08.01.2026 - 15:46 Uhr
Foto: picture alliance / Maximilian Koch
Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Jan Feser (40) hervor. Damit gelten 36,1 Prozent aller Arbeitslosen im Land als langzeitarbeitslos.
Besonders brisant ist der Blick auf die Herkunft. Jeder dritte Langzeitarbeitslose hat keine deutsche Staatsangehörigkeit. Der Trend hat sich in den vergangenen Jahren massiv verschärft. Während es 2014 noch 196.122 ausländische Langzeitarbeitslose gab, sind es inzwischen 317.377.
Besonders stark ist der Zuwachs bei Menschen aus Asylherkunftsländern. Ihre Zahl stieg von 19.053 (2014) auf 92.244 (2024) - hat sich damit nahezu verfünffacht. Damit stammt inzwischen fast jeder zehnte Langzeitarbeitslose aus einem Fluchtland. Insgesamt hat sich der Ausländeranteil unter den Langzeitarbeitslosen seit 2014 fast verdoppelt.
Mehr zum Thema
Jobcenter-Mitarbeiter packt aus Das waren meine schlimmsten Bürgergeld-Fälle! Und hofft auf Reform 2026.
Das hat massive finanzielle Folgen. Allein im Jahr 2024 zahlte der Staat 3,26 Milliarden Euro Bürgergeld an ausländische Langzeitarbeitslose. Insgesamt beliefen sich die Stütze-Zahlungen für Langzeitarbeitslose auf 9,9 Milliarden Euro.
Pikant: Die Bundesregierung stellt selbst klar, dass keine Angaben zu den Gesamtkosten der Langzeitarbeitslosigkeit vorliegen. Wohnkosten, Gesundheitsausgaben und Rentenfolgen sind in diesen Zahlen nicht enthalten.
Besonders alarmierend sind die sozialen Folgen. 491.369 Kinder leben aktuell in Haushalten mit mindestens einem langzeitarbeitslosen Elternteil - bei Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren ist es sogar fast jedes dritte Kind.
Und trotz des bundesweiten Fachkräftemangels zeigt sich ein weiteres Problem: Nur 5,7 Prozent der Langzeitarbeitslosen verfügen über eine Ausbildung in einem sogenannten Engpassberuf.
Foto: ddp/dts Nachrichtenagentur
Gleichzeitig haben 60,3 Prozent keinen Berufsabschluss, mehr als 23 Prozent nicht einmal einen Hauptschulabschluss. Die Vermittlung in reguläre Beschäftigung bleibt entsprechend gering: 2024 schafften nur 155.000 Langzeitarbeitslose den Sprung in Arbeit, davon 115.000 ungefördert.
Jan Feser, der stellvertretende arbeitsmarktpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, spricht von einem "Offenbarungseid". Er zu BILD:
Zudem, so Feser, habe das Bürgergeld die Situation nicht verbessert, sondern "zementiert".