29.09.2026 - 06:16 Uhr
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Angesichts von rund acht Milliarden Euro Rundfunkbeitrag fordert Pocher im Gespräch mit Autor Tom Junkersdorf (58) im Podcast "TOMorrow - Business. Stars. Lifestyle" radikale Einschnitte: "ARD und ZDF und die ganzen dritten Sender kannst du schon längst einstampfen. Brauchst du alles nicht mehr." Auch eine Fusion von ARD und ZDF hält er für denkbar. Die Sender seien "viel zu viele". Auch zahlreiche Radioprogramme könnten aus seiner Sicht wegfallen. Der politische Druck auf die Rundfunkgebühren werde weiter steigen, glaubt Pocher: Viele Menschen zahlten jeden Monat Geld für ein Angebot, das sie kaum noch nutzten - anders als etwa Netflix, das kaum teurer ist.
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Besonders die politische Ausrichtung vieler Sendungen stört den Comedian. Immer wieder werde mit einem bestimmten "Framing" (gezielter Deutungsrahmen) gearbeitet. Als Beispiel nennt er den ARD-Talkmaster Louis Klamroth (36). "Eine gewisse Neutralität musst du schon haben", sagt Pocher. Klamroths Beziehung zur Klimaaktivistin Luisa Neubauer bezeichnet er als problematisch. Die Vorstellung, Klamroth würde privat mit AfD-Chefin Alice Weidel (47) liiert sein und trotzdem eine eigene Sendung moderieren, hält Pocher für undenkbar. Dann, so seine These, würde er gar nicht mehr ins Studio gelassen.
Pocher sieht in der Entwicklung der vergangenen Jahre sogar einen Grund für den politischen Erfolg der AfD. Er behauptet, viele Bürger fühlten sich bevormundet und dürften nur noch Meinungen äußern, die gesellschaftlich akzeptiert seien. "Die Leute sind so satt, dass sie nur das sagen dürfen, was en vogue ist", sagt der Entertainer. Wer ständig belehrt werde, reagiere mit Trotz. "Das führt ja auch zur Situation, dass wir momentan genau diesen Rechtsruck haben."
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Noch härter fällt sein Urteil über Jan Böhmermann (45) aus. "Überfällig" nennt Pocher das Ende der Sendung des Satirikers. Zuletzt sei es diesem nur noch darum gegangen, "seine eigene Agenda durchzusetzen". Pocher wirft dem Moderator vor, ständig mit der "Nazi-Keule" gearbeitet und gezielt Menschen fertiggemacht zu haben. "Er hat es einfach übertrieben. Er hat zwar noch seine Reichweite. Aber diese linke Bubble wird jetzt langsam auch nach und nach zerbröselt." Das Publikum habe irgendwann die Lust verloren, die Sendung sei zunehmend bedeutungslos geworden.
Trotz seiner Kritik betont Pocher, dass er unabhängigen Journalismus grundsätzlich für wichtig hält. Genau den vermisse er jedoch bei den Öffentlich-Rechtlichen.