Abschiebung unmöglich: Asylbewerber mit Strafakte: Jeder vierte taucht ab

Nikolaus Harbusch

31.01.2026 - 19:28 Uhr

Berlin - In Deutschland gelten insgesamt 7624 registrierte Flüchtlinge als "abgängig": Sie wurden in Erstaufnahmeeinrichtungen erfasst, dann verlor sich ihre Spur. Allein in Rheinland-Pfalz verschwanden 923 Asylbewerber aus den Unterkünften. BILD weiß: Knapp ein Viertel der verschwundenen Personen ist bereits als Straftäter aufgefallen. Heißt: Von 923 Ex-Bewohnern haben 208 eine Strafakte - rund 23 Prozent.

Viele Asylbewerber verschwinden aus Angst vor Strafverfolgung (Archivbild)
Foto: Spreepicture

Diese Zahl ist für die Behörden brisant. DENN: Ein knappes Viertel der Abgängigen in rheinland-pfälzischen Flüchtlingsheimen flieht demnach aus Angst vor Strafverfolgung. Zu diesen 208 polizeibekannten Asylbewerbern sind aktuell 638 Ermittlungsverfahren im polizeilichen Register vermerkt. Im Schnitt hat damit jeder von ihnen mehr als drei Strafverfahren am Hals.

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CDU-Landeschef Gordon Schnieder (50) sieht wegen der 208 verschwundenen, kriminellen Asylbewerber die Sicherheit der Bürger in Rheinland-Pfalz in Gefahr. Die SPD-geführte Landesregierung verliere zunehmend die Kontrolle. Jeden Tag kämen "neue erschreckende Nachrichten" ans Licht.

Rheinland-Pfalz wählt neuen Landtag

"Die Meldungen aus Rheinland-Pfalz belegen die Notwendigkeit der konsequenten Migrationswende", sagt auch CDU-Parlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger (46). Er meint: "Recht und Ordnung müssen wieder durchgesetzt werden." In Rheinland-Pfalz ist gerade Wahlkampf. Am 22. März wird ein neuer Landtag gewählt.

Die CDU stellt die Abschiebung von Straftätern in den Fokus ihrer Migrationspolitik. Laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) müssten straffällig gewordene Asylbewerber konsequent rückgeführt werden - das diene "Ordnung, Orientierung und mehr Sicherheit". Konkrete bundesweite Angaben über die Zahl der Straftäter, die vergangenes Jahr abgeschoben wurden, gibt es bislang aber nicht.


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