Massiver Druck auf Bas und Klingbeil: Bundesrechnungshof fordert Stütze-Kahlschlag für Alte!

Moritz J. Müller

05.10.2026 - 20:22 Uhr

Berlin - Der Bundesrechnungshof macht in einem brisanten Bericht massiven Reformdruck auf das Arbeitsministerium (BAMS) von Ministerin Bärbel Bas (58, SPD). Die Prüfer kritisieren, dass Sonder-Privilegien ältere Arbeitslose zum Verbleib unter dem Sozialschirm motivieren. Das Ergebnis: längere Leistungsbezüge und massive Kosten für den Steuerzahler.

SPD-Chefs unter Reformdruck: Arbeitsministerin Bärbel Bas (58, SPD) und Vizekanzler Lars Klingbeil (48, SPD)
Foto: Kay Nietfeld/dpa

In einem internen Bericht für den Haushaltsausschuss (liegt BILD vor) fordert der Rechnungshof radikale Reformen für die Arbeitslosenversicherung. In ihrem Bericht zerpflücken die Prüfer zentrale Sonderregeln für ältere Arbeitslose. Die Prüfer kritisieren "ungerechtfertigte Begünstigungen", dank derer sich Stütze-Empfänger die Zeit bis zur Rente überbrücken können - anstatt arbeiten zu gehen.

Fristen, Abfindungen, Altersgrenze Linken-Chefin ruft schon zum Protest auf

Der Vorstoß trifft die Debatte um die Finanzierung der Arbeitslosenversicherung. Während die Kosten steigen und die Bundesagentur für Arbeit unter Druck steht, sträubt sich die SPD gegen Eingriffe bei Bezugsdauer und Leistungen. Jetzt fordert der Rechnungshof Reformen bei genau diesen Privilegien. Der Vorwurf: Die Arbeitslosenversicherung darf kein bequemer Übergang in die Rente sein.

Doch schon jetzt kommt von Linksaußen Druck auf die SPD, sich der Analyse des Rechnungshofs zu widersetzen. Linken-Chefin Ines Schwerdtner sagt BILD: "Ausgerechnet bei älteren Beschäftigten den Rotstift anzusetzen, wenn sie ihren Arbeitsplatz verlieren, finde ich schäbig. Ältere Beschäftigte dürfen nicht zum Sparschwein der Bundesagentur gemacht werden." Große und laute Sozialproteste seien laut Schwerdtner nun erforderlich.

Der Bundesrechnungshof ist eine oberste Bundesbehörde und das unabhängige Organ der staatlichen Finanzkontrolle in Deutschland.


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