17.06.2026 - 05:48 Uhr
(Quelle: IMAGO/teutopress GmbH)
Expertin Güner Balci (51), Integrationsbeauftragte von Berlin-Neukölln, zeigte sich vor allem alarmiert durch "junge Männer wie aus dem Mittelalter mit völlig überkommenen Geschlechterbildern". Ihre Sorge: "Da ist das Patriarchat eingewandert. In den Schulen werden kleine Mädchen vor der Reise in die Heimat vor Zwangsverheiratung gewarnt." ARD-Reporter Sascha Adamek (58) schätzte sogar: "Eine Million Muslime sind anfällig für Radikalisierung". Über die "Unterwanderung durch den Islam" sagte der Experte drastisch: "Das Verrückte ist: Den Kampf gegen unsere eigene Freiheit finanzieren wir selbst!"
Die Bundestagsabgeordnete Lamya Kaddor (48, Grüne) bestätigte: "Ja, wir haben ein Problem mit Islamismus in Deutschland." Lanz wurde daraufhin deutlich kritischer: "Kinderehen, Ehrenmorde, Blutgeldzahlungen! Sie selbst mussten mitansehen, wie sich fünf Ihrer Schüler in NRW dem IS in Syrien angeschlossen haben." Doch Kaddor fand sogar eine von Lanz per Foto dokumentierte innige Umarmung einer grünen Spitzenpolitikerin mit einem bekannten Muslimbruder nur "irritierend". Dass der Berliner Verfassungsschutz jetzt eindringlich vor der ständigen Unterwanderung durch islamistische Organisationen warnte, habe sie, so Kaddor, "sehr überrascht". Aber "Ich bin nicht die Islampolizei!"
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Journalistin Kohla Maryam Hübsch (45) beklagte zuletzt "eine zunehmende Entfremdung der Muslime von Deutschland" und behauptete lächelnd: "Bei der letzten WM haben sich sehr viele Muslime ganz selbstverständlich hinter die deutsche Mannschaft gestellt. Jetzt sagen mir Leute: Ich will gar nicht, dass Deutschland gewinnt. Deutschland soll verlieren!" Der radikale Islam sei, so behauptet Hübsch (mit Kopftuch), nur ein "Randphänomen, genau wie Zwangsverheiratungen und Paralleljustiz". Denn "die überwältigende Mehrheit der Muslime in Deutschland sei friedliebend". Über das Kopftuch für kleine Mädchen sagte sie: "Wir tragen es aus Liebe zu Gott." Kopftuchverbote für Kinder seien "nicht nachhaltig", denn "wenn Sie das Betteln verbieten, schaffen Sie die Armut nicht ab."
Mittwoch, 17.06.2026, 08:40
"Wir haben ein Problem, und zwar ein gewaltiges", sagte der Investigativjournalist. Dann führte er weiter aus: "Das, was Jan Redmann (CDU) sagt, haben wir schon lange recherchiert, dass tatsächlich die Muslimbruderschaft, die ja in Deutschland kein Schützenverein ist, mit fest eingeschriebenen Mitgliedern, die man nachlesen kann, sondern eine Geheimorganisation, dass die halt tatsächlich anschlussfähig werden will in der Politik, was ihr auch zeitweise gelingt. Zum Beispiel im Land Berlin."
Brandenburgs Innenminister Jan Redmann warnte Anfang Juni in einer Pressemitteilung seines Landes vor der "perfiden Doppelstrategie" der Muslimbrüder. "Die Muslimbruderschaft greift unsere Demokratie nicht mit offener Gewalt an, sondern schleicht sich durch die Hintertür ein. Sie nutzt die Freiheiten unseres Rechtsstaates aus, um genau diese Freiheiten abzuschaffen", so der CDU-Politiker. So engagiere sich die Muslimbruderschaft in der Sozialarbeit und dränge in politische Gremien. So täusche sie die Zivilgesellschaft und Politik gleichermaßen. Redmann schreibt weiter: "Ihr Ziel ist es Akzeptanz zu gewinnen und am Ende sogar öffentliche Gelder für ihre verfassungsfeindliche Agenda abzugreifen."
Unterwanderung sei zwar "ein großes Wort", es entspräche allerdings nach Adameks Ansicht der Wahrheit. "Es ist halt so, dass gerade in Berlin diese Muslimbruderschaft die Parteien auch infiltriert hat, wie die SPD, wie die Grünen, so dass Leute sagen, insofern, dass es möglich gemacht wurde, dass Vereine, die vor ein paar Jahren noch im Verfassungsschutzbericht standen, heute rausgenommen wurden", so der FOCUS-online-Korrespondent.
Markus Lanz diskutierte mit seinen Gästen über die Herausforderungen einer multikulturellen Gesellschaft. Die Runde debattierte aber auch über Vorurteile gegenüber islamischen Glaubensgemeinschaften, sowie über die Gefahr islamistischer Netzwerke.