Von
08.08.2026, 08.10 Uhr o aus DER SPIEGEL 33/2026
Natürlich hätte er ahnen können, dass es ihn irgendwann erwische, sagt Daniel McKinnon, 40, während er den Pier am Hafen von San Francisco entlangspaziert. Selbstredend hätte er antizipieren müssen, was er da eigentlich die ganze Zeit getan habe: "Mein eigenes Karriereende herbeiprogrammiert."
Mehr Marx wagen?
Die künstliche Intelligenz stellt den Kapitalismus infrage: Die Reichen werden reicher, Jobs für die Mittelschicht verschwinden. Das System droht an sein Ende zu kommen.
Lesen Sie unsere Titelgeschichte, weitere Hintergründe und Analysen im digitalen SPIEGEL.
Jahrelang hatte der Ingenieur für den Softwarekonzern Meta künstliche Intelligenz entwickelt. Zunächst nutzte Mark Zuckerbergs Unternehmen solchen Code, um die Spracherkennung des hauseigenen KI-Modells Llama zu verbessern. Dann, um Metas Ray-Ban-Brillen "smart" und die eigenen KI-Chips effizienter werden zu lassen. Nun, um menschliche Arbeit im großen Stil zu ersetzen.
Zehn Prozent seiner Mitarbeiter entließ Zuckerberg Mitte Mai, entledigte sich rund 8000 Angestellter. Menschen wie McKinnon, die jahrelang alles für den Erfolg von Facebook, WhatsApp oder Instagram gegeben hatten, nur um frühmorgens eine E-Mail in ihrem Postfach zu finden. Ab sofort werde ihre Arbeitskraft nicht länger gebraucht, stand da. Wer noch nicht im Büro sei, müsse gar nicht erst losfahren, die Zugangskarten seien gesperrt. Er wolle, so Zuckerbergs Begründung, "das Unternehmen effizienter führen", müsse große Investitionen ausgleichen, vor allem jene in superintelligente Software. Meta will "AI-native" werden. Ein Konzern, der konsequent alles auf KI setzt.
Statt vor den Bildschirm setzt sich McKinnon also in die Morgensonne, schlägt die Beine übereinander, schaut einer Möwe hinterher. Und sinniert über das Ende der menschlichen Arbeit. Ihm gehe es ja noch gut, sagt der Familienvater. Er wolle mit der Abfindung von Meta sein eigenes Biotech-Start-up aufbauen, natürlich mit KI.
"Aber all die anderen?" Die Super-Software, glaubt er, werde schon bald nicht nur Jobs wie seinen übernehmen, sondern die Karrieren von Millionen Menschen beenden. "Wir machen uns keine Vorstellung von dem, was da kommt - und wie schnell."
Der Mensch geht, die Maschine übernimmt. Was lapidar klingt, könnte die Welt stärker verändern als die Entdeckung der Elektrizität oder die Erfindung des Fließbands. Eine Handvoll Techunternehmen aus dem Silicon Valley, deren Bosse zu den reichsten Bewohnern des Planeten gehören und deren Wert zusammengenommen das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone übersteigt, schickt sich an, menschliche Arbeit abzuschaffen - und damit den Kapitalismus, wie wir ihn kennen. Jenes viel kritisierte, aber bislang erstaunlich stabile System, auf dem der Wohlstand auch liberaler Demokratien aufbaut.
KI-Programme wie Anthropics Claude schreiben und prüfen schon heute Computercode oft besser als Menschen. Die Technologie übersetzt Telefonate in Echtzeit, steuert Drohnen in Kriegsgebiete, bewertet Röntgenbilder, übernimmt Steuererklärungen, geht auf Shoppingtour, lenkt tonnenschwere Lkw, Tausende Taxis und Millionen Roboter weltweit.
Dario Amodei, Mitbegründer des US-amerikanischen KI-Unternehmens Anthropic, prophezeit bis 2030 eine Arbeitslosenquote von bis zu 20 Prozent. Elon Musk, dank des Börsengangs seiner Raumfahrt- und KI-Firma SpaceX zwischenzeitlich der erste Billionär der Geschichte, hält ultimativ jedwede Arbeit für ersetzbar. Vinod Khosla, legendärer Silicon-Valley-Investor und einer der ersten Geldgeber von Anthropic-Konkurrent OpenAI, geht davon aus, dass ab 2030 rund "80 Prozent aller Arbeitsplätze von einer KI übernommen werden" könnten.
Auch Techbosse haben keine Glaskugel. Doch seit Monaten fügen sich ihre Prognosen in das allgemeine Lagebild: Schon 2023 kam die Großbank Goldman Sachs zu dem Ergebnis, dass 300 Millionen Vollzeitstellen durch KI automatisierbar seien. 40 Prozent aller Jobs, so der Internationale Währungsfonds 2024, seien betroffen. In Industrieländern gar 60 Prozent.
"Diese Revolution wird zehnmal größer und verläuft vermutlich zehnmal schneller als die industrielle", sagt Demis Hassabis, Gründer und Direktor von Googles KI-Labor DeepMind. Gleichzeitig sei das, was gerade geschehe, "fundamental anders", argumentiert der israelische Historiker Yuval Noah Harari. "Dieses Mal erschaffen wir Akteure, nicht Werkzeuge".
Und so drohen diesem Strukturwandel nicht zuerst die Kumpel im Bergbau, die Näherinnen in der Fabrik zum Opfer zu fallen. Sondern die Mittelschicht. Denkarbeiter am Schreibtisch, deren kognitive Aufgaben KI besonders schnell übernehmen kann: Anwälte in den Großkanzleien von München oder Berlin, Büromenschen in den Versicherungstürmen von Sydney, Investmentbanker an der New Yorker Wall Street, Mad Men in den Werbeagenturen von Los Angeles.
Genauso trifft es Architekten, Lehrer und Ärztinnen, Psychologen, Journalistinnen oder Ingenieure. "White Collar Worker" werden sie in den USA für ihre traditionell weißen Hemdkragen genannt. Stützen hoch entwickelter Volkswirtschaften in den Vereinigten Staaten oder Europa, brave Steuerzahler mit zwei Autos auf der gekiesten Auffahrt und einer Hundehütte im Garten, hochgebildet, gut verdienend.
Menschliche Arbeit, das beschrieb schon Karl Marx, ist ein zentrales Element unseres Wirtschaftssystems: Kapitalisten investieren Geld. Davon kaufen sie - neben Maschinen und Produktionsmitteln - humane Arbeitskraft. Am Ende ist die Ware mehr wert, als der Lohn der Angestellten und die Fabriken gekostet haben. So macht der Kapitalist Profit und wird immer etwas reicher.
Doch auch der Arbeiter gewinnt. Seit dem Ende der Leibeigenschaft und Lehnsherrschaft ist das eine Zauberformel unserer westlichen Welt: Wer etwas leistet, wird belohnt. Mit einem Verdienst, der im besten Fall ein gutes Leben ermöglicht, sozialen Aufstieg, Stolz, Bedeutung. Das System hält sich, solange es Wohlstand und genügend Gewinner hervorbringt.
Doch Marx' Hauptwerk zufolge trägt der Kapitalismus sein Ende in sich, quasi wie ein Uhrwerk, das sich selbst überdreht: Um im Wettbewerb zu bestehen, müssen Unternehmen immer produktiver, größer und effizienter werden. Sie automatisieren, drücken die Kosten, verdrängen lebendige Arbeit nach und nach aus den Fabriken. Es klingt, als hätte Marx schon 1867 das 21. Jahrhundert vorhergesehen.
Sollte sich Kapital völlig entkoppeln von Arbeit, sollte der Mensch vollkommen überflüssig werden, würde die Spaltung zwischen Arm und Reich unendlich. Wenn Firmen zukünftig nicht viel mehr als einen menschlichen Chef brauchen, um astronomische Profite einzufahren, beendet das den bisher gültigen Gesellschaftsvertrag: Während die Mittelschicht um ihre Existenz bangt, häufen die Tech-Oligarchen ungeheure Vermögen an.
Zeigt die KI-Revolution also, dass Marx doch recht hatte?
"A rising tide lifts all boats", versichern sie im Silicon Valley gern. Tatsächlich spricht viel dafür, dass es dieses Mal anders kommt. Womöglich hebt diese Flut nur einige wenige Superjachten, während Millionen Ruderboote untergehen. Mit unabsehbaren Folgen für den gesellschaftlichen Frieden.
KI kratze den sozialen Kitt Schicht für Schicht ab, argumentiert David Autor, der wohl bekannteste Arbeitsökonom der USA. Profitierten künftig nur eine Handvoll Menschen vom System, allen voran die Milliardäre aus dem Silicon Valley, "dann wäre das nicht stabil. Demokratie wäre sehr schwer aufrechtzuerhalten in einer Welt, in der die meisten Menschen nichts mehr zu geben hätten".
Der Papst warnt bereits vor einem "neuen Kolonialismus" durch Techunternehmen. Allison Pugh, Professorin für Soziologie an der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität, fragt: "Ist man noch ein gleichwertiger Bürger, wenn man nicht arbeitet?" Selbst OpenAI-Chef Sam Altman fühlt sich genötigt, darauf hinzuweisen, wie wichtig es sei, dass am Ende der Wohlstand aller zunehme, nicht nur der "von ein paar wenigen".
Regierungen weltweit werden Antworten finden müssen. In Berlin und Paris, London und Peking, Pretoria und Brasília. Am schleunigsten wohl in Washington. Nicht nur weil US-Unternehmen den KI-Boom anführen. Sondern weil dort kaum soziale Sicherungssysteme existieren, wie sie etwa Europa kennt.
Die Unsicherheit im Land ist groß, quer durch alle Altersklassen, Schichten und Bildungshintergründe. In New York sprechen die Jungen, die auf Jobsuche sind, von einer dauerhaften Angst, die sie erfasst habe. Im Silicon Valley sieht mancher schon eine "permanente globale Unterschicht" entstehen, wie sie Science-Fiction-Autor William Gibson einst prophezeite.
Man trifft heute amerikanische Gründer, die mit 28 Jahren Hunderte Millionen Dollar eingesammelt haben, um im Finanzwesen Menschen durch KI-Modelle zu ersetzen. Sie bezeichnen sich als Optimisten und glauben, der Wohlstand werde einfach immer größer. Wenn man sie nach den sozialen Folgen fragt, erröten sie.
Und dann sind da die Veteranen, die in ihrem Leben schon viele Firmen hochgezogen haben und sagen, sie hätten den Kapitalismus immer geliebt, nun aber seien sie ratlos. Durch ihre Köpfe spukt eine dunkle Vision von abgeschotteten Billionären neben einer Masse ausgegrenzter Menschen, von Chaos in den Straßen. Sie fragen: Warum tut keiner etwas?
Noch ist die Technologie mehr Werkzeug als Kollege. Noch besteht die Möglichkeit, dass die KI dem Menschen lästige Tätigkeiten erspart und besser bezahlte Arbeit schafft. Was aber, wenn sich das ändert? Wenn eine dem Menschen überlegene Superintelligenz auch die komplexesten Aufgaben allein erledigt?
Dann, sagt Ökonom Autor, "ist Apokalypse".
Kann diese Dystopie noch verhindert werden? Können wir die KI umbauen - von einer Maschine, die Reichtum konzentriert, zu einem Werkzeug für breiten Wohlstand? Oder ist das Ende des Kapitalismus gekommen?
An einem heißen Spätnachmittag im New Yorker Finanzdistrikt, die Broker sitzen noch in ihren Büros, betritt Elizabeth Tatishev, 23, ein lateinamerikanisches Café. Vor einem Jahr hat sie ihren Abschluss gemacht: Computerwissenschaft und Neurowissenschaft. "Als ich anfing zu studieren, dachte ich, das sei eine Jobgarantie."
Wie einen Vollzeitjob habe sie ihre Suche nach Arbeit betrieben, von neun bis fünf habe sie am Schreibtisch gesessen, zehn Bewerbungen am Tag seien ihr Ziel gewesen, rund 200 insgesamt. Alle erfolglos. "Irgendwann verliert man jedes Sinngefühl", sagt sie. Schließlich zog Tatishev zurück zu ihren Eltern, jobbt jetzt in einem Coffeeshop auf der Upper East Side.
Vielen ihrer Freunde sei es nicht besser ergangen. "Wir haben es schwerer als die Generationen vor uns", sagt Tatishev, "wir leben in permanenter Anspannung."
Industrielle Automatisierung begleitet die Menschheit seit der Erfindung des mechanischen Webstuhls. Doch die KI-Revolution sei revolutionärer, argumentieren Wirtschaftswissenschaftler. Die Einführung besserer Technologie sei stets mit Umbrüchen einhergegangen, bislang hätten Politik und Gesellschaft jedoch immer Wege gefunden, sich anzupassen. So hätten produktivere Fabriken am Ende zu neuen Jobs, zu Lohn- und Wohlstandszuwächsen für die breite Masse geführt.
Ökonomen erklären diesen Effekt mit der "Kompensationstheorie": Verlorene Arbeitsplätze werden demnach langfristig durch neue, oft komplementäre Tätigkeiten und Berufsfelder ausgeglichen.
Lange predigte die Techindustrie ein ähnliches Szenario: Zwar könne KI effizienter Software schreiben als menschliche Programmierer, dennoch würden am Ende mehr humane Entwickler gebraucht. Der Bedarf an neuen Programmen werde deutlich steigen, weil mit KI immer mehr Probleme per Software gelöst würden.
Wäre KI eine Automatisierungstechnologie wie jede andere, hätte das tatsächlich stimmen können. Nur ist KI eben keine Technologie wie jede andere. Die Anzahl der professionellen Programmierer in den USA ist schon heute niedriger als 1980.
Dieser Strukturwandel verläuft schneller und diffuser als frühere. KI ist eine Maschine, die stets dazulernt, ihr Ziel ohne Anleitung erreichen und sogar eigenständig entscheiden kann. Das, sagt Ökonom Autor, "ist etwas fundamental anderes".
Der Professor sitzt an einem heißen Mittag in seinem Büro am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge. Anhand jahrzehntelanger Beschäftigungsdaten untersucht er, unter welchen Bedingungen Automatisierung menschliche Expertise ersetzt oder verstärkt. KI, so Autors zentrales Argument, könne beides: Routineaufgaben übernehmen. Aber so auch menschliche Arbeit anspruchsvoller machen.
Gerade ist der Professor in den letzten Zügen eines neuen Aufsatzes, um besser vorhersagen zu können, welche Aufgaben wahrscheinlich automatisiert werden. Die Details sind noch geheim. Nur so viel, sagt Autor: Eine Aufgabe, die eine Stunde dauere, werde mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreich von KI erledigt. Eine, die acht Stunden, 16 Stunden oder vier Wochen dauere, eher nicht. Das liege einfach daran, dass KI gut darin sei, viele eher kurze Entscheidungswege parallel abzuschreiten. Während viele komplexe Jobs längere Gedankenketten voraussetzen - "also mehr aufeinanderfolgende, voneinander abhängige Schritte, die Kontext und Urteilsvermögen erfordern".
Was also automatisiert werde, hänge stark davon ab, was im jeweiligen Aufgabenbündel enthalten sei: "Es gibt viele Jobs, in denen KI Expertise verstärkt, und viele, in denen sie Expertise zur austauschbaren Ware macht."
Bis vor wenigen Jahren galt Bildung als sichere Eintrittskarte in ein materiell unbeschwertes Leben. Heute ist unklar, was ein Abitur oder ein Studium noch wert sind. Vielleicht kann Autors Forschung künftigen Generationen bei Karriereentscheidungen helfen.
Was aber macht die Gen Z? Jene 14- bis 30-Jährigen, die heute auf den Arbeitsmarkt drängen und wie niemand sonst von diesem Umbruch betroffen sind? Um 16 Prozent ging ihre Beschäftigungsquote in "KI-exponierten Tätigkeiten" laut der Uni Stanford im Vergleich zum Vor-KI-Zeitalter zurück. Die Federal Reserve Bank of New York bezifferte die Arbeitslosigkeit unter Hochschulabsolventen im vergangenen Jahr mit 5,7 Prozent - der allgemeine Schnitt liegt bei etwa vier.
Von einer "lost generation" spricht Mathias Albert, Soziologe an der Uni Bielefeld und als Autor der Shell-Jugendstudie einer der wohl besten Kenner junger Erwachsener und ihrer Gefühlswelt. Erst Corona, anschließend Inflation und Wirtschaftskrise, über allem die Klimakatastrophe, nun KI.
"Diese Generation macht sich keine Illusion mehr über stabile Lebensverhältnisse", befindet der Forscher. Unsicherheit sei das große Schlagwort. "Aber mit KI ist Planlosigkeit dabei, in Perspektivlosigkeit umzuschlagen. Wir alle wissen, dass davon nicht die Parteien der Mitte profitieren. Sondern die politischen Ränder."
An der Westküste der USA, wo die KI-Labore von Menlo Park, Mountain View oder San José an der Übermorgengesellschaft arbeiten, versprechen sie ganz anderes.
Elon Musk etwa malt eine Art Schlaraffenland, in dem überhaupt kein Mensch mehr arbeiten müsse, weil alle Güter und Dienstleistungen in "großartigem Überfluss" vorhanden seien. Er verspricht "zweistelliges Wachstum" und ein "Ende der globalen Armut durch KI und Robotik".
Meta-Manager schwärmen: Jeder werde zukünftig KI-Agenten haben, die er mit allem betrauen könne. Die Rückkehr des Hauspersonals, dieses Mal für jedermann.
Jensen Huang, Chef des Chiphersteller Nvidia, entwirft bei Gesprächen eine Welt, in der KI nicht nur Schreibtischjobs übernimmt, sondern Milliarden Automaten, zig Millionen autonom fahrende Fahrzeuge, Hunderttausende Roboterfabriken selbst physisch herausforderndste Tätigkeiten stemmen. Das werde "die größte je da gewesene Industrie".
Mit derlei Utopien hat es die Silicon-Valley-Elite geschafft, sich anscheinend unersetzlich zu machen. Öffentlich geloben die Entwickler, es gehe ihnen darum, die Menschheit weiterzubringen, nicht zu unterjochen. Tatsächlich darf und sollte jeder mit gesundem Menschenverstand an ihrem Altruismus zweifeln: Schon heute kontrolliert eine kleine Clique Superreicher die Chips, die Rechenzentren, die Daten, ihre Distribution. Schon heute gehen die Techbosse im Weißen Haus ein und aus, dinieren beim G7-Gipfel mit den mächtigsten Staatschefs der Welt. Und bislang hat noch jeder von ihnen eigene Macht, persönlichen Profit und Reichtum dem Wohl der Allgemeinheit vorangestellt.
Bei ihnen konzentrieren sich enormes Vermögen und Deutungsmacht: Der KI-Entwickler Anthropic ist seit Ende Mai mit fast einer Billion Dollar das am höchsten bewertete Start-up der Welt. Nvidia, auf dessen Chips die Technologie fußt, hat in den vergangenen vier Jahren seinen Börsenwert von knapp 500 Milliarden auf fünf Billionen Dollar verzehnfacht.
Firmenchef Huang ist persönlich heute fast 180 Milliarden US-Dollar schwer. Meta-Gründer Zuckerberg bringt es auf 204 Milliarden. Obendrein kontrolliert sein Konzern die Bildschirme von nahezu 3,6 Milliarden Menschen, die täglich einen seiner Dienste nutzen. OpenAI-Frontmann Altman verfügt zwar nur über bescheidene 3,3 Milliarden Dollar Vermögen, informiert dafür fast eine Milliarde Menschen, die pro Woche seinen Konversationsroboter ChatGPT befragen. Multimilliardär Musk erreicht über seine Plattform X immerhin rund 560 Millionen Menschen im Monat - unter ihnen US-Präsident Donald Trump, der zu den größten Fans von X zählt.
Tendenz dieser Zahlen: stark steigend.
In dem Maße, in dem der Einfluss der Tech-Oligarchen wächst, schwinden Handlungsoptionen gewählter Politiker. Denn anders als bei der Raumfahrt oder der Erfindung des Internets ist es dieses Mal überwiegend privates Kapital, das die Revolution treibt. Die Menschheit werde "einen Machtkampf zwischen Techunternehmen und Regierungen erleben", prophezeit Historiker Harari. Firmen könnten mächtiger werden als Regierungen, eine außer Kontrolle geratene Technologie Militär, Finanz- und Rechtssystem übernehmen.
Eine Demokratie aber lebt davon, dass Macht eingehegt wird, Herrscher abwählbar sind. Ihre Legitimation beruht auch darauf, dass sie es schafft, die Verteilungsfrage zu lösen. Auch hier wird die KI-Hausse zum Problem.
Schon heute besitzt das oberste Prozent der Amerikaner beinahe so viel wie die unteren 90 Prozent zusammen. Noch 1990 gab es auf der Welt laut "Forbes" 269 Dollar-Milliardäre mit einem Gesamtvermögen von 542 Milliarden. Im vergangenen Jahr hat dieser illustre Club über 50 neue Mitglieder allein aus dem KI-Sektor begrüßt.
Im 14. Pariser Arrondissement, versteckt hinter Büchertürmen, die nur einen schmalen Blick in den französischen Sommer freigeben, residiert derjenige, der dieses Szenario möglicherweise bereits vor mehr als zehn Jahren hat kommen sehen.
2013 legte Thomas Piketty, Professor an der Pariser Wirtschaftsuni, sein Standardwerk vor: "Das Kapital im 21. Jahrhundert". In dem Buch wollte Piketty zeigen, dass Vermögen in kapitalistischen Gesellschaften langfristig dazu neige, sich zu konzentrieren, weil die Rendite auf Kapital oft höher sei als das Wirtschaftswachstum. In der Konsequenz wird derjenige, der Kapital besitzt, schneller reich als derjenige, der nur arbeitet.
Eine populäre These, in deren Folge Piketty so etwas wie der Popstar der Ökonomie wurde. Manche sahen in ihm den Karl Marx des 21. Jahrhunderts. Bis die britische "Financial Times" Zweifel an der Methode Pikettys äußerte, fragte, ob der Forscher sein großzügig aufbereitetes Zahlenmaterial systematisch verfälscht haben könnte.
Am Ende musste Piketty Ungenauigkeiten und Inkonsistenzen seiner Daten einräumen, sah jedoch keinen "großen Fehler" in seiner Forschung. Er bleibe bei seiner Weltformel: Vermögen wüchsen schneller als Einkommen. Und damit die Ungleichheit.
Politische Eingriffe, erstarkte, neue Institutionen hätten diese zwangsläufige Entwicklung in Europa und den USA im 20. Jahrhundert zwar gebremst oder sogar umgekehrt, argumentiert Piketty. KI aber sei imstande, die an sich "sehr positive Entwicklung" zu beenden.
Die Technologie sei ein neuer Weg, "Reichtum zu akkumulieren, der größte Versuch einer gigantischen Aneignung". KI-Unternehmen nähmen das Wissen und die Erfahrung anderer und versuchten, "einen Eigentumstitel draufzusetzen". Im Endeffekt gleiche das einem "Diebstahl kollektiven Reichtums". Es müsse daher schnell etwas gegen die "Techno-Diktatur" unternommen werden.
Im New Yorker Tompkins Square Park hat sich an einem Junitag eine Gruppe junger Menschen versammelt. Sie tragen Strumpfmasken oder verstecken sich hinter Sonnengesichtern aus Pappe, stellen Plastikstühle für eine Pressekonferenz auf. Journalisten müssen eine handgeschriebene Papierrolle unterzeichnen: Fotos und Videos des Events dürfen nicht auf Instagram, X, TikTok oder anderen Plattformen verbreitet werden. "Es gibt keinen Grund, diesen Moment zu verstümmeln, um das Tech-Spektakel zu füttern", steht da.
Geladen hat eine Bewegung, die in den USA auf dem Vormarsch ist: die Neo-Ludditen, benannt nach jener Bewegung englischer Textilarbeiter, die im frühen 19. Jahrhundert gegen Ausbeutung und fortschreitende Industrialisierung protestierten. Damals zerstörten die Ludditen mechanische Webstühle und wurden wegen ihrer Verbrechen gegen die Maschine zahlreich erhängt oder nach Australien deportiert.
Im Jahr 2026 haben die New Yorker Neo-Ludditen eine "Renaissance" ausgerufen, den "Summer of Ludd". Sie betrachten die Techbosse von heute als Erben der Großindustriellen von damals. Mehr als 120 Events hat die Truppe organisiert, darunter Workshops, in denen man lernen kann, wie Offlinevernetzung funktioniert, und eine Konferenz gegen "Tech-Faschismus", bei anderen Protestaktionen wurden gemeinsam Smartphones zerstört.
Es gehe darum, erklärt eine glupschäugige Handpuppe namens "Medienmarionette Gowanus" - der Pressesprecher -, sich aus den digitalen Sphären der großen Techunternehmen zurückzuziehen und eine alternative soziale Infrastruktur zu erschaffen: offline und analog. "Wir sind nicht gegen die Technologie per se, aber gegen die Übernahme unserer ganzen Nation und sozialen Ordnung."
Hier versammeln sich keine abgedrehten Außenseiter, sondern ganz normale Menschen, meist in ihren Zwanzigern. Ein wenig abseits steht Henry Michaelson, 23, und zeigt sein "Dumb Phone", eine "dumme" Handyvariante, die nicht viel mehr kann, als zu telefonieren und Nachrichten zu verschicken. Instagram und TikTok nutzt Michaelson ebenso wenig wie ChatGPT: "Man muss im Leben nicht auf alles sofort eine Antwort haben."
Michaelson hat an der Eliteuniversität Columbia Philosophie studiert und arbeitet jetzt in der New Yorker Stadtverwaltung. Seine Generation, glaubt er, entwickele gerade erst ein kritisches Bewusstsein dafür, wie die Techunternehmen ihr Zeit, Aufmerksamkeit und Daten raubten. Längst hätten sie die Macht über den öffentlichen Informationsraum gekapert, agierten wie souveräne Staaten im Staat. Unter solchen Bedingungen könne eine liberale Gesellschaft nicht existieren.
Solch friedlicher Widerstand formiert sich derzeit überall: An amerikanischen Universitäten buhen Studierende Tech-CEOs aus, die traditionelle Examensreden halten, oder verlassen die Hörsäle, wenn sie zur Gastvorlesung kommen. Bürger von Florida über Arizona bis New Jersey demonstrieren gegen den Bau von KI-Rechenzentren, unterstützt etwa von der demokratischen Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez, aber auch von Teilen von Trumps "Make America Great Again"-Bewegung.
So gespalten die Amerikaner politisch sind, so vereint sind sie im Techno-Protest. Sprachen sich im vergangenen Jahr noch zwei Drittel für den Bau von Rechenzentren aus, waren es im April 2026 nur noch 36 Prozent. Knapp Dreiviertel der Befragten wollen sie nicht in ihrer Nachbarschaft haben. Mancherorts schlägt der KI-Hass bereits in Gewalt um: Die Villa von OpenAI-Gründer Altman in San Francisco wurde im April mit einem Molotowcocktail attackiert. Verletzt wurde dabei niemand.
Rage against the Machine. Jederzeit bereit und willens zu sein, sich gegen Feinde der eigenen Freiheit zu verteidigen, gehört zum Ur-Mythos der USA. Warum nicht auch gegen eine menschenfeindliche Technologie und ihre Fürsten?
Amerikanische Sicherheitsbehörden warnen vor "antitechnologischem gewalttätigem Extremismus". Das Magazin "Wired" berichtete kürzlich über mehr als tausend Seiten unveröffentlichter Berichte der Dienste. Darunter einen des New York Intelligence and Counterterrorism Bureau, der vor weitreichenden gesellschaftlichen Verwerfungen infolge der Einführung von KI warnt. Essenz: "Die chaotische Lage, die sich in den nächsten fünf Jahren durch aufkommende KI-Technologien ergeben könnte, könnte groß angelegte Proteste befeuern, die in zivile Unruhen und antitechnologisch motivierte gewalttätige extremistische Aktivitäten übergehen."
Wer konsumiert? Wer rebelliert? Wer regiert? Die Fragen sind schnell gestellt. Die Antworten werden Zeit brauchen.
Klar scheint, dass das bestehende Wirtschafts- und Gesellschaftssystem dringend ein Update benötigt, um diesen technischen Supersturm zu überstehen. Es gibt viele Vorschläge dazu, und sie alle sagen auch viel über die Ideologie des Absenders. US-Senator Bernie Sanders, Vertreter des Demokratischen Sozialismus, plädiert für eine teilweise Verstaatlichung des KI-Kapitals. Präsident Trump möchte "kleine Anteile" des KI-Kapitals an die amerikanische Öffentlichkeit übertragen: "So würden sie Partner in dieser Revolution." OpenAI-Chef Altman schwebt eine Robotersteuer vor, Kurzzeitbillionär Musk eine Art universelles Grundeinkommen.
Ökonom Piketty und das World Inequality Lab schlagen vor, Vermögen und Einkommen ultra-progressiv zu besteuern. In der Spitze schuldeten Milliardäre 90 Prozent Einkommen- und 20 Prozent Vermögensteuer. Die allerdings wäre auch in Firmenanteilen zahlbar.
Im kalifornischen Beverly Hills, an einem palmengesäumten Boulevard, verborgen hinter hohen Hecken, glaubt ein deutsch-amerikanischer Milliardär, die beste Antwort von allen gefunden zu haben. Nicolas Berggruen, hierzulande bekannt als Kurzzeitretter der strauchelnden Kaufhauskette Karstadt, hat zum Mittagessen eingeladen. Serviert wird auf der Terrasse am Pool, da ist es leichter, einen kühlen Kopf zu bewahren. Seine Antworten fallen etwas differenzierter aus.
Ein universelles Grundeinkommen, sagt Berggruen, degradiere die Menschen zu Almosenempfängern und könne die wachsende Ungleichheit nicht stoppen. Auch die "traditionelle" volkswirtschaftliche Antwort hält Berggruen für unzureichend: Steuern und Umverteilung seien "ineffizient und politisch einigermaßen toxisch, weil jede Regierung daran drehen kann".
Stattdessen schwebt ihm eine Art Neudefinition des Kapitalismus vor: der Umbau mit sozialistischen Elementen. Jeder und jede soll an den Gewinnen der KI-Revolution beteiligt werden in Form eines "universal basic capital", wie er es nennt. Da es um Aktiengewinne gehe, sei es auch für Konservative "anschlussfähig".
Konkret sieht er zwei Möglichkeiten: einen Fonds, in den alle Unternehmen eines Landes nach und nach Anteile einlegen oder einzahlen. Oder einen Sparplan für jeden Bürger, stark gefördert oder verpflichtend, der dieses Geld dann in Unternehmen anlegt, die durch KI immer profitabler werden. Damit soll sich nebenbei das uralte Problem des Kapitalismus mildern lassen: dass Kapitalbesitzer überproportional gewinnen im Vergleich zu jenen, die nur arbeiten.
Für beide Versionen gibt es bereits etablierte Beispiele. Singapurs Nationalfonds dürfte heute wertvoller sein als das Bruttoinlandsprodukt des Stadtstaats. In Australiens "Superannuation"-Sparplan überweisen die Arbeitgeber steuerbegünstigt zwölf Prozent des Brutto-Einkommens ihrer Angestellten. Das Kapital wird global angelegt. "Ergebnis?", fragt Berggruen. Das Durchschnittsvermögen der Australier zähle heute zu den höchsten der Welt, Armut halte er für mehr oder weniger ausgerottet, das Problem der Ungleichheit für "quasi gelöst".
Auch Deutschland begibt sich auf diesen Weg. Der geplante Kapitalstock-Pfeiler, der nach den Plänen der Bundesregierung 2028 in der gesetzlichen Rentenversicherung eingeführt werden soll, sei ein guter erster Schritt, findet Berggruen. Künftig soll ein Beitrag in Höhe von zwei Prozent des Bruttogehalts der Beschäftigten verpflichtend in eine Aktienrente fließen, paritätisch finanziert. So sollen ganz normale Beitragszahler auf lange Sicht vom Techboom profitieren.
Wie man es auch organisiere, meint Berggruen: "Gebt den Leuten Anteile an ihrer Wirtschaft. Lasst sie Teil ihrer eigenen Zukunft sein."
Besäße die Allgemeinheit ausreichend Anteile an den KI-Firmen, argumentiert Berggruen, könnten die Manager eines solchen Staatsfonds gar auf den Hauptversammlungen mitstimmen. Die Tech-Oligarchen wären automatisch den Interessen der Allgemeinheit verpflichtet. "Vielleicht gibt man den Bürgern sogar direkte Stimmrechte oder gar eine Sperrminorität."
Mehr Sozialismus zur Rettung des Kapitalismus - Karl Marx hätte seine helle Freude. Nur dürfte ohne Regulierung der Technologie die nötige Zeit für den Umbau des Wirtschaftssystems fehlen.
Immerhin: Dass KI eingehegt werden muss, scheint sogar Donald Trump zu erkennen, der sogenannte AI-First-Präsident. Im Juni hat er eingeführt, dass Entwickler den US-Behörden Einsicht in neue leistungsstarke KI-Modelle gewähren sollen. Und nachdem sich Mitte Juli ein KI-Agent des Unternehmens OpenAI bei einem Sicherheitstest selbstständig gemacht hatte, brachte der US-Kongress einen Gesetzentwurf für eine Art Notschalter auf den Weg, um allzu gefährliche Systeme abschalten zu können.
Neue Gesetze aber, gar Entwicklungsstopps, gefährden die Geschäfte von Sam Altman, Mark Zuckerberg oder Elon Musk.
Längst finanziert die Techelite Kampagnen gegen unliebsame Politiker. Vor wenigen Wochen erst pumpten OpenAI-Manager gemeinsam mit Gründern des Überwachungsunternehmens Palantir und des libertären Risikokapitalgebers Marc Andreessen fast acht Millionen Dollar in ein politisches Aktionskomitee, ein sogenanntes SuperPAC. Sie wollten damit der Kampagne von Alex Bores schaden, einem demokratischen Vorwahlkandidaten für das US-Repräsentantenhaus. Der Mann hatte es gewagt, den "Responsible AI Safety and Education Act" auf den Weg zu bringen, der strengere Standards für KI-Entwickler festlegen soll.
Gut möglich, dass die US-Präsidentschaftswahl 2028 zur ersten Machtprobe wird: Tech-Oligarchie versus Demokratie.
Und was wird dann aus dem Kapitalismus?
Foto: Wadim Petunin / DER SPIEGEL
Sven Beckert muss erst einmal drei, vier Kekse essen, ehe er darauf antworten kann. Zucker gegen den Jetlag. Eigentlich lehrt der Historiker an der US-Eliteuni Harvard, sitzt an einem Dienstag Ende Juni aber in einer Bibliothek in Freiburg, wo er einen Forschungsaufenthalt einlegt.
Beckert hat im vergangenen Jahr ein viel beachtetes 1280-Seiten-Epos zur Geschichte des Kapitalismus vorgelegt. Zwei Merkmale arbeitet er darin heraus: Kapitalismus sei, erstens, vielmehr eine historische Entwicklung und Logik als eine natürliche Ordnung der Welt. Insofern werde er "nicht das letzte Wort in der Organisation des Wirtschaftslebens sein".
Zweite Beckertsche Lehre: Der Kapitalismus ist radikal undogmatisch. Oft geht er einher mit liberalen Demokratien. Aber nicht notwendigerweise: Die Sklavenhalter von Barbados seien bestimmt keine Demokraten gewesen, dennoch Kapitalisten, sagt er. Auf heutige autoritäre Herrscher treffe dasselbe zu.
Kapitalismus braucht also nicht unbedingt die Demokratie. Aber braucht die Demokratie den Kapitalismus?
"Nicht zwingend", sagt Beckert.
Bei KI profitierten derzeit sehr wenige, während die Technologie vielen Menschen schade. Bliebe das so, sagt der Professor, "kann das den Kapitalismus selbst infrage stellen". Die Technologie beinhalte jedoch auch Chancen. "Die Menschheit kann sich dank technischem Fortschritt vieler ihrer materiellen Sorgen entledigen. Wir sollten uns daran erinnern, dass wir eine gute Zukunft für alle bauen können."
Immer wieder habe sich dieses Wirtschaftssystem gehäutet und gewandelt. In der Baumwollindustrie des 18. Jahrhunderts etwa seien die Gewinne weitgehend an die Fabrikbesitzer gegangen, im keynesianischen Zeitalter nach dem Zweiten Weltkrieg dann breiter verteilt worden. In den vergangenen 50 Jahren der "neoliberalen Computerisierung" hätten wiederum vor allem die Unternehmen Geld eingestrichen. "Doch was nach dem jetzt endenden neoliberalen Zeitalter kommt, ist noch offen."
Es brauche "dringend wieder mehr Umverteilung", sagt Beckert. Ob die Ideen von Musk, Piketty oder Berggruen sich durchsetzen - das sei nicht so entscheidend, findet Beckert. "Entscheidend ist, dass wir diese Diskussion führen. Das darf man auf keinen Fall den rechten Parteien überlassen, die eine Rückkehr in ein gestriges Ideal versprechen."
Ein Zurück gebe es in der Geschichte per se nie: auch nicht in die Zeit, als künstliche Intelligenz nur die Idee einiger Informatiker war.
Und nicht die neue gesellschaftliche und wirtschaftliche Realität