10.03.2026 - 09:30 Uhr
Foto: Sat.1/Joyn
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Landwirtin Iris Tapphorn zeigt ihm, wie tief der deutsche Bürokratie-Wahnsinn reicht. Wenn auf ihrem Hof geschlachtet wird, landen Daunen und Federn nicht im Abfall, sondern werden wenige Meter entfernt weiterverarbeitet. Der Transport erfolgt mit einer ganz normalen Sackkarre.
Eigentlich eine Sache von Sekunden. Hierzulande aber ein Fall für umfangreichste Dokumentationen. Eine Staatsangelegenheit.
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Doch damit nicht genug, wie sie Paul Ronzheimer erklärt: Neben einem Desinfektionsbuch soll sie sogar ein FAHRTENBUCH führen - über jede einzelne der rund 50-Meter-Touren auf dem eigenen Hof. Zum Schnattern!
"Du musst ALLES melden - jeden Handschlag, den du tust!", sagt die Landwirtin frustriert. Sie weigert sich, das alles zu befolgen. 15 bis 20 Stunden verbringe sie ohnehin pro Woche mit Behörden-Apps und Papierkram.
Kein Einzelfall. Alleine in der Land- und Forstwirtschaft entstehen jedes Jahr Bürokratiekosten in Höhe von 418 Millionen Euro. "Völliger Wahnsinn, was ich hier erlebt habe", sagt Ronzheimer, als er den Gänsehof in Niedersachsen verlässt. "Trotzdem irre schön hier!"