Zahl ausländischer Empfänger steigt um 83 Prozent: Grundsicherung im Alter auf Rekordhoch

Marius Kiermeier

04.10.2026 - 15:04 Uhr

Berlin - Immer mehr Menschen sind im Rentenalter auf staatliche Hilfe angewiesen! Auch die Kosten steigen rasant. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Sozialpolitikers René Springer (47) hervor, die BILD exklusiv vorliegt. Demnach bezogen Ende des 1. Quartals 2026 insgesamt 771.275 Menschen Grundsicherung im Alter. Ende 2020 waren es noch 564.110 - ein Anstieg um 36,7 Prozent und ein neuer Höchststand.

Immer mehr Menschen im Rentenalter bekommen Grundsicherung - besonders der Ausländeranteil explodiert
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Die Leistung bekommen Menschen, die die gesetzliche "Regelaltersgrenze" erreicht haben und ihren Lebensunterhalt nicht selbst decken können. Die Altersgrenze steigt derzeit schrittweise auf 67 Jahre: Für den Jahrgang 1960 liegt sie beispielsweise bei 66 Jahren und vier Monaten, ab Jahrgang 1964 bei 67 Jahren.

AfD-Sozialpolitiker René Springer (47) brachte die Zahlen mit seiner Kleinen Anfrage an die Bundesregierung ans Licht
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Mehr als jeder dritte Bezieher ist Ausländer

Besonders stark ist der Anstieg bei Ausländern: Ihre Zahl erhöhte sich seit Ende 2020 von 152.320 auf 279.275 - um 83,3 Prozent. Bei Deutschen stieg sie im selben Zeitraum von 411.790 auf 492.000 (+19,5 Prozent). Damit ist inzwischen mehr als jeder dritte Empfänger Ausländer.

Auffällig: Die Zahl ukrainischer Empfänger stieg von 19.535 auf 106.905 - auf mehr als das Fünffache. Bei Menschen aus den acht wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern ging es von 23.915 auf 36.555 nach oben (+52,8 Prozent).

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Auch die Kosten schießen hoch: Die Nettoausgaben für die Grundsicherung im Alter lagen 2025 bei 6,2 Milliarden Euro. 2020 waren es noch 3,3 Milliarden Euro - ein Plus von fast 88 Prozent.

Springer fordert angesichts der Entwicklung höhere Zugangshürden und längere Wartezeiten für steuerfinanzierte Sozialleistungen. René Springer zu BILD: "Deutschland darf nicht länger das Sozialamt für Menschen aus aller Herren Länder sein."

406.000 Menschen ab 60 beziehen Leistungen

Wie könnte sich die Zahl künftig entwickeln? Eine Auswertung der Bundesagentur für Arbeit (BA) für BILD zeigt: Im Juni 2026 bezogen 406.209 Menschen im Alter von mindestens 60 Jahren Bürgergeld bei den Jobcentern. Sie haben die Regelaltersgrenze also noch nicht erreicht. Darunter waren 130.815 Ausländer. Ende 2020 waren es noch 79.775 - ein Anstieg um rund 64 Prozent. Allein 27.008 der mindestens 60 Jahre alten Stütze-Empfänger sind Ukrainer.


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