10.02.2026 - 18:52 Uhr
Foto: David Young
Am Dienstag startete der Prozess gegen die Syrer Saad A. (33) und Ahmed A. (40) vor dem Landgericht Düsseldorf (NRW). Ein weiterer Mann, der an der Tat beteiligt gewesen sein soll, ist noch auf der Flucht. Zum Auftakt sagte Saad A. im Gerichtssaal, dass er sich schäme, von einer Frau gedolmetscht zu werden. Wann das Urteil gesprochen wird, ist noch unklar. Fest steht: Es wird von einer Richterin gefällt.
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Laut Anklage geschah die Vergewaltigung nachts, am 29. Juni 2025, in der Düsseldorfer Altstadt. Gegen 2.45 Uhr hoben die Männer die Frau auf die Motorhaube. Laut Anklage merkten sie spätestens da, dass ihr Opfer alkoholbedingt nahezu keine Reaktionen mehr zeigte.
Die Angeklagten sollen die Frau nacheinander vergewaltigt haben. Währenddessen hielten laut Staatsanwaltschaft jeweils zwei von ihnen Ausschau, um Zeugen fernzuhalten. Trotzdem wurde die Tat offenbar bemerkt. Zwei zufällig vorbeikommenden Männern soll Ahmed A. erklärt haben, er kenne das Opfer. Besonders widerwärtig: Laut Zeugen verhöhnte er die Frau auch noch - sinngemäß mit den Worten: "Die braucht das."
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Als die Zeugen misstrauisch wurden, sei Ahmed A. schreiend auf sie zugerannt. Er soll gebrüllt haben, dass er sich ebenfalls an ihnen vergehen würde. Als die Zeugen dennoch couragiert einschritten, flüchteten die Täter. Die Männer wählten den Notruf, brachten das Opfer anschließend zu einem Polizeiwagen auf dem benachbarten Burgplatz.
Noch in der Tatnacht spürte die Polizei Ahmed A. und Saad A. auf, sie wurden vorläufig festgenommen, während der dritte Mann unerkannt entkommen konnte. Die DNA-Spuren am Körper der Frau werden als Beweismittel gewertet. Zu den Vorwürfen wollen sich die Männer, die kein Deutsch sprechen, erst im Laufe des Prozesses äußern. Ihnen drohen bis zu 15 Jahre Haft.