Mittwoch, 25.03.2026, 08:05
Franziska Lieb gilt als renommierte Strafverteidigerin in der Kölner Kanzlei Gercke Wollschläger. In ihrer Vita führt die erfahrene Juristin zahlreiche Auftritte in parlamentarischen Untersuchungsausschüssen auf. Inzwischen hat auch das NRW-Fluchtministerium die Anwältin engagiert. Die promovierte Strafverteidigerin betreut die meisten Zeugen aus dem Ressort, die im Untersuchungsausschuss zu dem Terroranschlag in Solingen am 23. August 2024 mit drei Toten aussagen müssen.
Zum einen geht es um die gescheiterte Abschiebung des syrischen Dschihadisten Issa al Hasan gut ein Jahr vor dem Anschlag nach Bulgarien. Zum anderen um das desaströse Krisenmanagement der Spitze rund um die inzwischen abgetretene Ministerin Josefine Paul (Grüne) kurz nach dem Terrorakt.
Für die anwaltliche Zeugenberatung zahlt das Fluchtministerium ein üppiges Honorar. Auf Anfrage teilte eine Ministeriumssprecherin FOCUS online mit: "Die bisherigen Kosten des Tätigwerdens von Frau Dr. Lieb lassen sich in Anlehnung an die Beantwortung von Kleinen Anfragen zu externen Beratungsverträgen grob in einer Kostenspanne von 50.000 bis 221.000 Euro einordnen."
Trotz Nachfrage wollte sich das Ministerium nicht auf eine exakte Summe festlegen. "Zu konkreten vertraglichen Vergütungsmodalitäten kann sich das Ministerium aus Gründen des Vergaberechts sowie des Vertrags- und Datenschutzes (...) nicht äußern. Die Umsatzzahlen sind Teil der Preis- beziehungsweise der Angebotskalkulation der beauftragten Kanzlei und damit als Geschäftsgeheimnis zu bewerten."
Trotz Nachfrage wollte sich das Ministerium nicht auf eine exakte Summe festlegen. "Zu konkreten vertraglichen Vergütungsmodalitäten kann sich das Ministerium aus Gründen des Vergaberechts sowie des Vertrags- und Datenschutzes (...) nicht äußern. Die Umsatzzahlen sind Teil der Preis- beziehungsweise der Angebotskalkulation der beauftragten Kanzlei und damit als Geschäftsgeheimnis zu bewerten."