18.03.2026 - 15:55 Uhr
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Es ist eine klare Abrechnung mit der Migrationspolitik, die beim Rede-Duell mit Amtsinhaber Alexander Schweitzer (52, SPD) eher untergegangen ist, aber hochbrisant ist. Zum ersten Mal benennt ein CDU-Politiker klar die Ursache der seit Jahren steigenden Messer-Gewalt: Es ist die Zuwanderung.
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Das hat Gordon Schnieder im Wortlaut gesagt: "Wir haben erst die polizeiliche Kriminalstatistik bekommen. Wir sehen dort ein Phänomen, was erst seit 2020 aufgenommen worden ist. Das ist die Messerkriminalität. Das ist keine deutsche Kriminalität, das ist eine zugewanderte Kriminalität. Und wer mit Messern rumläuft, die Zahlen sind nochmal gestiegen, nahezu 1,5 bis 2 Fälle pro Tag, wer so straffällig wird, muss dieses Land verlassen."
Heißt: Bis 2020 waren Angriffe mit Messern von der Polizei nicht separat ausgewiesen. Was nicht bedeutet, dass Deutsche keinerlei Messer als Waffen benutzt haben. Nur waren die Fallzahlen so klein, dass sie keine eigene Auswertung in der Polizeistatistik hatten. Da es aber aktuell fast 700 Messerangriffe in Rheinland-Pfalz pro Jahr gibt, bundesweit sogar fast 30.000 Fälle, werten die Sicherheitsbehörden die Messerkriminalität extra aus.
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Doch hat CDU-Politiker Schnieder mit dieser Aussage recht? Islam-Wissenschaftlerin Susanne Schröter (68, Goethe-Uni Frankfurt) zu BILD: "Wir haben zweifelsfrei ein Problem mit zugewanderter Gewaltkriminalität. Diese Problematik wurde viel zu lange verschwiegen und wird teilweise noch immer mit fadenscheinigen Begründungen verschleiert." Für sie steht fest, dass die steigende Messergewalt "das Ergebnis einer ungesteuerten Zuwanderung sowie gravierender Integrationsdefizite" ist.
Neben Messerkriminalität nehmen für Schröter durch die Zuwanderung auch andere Formen der Gewaltkriminalität zu, dabei besonders Vergewaltigungen und sexualisierte Gewalt.
Polizeigewerkschafter Manuel Ostermann (35) zu BILD: "Die Migrationskrise ist auch eine Kriminalitätskrise und auch diesen Fakt macht sich beim Tatmittel Messer deutlich." Denn mehr als 40 Delikten bundesweit pro Tag richten sich unmittelbar gegen Leib und Leben. "Dabei ist nicht das Messer ein Problem, sondern derjenige, der es missbräuchlich gegen Menschen richtet. Hier sind Männer aus den Asylhauptherkunftsländern im Verhältnis zur gesamten Bevölkerung deutlich überrepräsentiert, so Ostermann zu BILD.
Der Polizeigewerkschafter fordert deshalb - ähnlich wie CDU-Mann Schnieder: "Für Menschen aus den Asylhauptherkunftsländern muss nach einer solchen Tathandlung gelten - Abschiebung mit Wiedereinreisesperre und hinterlegten Haftbefehl."
Susanne Schröter ist eine deutsche Ethnologin und Hochschullehrerin, emeritierte Professorin am Institut für Ethnologie der Goethe-Universität Frankfurt. In ihren letzten Forschungsjahren verlagerte sie ihren Schwerpunkt immer weiter Richtung Islamismus. Bis September 2025 war sie Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Manuel Ostermann ist Polizeibeamter bei der Bundespolizei. Er ist seit 2023 stellvertretender Bundesvorsitzender der Bundespolizeigewerkschaft, einem Teilverband der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG). Er ist Autor des Buches "Deutschland ist nicht mehr sicher: Wie unsere Polizei zwischen Politik und Straße aufgerieben wird."