Bittere Bürgergeld-Wahrheit: "Die Integration von Frauen aus Asyl-Ländern klappt nicht"

Arbeitsagentur-Vorstand erklärt die hohe Stütze-Quote bei Ausländern

Marius Kiermeier

28.01.2026 - 06:51 Uhr

Berlin - Deutschland braucht Zuwanderung, so der Tenor auf der Konferenz "Migration & Arbeit" der Bundesagentur für Arbeit (BA). Politiker, Experten, Behörden - Einigkeit überall: Migration sei nötig, richtig und ein Gewinn für den Arbeitsmarkt.

Frauen aus Asylherkunftsländern können oft nicht in den Arbeitsmarkt vermittelt werden
Foto: imago images / Ralph Peters

Und Fakt ist - da sind sich auch Arbeitsmarktexperten einig: Deutschland braucht tatsächlich dringend Fachkräftezuwanderung. Doch während auf der Bühne fast ausschließlich über Chancen der Migration gesprochen wurde, zeigen die Zahlen eine kompliziertere Realität.

Die Quote, über die kaum jemand sprach

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Daniel Terzenbach (45) ist Vorstand "Regionen" der Bundesagentur für Arbeit
Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Einen zentralen Grund benannte BA-Vorstand Daniel Terzenbach (45) am Rande der Konferenz ganz klar: "Die Integration von Frauen aus den Asylherkunftsländern funktioniert nicht." Arbeitsmarktexperten verweisen auf fehlende Sprachkenntnisse, fehlende Kinderbetreuung - aber auch kulturelle Prägungen aus islamisch geprägten Herkunftsländern, in denen Erwerbsarbeit von Frauen nicht selbstverständlich ist.

Wirtschaft braucht Zuwanderung

Dass Deutschland auf Zuwanderung angewiesen ist, stellte Arbeitsministerin Bärbel Bas (57, SPD) klar. Nach zwei Jahren Rezession wachse die Wirtschaft 2025 zwar wieder - aber nur um 0,2 Prozent. Gleichzeitig investiert der Staat 500 Milliarden Euro in Infrastruktur, Klimaschutz und Kommunen. Bas: Geld allein reicht nicht. "Irgendwer muss das dann auch praktisch umsetzen." Heißt: Deutschland braucht Menschen, die arbeiten. Auch aus dem Ausland.

Ein Schwerpunkt der Konferenz war die geplante "Work-and-Stay"-Agentur - ein zentrales Projekt der Bundesregierung. Über ein zentrales digitales Portal sollen künftig Visa, Aufenthaltstitel und Anerkennungsverfahren gebündelt werden.


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