleine weiße Friedenstaube, komm recht bald zurück.
von Tim Deisinger, MDR AKTUELL
Stand: 29. Oktober 2021, 14:20 Uhr
"Kleine weiße Friedenstaube" - in der DDR kannte so gut wie jeder dieses Kinderlied. Warum scheint es inzwischen komplett aus unserem Liedgut verschwunden zu sein scheint.
Bildrechte: MDR/Tim Deisinger
In Radio und Fernsehen taucht das Kinderlied nur sehr selten auf.
Schon kurz nach der Wende verschwand die "Friedenstaube" aus Liederbüchern für Schulen.
Ein Comeback des Liedes ist durchaus denkbar.
Mehr als 70 Jahre ist das Lied schon alt. Erika Schirmer hat es nach dem Krieg geschrieben. Sie war damals junge Kindergärtnerin im Harz. Sie sah Picassos Friedenstaube auf einer Bretterwand und fand, dass diese Taube fliegen müsse, um die Welt. Sofort seien ihr die ersten Zeilen des Liedes in den Sinn gekommen, erzählt die 95-Jährige.
" Weil ich noch sehr viel unterwegs bin, ich werde viel eingeladen. Und überall, wo ich hinkomme, also meistens, wird die 'Kleine Friedenstaube' angestimmt und alle singen mit. Das ist doch wunderbar."
Die Gema, Verwertungsgesellschaft für Musik, weist für das laufende Jahr gerade einmal drei Aufführungen im Fernsehen aus, für das Radio eine einzige. In den drei Jahren zuvor wurde das Lied im TV insgesamt 13 Mal gesendet, im Radio neun Mal.
Erika Schirmer wundert sich darüber nicht. Sie hat sogar eine Erklärung: Andere Musik sei inzwischen wichtiger geworden, meint sie. "Die Jugend will heute ganz andere Musik hören und machen. Das ist mir auch verständlich."
Ob es früher wirklich mehr Aufführungen in den Medien waren, lässt sich nicht mehr überprüfen. Das ist aber auch fraglich. Denn Erika Schirmer sagt selbst, sie habe das Lied dafür geschrieben, dass es ganz praktisch gesungen wird: in Kindergruppen oder in der Schule.
Bildrechte: Fabian Thomm
Bildrechte: imago/Bild13
Hier lässt sich auf jeden Fall ein deutlicher Unterschied zu "früher" ausmachen: Die "Kleine weiße Friedenstaube" taucht in keinem Liederbuch für die Schule mehr auf.
Auch nicht in denen des Cornelsen-Verlags, der den DDR-Schulbuch-Verlag Volk und Wissen Anfang der 1990er-Jahre übernahm.
Cornelsen-Redakteurin Ute Kister erzählt, dass die "Taube" schon vor mehr als 30 Jahren verschwand: "Das habe ich recherchiert - das Lied ist im ersten Programm nach der Wiedervereinigung schon nicht mehr in den Lehrwerken enthalten gewesen. Es ist dann wahrscheinlich so ein bisschen in der Versenkung verschwunden."
Das Lied ist im ersten Programm nach der Wiedervereinigung schon nicht mehr in den Lehrwerken enthalten gewesen.
Ute Kister Cornelsen-Redakteurin
Nun ist die Frage: Warum ist es verschwunden? Ute Kister glaubt nicht, dass es am Lied selbst liegt. Sie selbst erklärt es sich so, dass die Herausgeber und Autoren, die nach der Wiedervereinigung Anfang der 90er-Jahre die neuen Lehrwerke geschaffen haben, erstmal neues Liedgut aufgenommen hätten, um ein breiteres Spektrum abzudecken. Weiter sagt sie: "Man kann jetzt nur spekulieren: Es wurden dann immer neue Lieder dazu genommen, und im Laufe der Zeit ist dann immer mehr Altes entfallen."
Was natürlich aber nicht so bleiben muss: "Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir das wieder mit aufnehmen. Das entscheiden wir in größeren Teams. Aber es spricht rein vom Lied her nichts dagegen", erklärt Kister.
Mittlerweile ist es ja sogar in der Pop-Musik angekommen. Der frühere Karussell-Sänger Dirk Michaelis hat eine Version veröffentlicht. Damit hat er Autorin Erika Schirmer nicht nur eine Freude gemacht, sondern auch ein Herzensanliegen erfüllt. Das Lied sei aktueller als je zuvor, sagt sie: "Und so empfinden das auch viele, viele Leute. Die sagen mir alle: Frau Schirmer, das Lied muss einfach gesungen werden."
Quellen: MDR | Hanisauland | Welcher Tag ist heute | Wikipedia
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