Coronapandemie: Bevölkerung wurde laut Hendrik Streeck in der Pandemie Unrecht angetan Der Virologe Hendrik Streeck hat den Umgang mit den Menschen während der Corona-Pandemie kritisiert. Er verlangt, aus Fehlern wie den Schulschließungen zu lernen.

Aktualisiert am 20. Januar 2026, 13:56 Uhr
Quelle: DIE ZEIT, dpa, hap

Hendrik Streeck, Virologe und Drogenbeauftragter der Bundesregierung, fordert, aus den Fehlern der Coronapandemie zu lernen.
© Martin Schutt/dpa

Der Virologe Hendrik Streeck hat während der Coronapandemie geschehenes Unrecht beklagt. Im Corona-Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtags in Erfurt mahnte der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, aus den Erfahrungen zu lernen und zu verzeihen. "Wir sind mit Teilen der Bevölkerung nicht gut umgegangen in der Pandemie", sagte Streeck.

Er halte eine Aufarbeitung der Pandemie für entscheidend, fügte der Virologe hinzu. "Nur wenn wir lernen, können wir in der Zukunft Fehler vermeiden", sagt er und sprach davon, dass es viele Gründe für Wut bei einigen Menschen gebe. Streeck kritisierte beispielsweise Menschen, die Ungeimpfte ausgegrenzt hätten, sowie Schulschließungen, die zu einem Anstieg der psychischen Belastungen bei jungen Menschen geführt hätten.

"Das ist echte Wut, das sind echte Schmerzen, das ist echter Groll", sagte Streeck. Zugleich räumte er ein, dass es in einer Krise keine perfekten Entscheidungen gebe.


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