Buchauszug "Unterwanderung" 600.000 Euro Steuergeld für Café, das Weiße ausschließt

Sascha Adamek

Mittwoch, 29.04.2026, 07:48

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) stoppt die Förderung von sogenannten "Demokratieförder-Projekten" und wird hart angegriffen. Ein Auszug aus dem Buch "Unterwanderung" zeigt hingegen: Über Jahre wurden hochproblematische Projekte gefördert.

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Im Rahmen des Programms "Demokratie Leben!" finanziert die Bundesregierung zahlreiche linke NGOs mit hohen Beträgen. Die Organisationen haben teilweise Bezüge zum Islamismus. Kontrolle: Fehlanzeige. Hier einige Beispiele aus dem Buch "Unterwanderung - Der Politische Islam weiter auf dem Vormarsch":

1. BIWOC Rising-Café: Zutritt nur für "BIWoC and TIN*BIPoC"-Personen Fördersumme (insgesamt): 662.450 Euro

In den Fördermittel-Listen des Programms "Demokratie leben" aus dem Bundesfamilienministerium taucht auch eine Organisation mit dem Namen BIWOC Rising - gemeinnützige Unternehmergesellschaft auf, die von 2021 bis Ende 2024 insgesamt 662.450 Euro erhielt.

Der Verein betreibt in Berlin eine Coworking-Zone mit integriertem Café. Als sogenannter "safer space" stehen diese Räumlichkeiten des gemeinnützigen Vereins ausschließlich "BIWoC and TIN*BIPoC"-Personen offen. BIWoC steht für "Black, Indigenous and Women of Color", die Abkürzung TIN*BIPOC für "Trans*, Inter* und nicht-binäre People of Color".

Sprich: Weiße Menschen haben keinen Zutritt zu diesem Verein, der in seiner offiziellen Satzung neben Bildungszwecken die Hilfe für politisch, rassisch oder religiös Verfolgte, für Flüchtlinge, Vertriebene, Aussiedler, Spätaussiedler, Kriegsopfer, Kriegshinterbliebene, Kriegsbeschädigte und Kriegsgefangene und so weiter auflistet.

Die offizielle Satzung des Vereins widerspricht daher offenbar der Beschränkung auf die genannten Personengruppen. Eine Anfrage, ob sich das Ausschließen von Menschen mit weißer Hautfarbe mit der öffentlichen Förderung des Vereins vertrage, ließ der Verein unbeantwortet.

Chefinnen teilen Verherrlichung von Hamas-Terror

Laut einer Recherche der "Welt" teilte die Geschäftsführerin des Unternehmens, Loubna Messaoudi, zum Jahrestag des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023 einen Beitrag, der die Terrorkampagne als "Widerstand gegen Kolonialismus" bezeichnete.

Nach einem Polizeieinsatz gegen eine propalästinensische Aktivistin hat sie dem Bericht zufolge Deutschland eine Wiederholung der NS-Vergangenheit vorgeworfen.

Im "Advisory Council" des Vereins sitzt die Schauspielerin Mihaela Dragan. Sie soll dem Bericht zufolge Israel das Existenzrecht abgesprochen haben und nannte israelische Siedler "Schweine ohne jede Würde". Sowohl Messaoudi wie auch Dragan werden weiterhin auf der Webseite in ihren Funktionen aufgeführt. Eine umfassende Anfrage ließ der Verein unbeantwortet.

2. "Neue Deutsche Medienmacher*innen" wollen Sprache regulieren Fördersumme (insgesamt): 3.455.839 Euro (inkl. Partnerorganisation Neue Deutsche Organisationen)

In manchen Redaktionen, vor allem öffentlich-rechtlicher Medienhäuser, wird das "NdM-Glossar, Wörterverzeichnis der "Neuen Deutschen Medienmacher*innen" aktiv zur Verfügung gestellt, um sprachliche Hinweise für eine angeblich diskriminierungsfreie Wortwahl anzubieten.

So stelle der Begriff "Armuts- oder Wirtschaftsflüchtling" eine "abwertende Bezeichnung" dar, da insinuiert werde, dass die meisten Asylbewerber aus wirtschaftlichen Gründen kämen. Fakt ist, dass weniger als ein Prozent der Bewerber in Deutschland Asyl nach Artikel 16 Grundgesetz erhalten. Gut die Hälfte der Bewerber erhält subsidiären Schutz. Sprich: Sehr viele Migranten sind Wirtschaftsflüchtlinge.

Eine gesellschaftliche Debatte über neue Wege legaler Einwanderung kann jedenfalls - folgt man der Auffassung der "Neuen Deutschen Medienmacher" - nur unter Auslassung zentraler Begriffe geführt werden: Armutsflüchtlinge, Wirtschaftsflüchtlinge, Asylmissbrauch, illegale Migranten. Sogar das Wort Integration steht demnach in einem problematischen Kontext.

Begriff Clan stehe für "kulturrassistische Vorstellungen"

Auch bei der Beschreibung krimineller Begleiterscheinungen müssten Medien, Politik und Bevölkerung auf einen einfachen Begriff verzichten: Die Debatte über Clan-Kriminalität müsste ohne dieses Wort auskommen, denn das sei ein "stigmatisierender Begriff, weil damit ganze Familien, auch Kinder, Großeltern und andere Verwandte zu Kriminellen erklärt werden". Er knüpfe auch an "kulturrassistische Vorstellungen an, etwa, dass alle Clanmitglieder in archaischen Familienstrukturen leben".

Zum Islamismus heißt es: "Islamismus meint zunächst die Verknüpfung von Islam und Politik, also den sogenannten politischen Islam. Islamismus ist daher nicht gleichzusetzen mit Terrorismus. Islamist*in zu sein bedeutet, islamistischer Gesinnung zu sein - das allein ist nicht verboten, sondern nur in Verbindung mit strafbaren Handlungen nicht erlaubt."

Gleichzeitig teilt das Glossar gegen Islamkritiker heftig aus: "In öffentlichen Debatten werden jedoch oft auch antimuslimische oder islamfeindliche Äußerungen als Islamkritik bezeichnet, die weniger auf Fakten als auf Ressentiments beruhen und sich pauschal gegen Muslim*innen richten".

3. Claim-Allianz: Islamistisches Straßenfest und Antisemitismus bei Partnerprojekten

Islamistisches Kinderfest in Berlin wurde öffentlich gefördert
Unity2025 / Instagram

Fördersumme (insgesamt): 1.754.619 Euro

So fand am 28. September 2025 im Berliner "Zentrum für Kunst und Urbanistik" das sogenannte Unity-Fest statt. Auf der Bühne sangen Kinder Nasheeds, also islamische Sprechgesänge oder malten Palästina-Flaggen aus, wie das Portal "NIUS" berichtete. T-Shirts mit einer Landkartengrafik wurden zum Verkauf angeboten, auf der Israel getilgt war.

Auf dem Werbeplakat des Unity-Festes stehen eine Handvoll Organisationen - neben "Islamic Relief" auch die "Claim-Allianz". Auf die Anfrage des Autoren, wie "Claim" zu den Vorgängen während des Festes steht und wie die Organisation hier eingebunden war, behauptet "CLAIM":

"Claim war beim UNITY Fest für einen inhaltlichen Input zu antimuslimischem Rassismus angefragt - ohne dass uns nähere Informationen zum Programm und zu Redner*innen vorlagen - außer, dass die Veranstaltung unserer Kenntnis nach vom Land Berlin gefördert wurde. Unsere Teilnahme haben wir aber vor der Veranstaltung zurückgezogen."

Die Antwort ist in mehrfacher Hinsicht erstaunlich: Warum "Claim" zurückgezogen haben will, obwohl sie nicht gewusst haben wollen, wer da auftritt, ist bizarr. Bemerkenswert ist aber der Hinweis auf die Förderung durch das Land Berlin: Hier ist es wieder das Fördermittel-Domino, bei dem niemand richtig prüft und sich mit der Förderung anderer Institutionen zufriedengibt.

Zur Verwendung des Logos bei der Veranstaltung behauptet "Claim" übrigens: "Unser Logo wurde ohne unsere Zustimmung verwendet. Bei Bekanntwerden haben wir die Veranstalter darauf hingewiesen und um Entfernung des CLAIM-Logos (online wie offline) gebeten - was uns vom Veranstalter zugesichert wurde. Es gab und gibt keine Beteiligung von CLAIM an diesem Festival."

Sehr nachdrücklich kann die Bitte, Claim zu entfernen, nicht gewesen sein, denn selbst nach der Antwort von Claim ist das Logo noch auf der Veranstalterseite online zu lesen.

"Verkommen wir hier zum Judenstaat?"

Im großen Geflecht der NGO-Netzwerke wird offenbar nicht immer genau hingesehen, wer sich beteiligt. Lennart Pfahler und Alexander Dinger von der "Welt" berichten über ein Mitglied und Funktionär des "CLAIM"-Partner-Vereins "Teilseiend" aus Heidelberg - der auf der Plattform X jüdische Zionisten als "eine Krankheit" bezeichnet.

Unter dem Foto eines Chanukka-Leuchters am Brandenburger Tor postete er: "Verkommen wir hier zu einem Judenstaat?" Einen Artikel des damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz zum Holocaust-Gedenktag kommentierte er: "Einfach nur eklig, wie kann man sich nur derart anbiedern?"

"Teilseiend" war bis Ende 2024 einer der größten Projektträger der "Claim"-Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit. Gute 1,7 Millionen Euro erhielt Teilseiend aus dem Programm "Demokratie leben". Auf seiner Presseseite distanziert sich "Claim" von den Aussagen des "Teilseiend"-Vorstandes:

"Claim setzt sich seit Bestehen für die Menschenrechte und gegen jede Form der Menschenfeindlichkeit ein und spricht sich klar und deutlich gegen Antisemitismus in jeglicher Form aus. Wir sind schockiert von den Aussagen, die ein ehemaliges Vorstandsmitglied des Vereins Teilseiend e. V. über seinen privaten X-Account verbreitet hat und distanzieren uns klar und in aller Form und Deutlichkeit von diesen Aussagen.

Antisemitismus in jeglicher Form hat mit den Werten von Claim nichts zu tun. Claim steht und stand zu keinem Zeitpunkt in Verbindung mit der betreffenden Person. Wir begrüßen ausdrücklich, dass sich der Verein Teilseiend e. V. kompromisslos und sofort von dem betreffenden Vorstandsmitglied getrennt hat."

Der Verein "Teilseiend" trennte sich von seinem ehemaligen Kassenwart: "Die Relativierung oder Reproduktion antisemitischer, extremistischer oder menschenverachtender Narrative hat bei uns keinen Platz und ist nicht tolerabel."

Nun geriet auch "Claim" unter Druck

Ende November 2025 sah sich "Claim" offenbar zu einem drastischen Schritt gezwungen: Die Organisation teilte mit, dass die "Claim"-Allianz zum 19. November 2025 aufgelöst wurde: "Gleichzeitig bauen wir die wichtige Arbeit der Claim gGmbH weiter aus."

Mit anderen Worten: Die Organisation entledigt sich ihrer - teils hochproblematischen Allianzpartner und macht ausschließlich als gemeinnützige GmbH weiter. Nach jahrelanger bedenkenloser Förderung hat die neue Bundesfamilienministerin Karin Prien eine Überprüfung sämtlicher "Demokratie Leben" -Projekte begonnen. Dadurch geriet nun auch "CLAIM" unter Druck.

Bundesregierung beruft sich auf Geheimschutz

Auf die Anfrage der AfD, ob "Claim" oder Projektpartner vom Verfassungsschutz beobachtet würden, entschied die Bundesregierung, diese Frage aus Gründen des Geheimschutzes nicht vollständig zu beantworten. Die gegebene Antwort lässt allerdings tief blicken:

"Ausgehend von diesem Grundsatz ergibt die Abwägung der widerstreitenden Belange in den vorliegenden Fällen, dass zur Claim-Allianz Folgendes mitgeteilt werden kann: Dem BMI [Anm. d. Verf.: Bundesministerium des Innern] liegen zur Claim gGmbH keine Erkenntnisse vor. Zu Mitgliedsorganisationen der Claim-Allianz liegen vereinzelt Erkenntnisse unterschiedlicher Intensität, Wertigkeit sowie Aktualität vor. Die Weiterförderung wird daher überprüft."


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